Wird geladen

The Next Movement – Funk vom Fäinste, us de Schwiiz

Lesedauer 5 Minuten The Next Movement – Eine ausführliche Darstellung


Ursprung und frühe Jahre

The Next Movement entstand in der Schweiz und entwickelte sich rasch zu einer der interessantesten Funk- und Soul-Formationen des Landes. Ihre Entstehungsgeschichte zeigt, wie sich drei Musiker mit ähnlicher Leidenschaft zusammenfanden und durch ihre gemeinsame Vision einen unverwechselbaren Sound formten.



Die ersten Treffen fanden nicht in luxuriösen Studios, sondern in einfachen Proberäumen statt. Dort arbeiteten die Musiker an Ideen, tauschten musikalische Einflüsse aus und ließen sich von Platten inspirieren, die Funk und Soul der 1970er und 1980er Jahre widerspiegelten. Bald schon war klar: aus dieser Konstellation würde mehr als nur ein kurzfristiges Projekt entstehen. Die Chemie zwischen den Mitgliedern war so intensiv, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein Stil entwickelte, der sofort Wiedererkennungswert hatte.



Besonders in den frühen Jahren zeigte sich die Bedeutung von Live-Auftritten. Kleine Clubs und regionale Festivals wurden zur Spielwiese, auf der die Band ihren Sound testete. Die unmittelbare Nähe zum Publikum half dabei, die Energie zu kanalisieren und ein Verständnis dafür zu entwickeln, welche Elemente am besten wirkten. Aus diesen Erfahrungen erwuchs das Fundament, auf dem ihre späteren Erfolge aufbauten.

Ihre Popularität wuchs stetig. Die Szene begann, aufmerksam zu werden. Kritiker beschrieben den Stil als frisch und unverbraucht, gleichzeitig aber tief verwurzelt in der Tradition von Funk- und Soul-Legenden. In dieser Balance zwischen Alt und Neu lag der Schlüssel für ihren wachsenden Erfolg.

Die Band verstand es, sich in einer Zeit, in der digitale Produktionen dominierten, durch handgemachte Musik abzugrenzen. Dies war nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern sprach auch eine Generation an, die nach Echtheit und direkter Energie suchte. Ihre Konzerte entwickelten sich rasch zu Geheimtipps, und von dort aus begann ihr Weg in größere Säle und auf internationale Bühnen.



Die Musiker im Detail

J.J. Flueck

J.J. Flueck, Schlagzeuger und Sänger, ist die treibende Kraft und zugleich charismatische Stimme der Band. Dass er gleichzeitig Drums spielt und singt, erfordert eine außergewöhnliche Koordination, die er über Jahre hinweg perfektionierte. Seine Ausbildung und Erfahrung in verschiedenen Projekten machten ihn zu einem der gefragtesten Musiker seines Genres. Schon vor The Next Movement war er als Session- und Live-Musiker aktiv, wo er sein technisches Können und seine Bühnenpräsenz unter Beweis stellte.

Flueck ist nicht nur ein ausgezeichneter Drummer, sondern auch ein Musiker mit einem tiefen Verständnis für Groove-Strukturen. Er verbindet traditionelle Funk-Patterns mit modernen Rhythmuskonzepten, die der Band Frische verleihen. Sein Gesang, oft voller Soul und Energie, verleiht den Songs eine emotionale Tiefe, die über das rein Rhythmische hinausgeht. Persönliche Details zu Familie oder privatem Leben hält er zurück, stattdessen stellt er konsequent die Musik in den Mittelpunkt.

Pascal Kaeser

Pascal „P“ Kaeser sorgt mit Bass und Synthesizer für den Unterbau der Band. Er ist das Fundament, das die Rhythmen zusammenhält, und gleichzeitig derjenige, der mit Synthflächen moderne Klangfarben einwebt. Seine musikalische Sozialisation ist stark von Jazz und Fusion geprägt, was man in der Vielseitigkeit seiner Linien hört. Er versteht es, komplexe Harmonien in einfache, tanzbare Grooves zu übersetzen.

Kaeser arbeitete vor The Next Movement ebenfalls in verschiedenen Projekten und sammelte Erfahrung als Produzent. Diese Arbeit prägt bis heute die Arrangements der Band. Er bringt nicht nur handwerkliches Können, sondern auch ein Ohr für Produktion und Soundästhetik mit. Dadurch gelingt es dem Trio, Alben zu erschaffen, die auch auf Tonträgern eine beeindruckende Dichte entfalten.

Sam Siegenthaler

Sam Siegenthaler vervollständigt das Trio an der Gitarre. Seine Spielweise ist vielseitig: mal funkig-perkussiv, mal atmosphärisch-flächig, mal mitreißend-melodisch. Er versteht es, den begrenzten Platz, den ein Trio ihm lässt, mit großer Kreativität zu füllen. Effekte nutzt er nicht, um zu kaschieren, sondern um neue Dimensionen zu öffnen. Sein Spiel ist geprägt von der Balance zwischen Minimalismus und Virtuosität.

Auch er ist fest in der Schweizer Szene verwurzelt und wirkte an unterschiedlichen Projekten mit. Doch in The Next Movement fand er eine künstlerische Heimat, die seine Stärken ideal bündelt. Gemeinsam mit Flueck und Kaeser bildet er das Dreieck, das den besonderen Sound der Band trägt.

Musikalischer Stil und Einflüsse

Der Stil der Band lässt sich nicht in eine einzige Schublade packen. Funk ist die Basis, doch Soul, R’n’B und moderne Elektronik sind stets präsent. Die Wurzeln liegen hörbar bei Klassikern wie James Brown, Prince oder George Clinton, doch die Ausgestaltung ist eigenständig und zeitgemäß. Die Songs klingen wie eine Hommage an die Vergangenheit und zugleich wie ein Blick nach vorn.

Ihre Musik ist sowohl auf Tanzbarkeit als auch auf Tiefe angelegt. Ein Song mag auf den ersten Blick ein simpler Groove sein, entfaltet aber bei genauerem Hinhören raffinierte Details: überraschende Breaks, geschichtete Harmonien, kleine Improvisationen. Dieser Reichtum sorgt dafür, dass man ihre Stücke immer wieder hören kann, ohne dass sie an Faszination verlieren.

Ein weiteres Kennzeichen ist die Nähe zur Live-Performance. Auch im Studio versuchen sie, die Energie von Konzerten einzufangen. Das verleiht den Aufnahmen einen rohen, unmittelbaren Charakter, der sich von überproduzierten Pop-Veröffentlichungen abhebt. Genau diese Authentizität macht sie zu einer Band, die besonders live ihre volle Stärke entfaltet.



Meilensteine der Karriere

Der erste große Durchbruch gelang mit dem selbstbetitelten Album „The Next Movement“ im Jahr 2021. Darauf präsentierte die Band eine Sammlung von Songs, die sowohl tanzbar als auch anspruchsvoll waren. Kritiker lobten insbesondere die Fähigkeit, mit nur drei Musikern ein Klangbild zu erschaffen, das nach einer viel größeren Besetzung klang. Die Platte öffnete ihnen Türen zu Festivals in ganz Europa.

Ein weiterer wichtiger Schritt war das Album „Never Coming Down“, das den Sound weiterentwickelte und experimentierfreudiger wirkte. Hier zeigte sich die Reife der Band: komplexere Strukturen, abwechslungsreichere Dynamik und eine stärkere Gewichtung auf Texturen und Atmosphäre. Das Album bestätigte, dass The Next Movement nicht bei einem Erfolgsrezept stehenbleiben wollte, sondern stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen ist.

Die Single „More Cowbell“ aus dem Jahr 2025 schließlich steht exemplarisch für ihre ungebrochene Spielfreude. Mit augenzwinkerndem Titel und treibendem Groove zeigt die Band, dass sie nach wie vor mit Leichtigkeit und Humor arbeitet, ohne an musikalischem Anspruch einzubüßen.

Neben den Veröffentlichungen sind auch ihre Festivalauftritte Meilensteine. Ob auf renommierten Schweizer Bühnen oder im Ausland: die Resonanz ist fast immer überwältigend. Publikum und Presse sind sich einig, dass The Next Movement live zu den intensivsten Funk-Acts Europas gehört.



Diskografie

The Next Movement — Album (2021)

Tracks: See No Limits, Love Confessions, Through The Middle, Spring (Not As Planned).
Besonderheiten: Erstes vollständiges Album, das die Live-Energie im Studio einfing.

Never Coming Down — Album

Charakter: Reiferes Werk mit mehr atmosphärischen Elementen und mutigen Arrangements.

More Cowbell — Single (2025)

Besonderheiten: Aktuelle Veröffentlichung, die humorvoll den klassischen Funk feiert und zugleich modern klingt.

Weitere EPs und Singles

Über die Jahre erschienen zahlreiche kleinere Veröffentlichungen, die das kreative Schaffen dokumentieren und die Bindung zu den Fans aufrechterhalten.

Rezeption und Wirkung

Kritiker loben The Next Movement regelmäßig für ihre Musikalität und ihr handwerkliches Können. Ihre Fähigkeit, komplexe Musik mit Leichtigkeit und Tanzbarkeit zu verbinden, wird immer wieder hervorgehoben. Besonders der Vergleich mit großen Funk-Bands zeigt, dass man das Trio als würdigen Nachfolger einer langen Tradition versteht.

Auch im Publikum genießt die Band einen hervorragenden Ruf. Ihre Shows ziehen nicht nur eingefleischte Funk-Fans an, sondern auch Menschen, die eigentlich weniger mit diesem Genre vertraut sind. Diese Breitenwirkung ist selten und spricht für die universelle Kraft ihres Sounds.

Während kommerzieller Mainstream nicht im Vordergrund steht, ist ihre Wirkung dennoch nachhaltig. Sie inspirieren jüngere Musiker, prägen lokale Szenen und tragen dazu bei, Funk und Soul lebendig zu halten. Ihre kulturelle Bedeutung liegt darin, eine Brücke zwischen Tradition und Moderne zu schlagen.



Zukunftsaussichten

Für die kommenden Jahre plant die Band weitere Veröffentlichungen und Tourneen. Denkbar sind auch Kollaborationen mit internationalen Gästen, um den Sound weiter zu bereichern. Technologische Entwicklungen im Musikbereich, wie der verstärkte Einsatz von Live-Streaming oder speziellen Vinyl-Editionen, könnten zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Die Musiker selbst betonen, dass sie ihrer Linie treu bleiben, gleichzeitig aber immer offen für Experimente sind. Genau diese Haltung wird dafür sorgen, dass The Next Movement auch in Zukunft relevant und spannend bleibt.

Quellen

• Offizielle Webseite: thenextmovement.ch
• Bandcamp: nextmovement.bandcamp.com
• Soul & Jazz & Funk (2021)
• Glide Magazine (2025)
• Interviews in Schweizer Medien
• Foto: The Next Movement, mit freundlicher Genehmigung der Band. – photo credit: MD9
Avatar-Foto

CEO und Gründer von Xenopolias.de, Xenolandia Grid, Radio Xenolandia und JazzVortex. Webmaster, Redakteur und Autor auf dieser Webpage. Geboren vor langer Zeit im Herzen des Ruhrgebiets.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner