

Moby – Der Weg eines Musikpioniers
Die fruhen Jahre in Harlem und Connecticut
Richard Melville Hall, der spater als Moby bekannt werden sollte, kam am 11. September 1965 in Harlem, dem pulsierenden Herzen von New York City, zur Welt. Seine Familie war gepragt von einer Mischung aus intellektueller Tradition und Alltagsnot. Sein Vater, James Frederick Hall, ein engagierter Chemieprofessor, gab dem kleinen Richard kurz nach seiner Geburt den Spitznamen Moby, inspiriert von der literarischen Erbschaft des Ur-Ur-Großonkels Herman Melville, dessen Roman Moby Dick ein Meilenstein der amerikanischen Literatur darstellt. Doch diese familiaren Bande zur grossen Vergangenheit sollten bald von harten Realitaten uberlagert werden. Als Richard gerade einmal zwei Jahre alt war, ereignete sich eine Tragodie, die sein Leben grundlegend prasgen sollte: Sein Vater verungluckte fatal bei einem Autounfall, verursacht durch das Fahren unter Alkoholeinfluss. Dieser Verlust liess eine Leere zuruck, die die Familie nie ganz ausfullen konnte.
Seine Mutter, Elizabeth McBride, eine tatkräftige medizinische Sekretarin, ubernahm die Alleinerziehung. Sie zog mit dem Jungen 1969 fur kurze Zeit nach San Francisco, wo sie in einer Art alternativen Lebensgemeinschaft lebten. Hier, in diesem Umfeld voller Hippie-Ideen und experimenteller Erziehung, erlebte der kleine Moby jedoch auch ein dunkles Kapitel: Im Kindergarten wurde er von einem Mitarbeiter sexuell missbraucht, ein Trauma, das er erst Jahrzehnte spater offentlich thematisieren sollte. Die Familie kehrte bald nach Connecticut zuruck, zuerst nach Stratford und dann nach Darien, einem wohlhabenden Vorort, in dem sie bei den Grosseltern unterkam. Die Kontraste konnten nicht grosser sein: Während die Nachbarschaft von Wohlstand und Konservatismus gepragt war, lebte die Familie von Lebensmittelmarken und Sozialhilfe. Moby beschrieb spater diese Zeit als eine der Armut inmitten von Uberfluss, was ein Gefuhl der Ausgrenzung in ihm weckte. Seine Mutter, eine freigeistige Frau mit Hang zu alternativen Lebensweisen, umgab sich mit einem Kreis von Freunden, in dem Drogenkonsum alltäglich war. Trotz dieser Herausforderungen fand der Junge Trost in der Musik, die bald zu seinem Anker werden sollte.
Mit neun Jahren begann Moby, unter der Anleitung seiner Mutter, Klassische Gitarre und Klavier zu lernen. Diese fruhen Lektionen weckten eine tiefe Leidenschaft fur Klangen und Harmonien. Bald erweiterte er sein Repertoire um Jazz, Musiktheorie und Schlagzeug, was ihm eine solide Grundlage fur zukünftige Experimente bot. Die High School in Darien schloss er 1983 ab, und es folgte ein Studium der Philosophie an der University of Connecticut, das er jedoch bald an der State University of New York at Purchase fortsetzte, ergänzt um Fotografie. Doch die Welt der Ideen konnte die Anziehungskraft der Musik nicht uberdauern; im April 1984 brach er das Studium ab, um sich voll und ganz der Kunst zu widmen. Seine ersten Schritte fuhrten ihn zu lokalen Radiosendern wie WHUS, wo er als DJ auftrat, und zu Clubs in Greenwich, Connecticut, darunter The Cafe. Hier mischte er Sounds, die von der aufkeimenden House-Szene inspiriert waren, und experimentierte mit einfachen Geraten.
In Stamford, Connecticut, in einer halb verlassen Fabrik, baute er sich ein primitives Studio auf: Ein Vierspur-Bandgerat, ein Synthesizer und eine Drum-Machine reichten aus, um erste Demos zu produzieren. Seine Einflüsse waren vielfaltig und avantgardistisch – von den elektronischen Visionen von Orchestral Manoeuvres in the Dark uber die introspektiven Balladen von Nick Drake bis hin zu den rohen Beats von Suicide und den innovativen Samples von Eric B. & Rakim sowie Public Enemy. Diese Mischung aus Punk-Energie und elektronischer Präzision sollte sein Markenzeichen werden. 1987 sandte er Demos an New Yorker Labels, doch der Erfolg blieb aus. Stattdessen vertiefte er sich in die Underground-Szene, wo er erste Kontakte knupfte, die seine Karriere vorantreiben sollten.
Der Einstieg in die Punk- und Underground-Welt
Die Achtzigerjahre waren fur Moby eine Zeit der Rebellion und des Aufbruchs. Schon als Teenager hatte er sich der harten Realitat des Hardcore-Punk verschrieben. 1983 trat er der Band Vatican Commandos bei, wo er Gitarre spielte und auf ihrem Debüt-EP Hit Squad for God mitwirkte. Diese Gruppe, geprägt von roher Energie und sozialkritischen Texten, spiegelte den Geist einer Jugend wider, die gegen Konformismus aufbegehrte. Kurz darauf wurde er fur eine Übergangsphase Leadsänger bei der einflussreichen Punk-Band Flipper, einer Formation, die fur ihre experimentelle, oft chaotische Art bekannt war. Spater, in den Zweitausendern, kehrte er zu Flipper zuruck, diesmal als Bassist fur ihre Reunion-Touren. Diese Phase war geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit der rohen Kraft des Live-Auftritts, die Moby lehrte, wie Musik eine Menge emotional binden kann.
Nebenbei formte er die Post-Punk-Gruppe AWOL, die ein selbstbetiteltes EP als Moby Hall herausbrachte. Diese Arbeiten waren roh und ungeschliffen, doch sie legten den Grundstein fur seine Vielseitigkeit. 1989 zog er nach New York City, der Geburtsstätte so vieler kultureller Revolutionen, und teilte sich eine Wohnung mit dem Kunstler Damian Loeb. Hier tauchte er vollig in die Welt des DJings, Produzierens und Remixens ein. Die Clubs der Stadt wurden zu seinem Labor, wo er Sets mischte, die von House und Techno beeinflusst waren. Seine erste Single, Times Up unter dem Pseudonym The Brotherhood, erschien 1990, doch der wahre Durchbruch liess nicht lange auf sich warten.
1991 veroffentlichte Moby den Track Go, eine hypnotische Neuinterpretation des Themas aus dem Film Twin Peaks von Angelo Badalamenti. Dieser Song katapultierte ihn in die Charts: Er erreichte die Top Ten in den Niederlanden und Grossbritannien und markierte seinen Einstieg in die Mainstream-Welt der elektronischen Musik. Von 1992 bis 1997 folgte eine Serie von acht Top-Ten-Hits in den US-Billboard Dance Club Songs, darunter Move (You Make Me Feel So Good), Feeling So Real und eine kreative Neuvertonung des James Bond-Themas. Unter Pseudonymen wie Voodoo Child produzierte er weiter, und 1995 gründete er sein eigenes Label Trophy Records, um unabhängig zu bleiben. Diese Jahre waren eine Zeit des ständigen Experimentierens, in der Moby lernte, Grenzen zwischen Genres zu uberschreiten.
Moby (1992)
- Besame Mucho
- Go
- Drop a Beat
- Next Is the E
- I Feel It
- Rock the House
- U.H.F. (Dedicated to the Back)
- Deflector
- Voodoo Child
- Drug Fits the Face
- Party Time
- Moby Bounce
Der Übergang zu experimenteller Elektronik
Mit dem Album Everything Is Wrong aus dem Jahr 1995 etablierte sich Moby als ernstzunehmender Innovator. Dieses Werk, veroffentlicht bei Elektra Records, vereinte Breakbeats, Trance-Elemente und emotionale Vocals zu einem eklektischen Ganzen, das Kritiker fur seine Tiefe lobten. Tracks wie Hymn und Feeling So Real wurden zu Dancefloor-Klassikern und unterstrichen seine Fahigkeit, spirituelle Themen in rhythmische Strukturen zu weben. Das Album erreichte Platz 21 in den britischen Charts und wurde mit Silber ausgezeichnet. Es war ein Meilenstein, der zeigte, wie Moby philosophische Reflexionen mit klubtauglicher Energie verband.
Doch nicht alle Schritte waren unumstritten. 1996 folgte Animal Rights, ein punk-orientiertes Album, das seine Dance-Fans verunsicherte und zu einem Ruckgang der Popularitat fuhrte. Dennoch enthielt es Perlen wie That’s When I Reach for My Revolver, eine Coverversion, die von Conny Hege’s Original inspiriert war. Parallel dazu komprimierte Moby Filmmusik, was zu Sammlungen wie I Like to Score fuhrte, die 1997 erschien und seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte. Eine Neuinterpretation des James Bond-Themas schoss an die Spitze der US-Dance-Charts und in die Top Ten in Grossbritannien.
In diesen Jahren baute Moby ein Netzwerk von Kollaborationen auf, das seine Karriere bereicherte. Er remixte fur Ikonen wie Michael Jackson, die Pet Shop Boys, Brian Eno, Depeche Mode, Erasure und Orbital. Auf Recoils Curse trug er Vocals bei, was ihm Zugang zur industriellen Szene verschaffte. Diese Partnerschaften lehrten ihn, seine Visionen mit fremden Stimmen zu verschmelzen, und legten den Grund fur zukünftige Erfolge.
Everything Is Wrong (1995)
- Hymn
- Feeling So Real
- Everytime You Touch Me
- Bring Back My Happiness
- What Love Is
- Anthem
- Soft
- Face It
- Have You Seen My Baby
- Now
- Come On (3 More Times)
- Judas
- God Moving Over the Face of the Waters
- Into the Blue
Der globale Durchbruch mit Play
Der Wendepunkt kam 1999 mit Play, einem Album, das die Grenzen der elektronischen Musik neu definierte. Moby samplete alte Blues- und Gospel-Aufnahmen, webte sie in downtempo-Beats und schuf damit ein hybrides Meisterwerk, das Uber zwolf Millionen Mal verkauft wurde. Hits wie Porcelain, Natural Blues, Why Does My Heart Feel So Bad? und Bodyrock eroberten die Welt, und South Side, eine Kollaboration mit Gwen Stefani, erreichte Platz 14 in der Billboard Hot 100. Das Album wurde sechsfach Platin in Grossbritannien und doppelt Platin in den USA, ein Triumph, der Moby endgültig zum Star machte. Besonders innovativ war seine Strategie, die Tracks fur Filme und Werbung lizenzieren zu lassen, was Play zu einem der am häufigsten genutzten Soundtracks der Popkultur avancierte.
Porcelain, mit seiner melancholischen Melodie, wurde zum Soundtrack des Films The Beach, wahrend Natural Blues in Werbespots fur Automarken erklang. Diese Synergien machten Moby nicht nur reich, sondern etablierten ihn als Pionier des Cross-Media-Marketings in der Musik. Kritiker feierten die emotionale Tiefe, die aus seiner Fähigkeit resultierte, alte Folk-Elemente mit moderner Produktion zu verbinden. Play war mehr als ein Album; es war eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, die Millionen von Zuhorern beruhrte.
Der Erfolg brachte auch neue Buhnen: 2002 trat Moby beim Abschluss der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City auf, ein Moment globaler Anerkennung. Er moderierte die MTV-Sendung Señor Mobys House of Music und headlinete das Glastonbury Festival 2003. Extreme Ways, ein weiterer Track aus Play, wurde zum ikonischen Thema aller Bourne-Filme von 2002 bis 2016, was seine Präsenz in der Popkultur zementierte. Diese Phase war geprägt von einer Welle kreativer Energie, die Moby nutzte, um seine Botschaften von Mitmenschlichkeit und Reflexion zu verbreiten.
Play (1999)
- Honey
- Find My Baby
- Porcelain
- Why Does My Heart Feel So Bad?
- South Side (feat. Gwen Stefani)
- If Things Happened
- Natural Blues
- Mummer
- Great Escape
- Run On
- Down Slow
- Bodyrock
- Extreme Ways
- Inside
- Guitar Part One
- First Cool Hive
- Soft
- Ill Love You Forever
- Everloving
- We Are All Made of Stars (Bonus)
Weitere Erfolge und Genre-Experimente
2002 folgte 18, ein Doppelalbum, das den Erfolg von Play fortsetzte und weltweit Chartspitzen erreichte. Es war Gold in Deutschland und Platin in der Schweiz, mit Tracks wie We Are All Made of Stars und In This World, die Hoffnung und Einheit thematisierten. Moby gründete das Area:One Festival, das er mit Acts wie Outkast und New Order tourte, und etablierte sich als Festival-Organisator. 2004 kollaborierte er mit Public Enemy an Make Love Fuck War, einem Protest-Song gegen den Irakkrieg, der seine politische Haltung unterstrich.
Hotel aus 2005 brachte eine Ruckkehr zu danceorientierten Klängen, mit Hits wie Lift Me Up und Slipping Away, letzteres ein Duett mit Mylène Farmer. Das Album erreichte Gold in Deutschland und Osterreich. 2008s Last Night war ein Tribut an die Clubkultur, mit Disco Lies und Alice, und Moby legte sogar bei der Loveparade auf. Wait for Me von 2009, beeinflusst von David Lynch, erkundete ambientige Landschaften, wahrend Destroyed 2011 mit einem begleitenden Fotobuch ein visuelles und auditives Erlebnis bot.
Innocents 2013 und These Systems Are Failing 2016, letzteres mit seiner Band The Void Pacific Choir, adressierten Themen wie Smartphone-Sucht und gesellschaftlichen Wandel. More Fast Songs About the Apocalypse 2017 war eine kostenlose Online-Veroffentlichung, die Apokalyptik mit Punk verband. Everything Was Beautiful, and Nothing Hurt 2018 erkundete menschliche Identitat, mit This Wild Darkness, das in True Detective: Night Country 2024 vorkam. All Visible Objects 2020 und Reprise 2021, eine orchestrale Neuinterpretation, gewannen den Opus Klassik-Preis 2022. Resound NYC 2023 und Always Centered at Night 2024 rundeten seine Scheibe ab, mit Kollaborationen wie mit serpentwithfeet und Lady Blackbird.
Moby formte auch Nebenprojekte: Die Rockband The Little Death 2007 und die Heavy-Metal-Gruppe Diamondsnake 2010, mit Phil Costello und Dave Hill. Seine Ambient-Serien, wie Long Ambients 1: Calm. Sleep. 2016 und Ambient 23 2023, boten meditative Fluchten. Filmmusiken fur Southland Tales 2007 und The Next Three Days 2010 unterstrichen seine Vielseitigkeit.
18 (2002)
- We Are All Made of Stars
- In This World
- Another Woman
- Sunday
- Harbour
- At Last I Am Free
- May Be
- Slipping Away
- Jam for the Ladies (feat. Chat & D12)
- My Life
- Running
- Extreme Ways
- Signs of Love
- One Time We Went Out
- 5 (Be Free a Little)
- Spirit
- Thou Shalt Not Fear
- Edison’s Box
Kollaborationen und musikalische Partnerschaften
Mobys Karriere ist untrennbar mit Kollaborationen verknupft, die seine Musik bereicherten und Netzwerke schufen. Fruh remixte er fur Billy Corgan und Soundgarden, was ihm Einblicke in Rockkreise gab. Live trat er mit Lou Reed bei Walk on the Wild Side auf, mit Kris Kristofferson bei Me and Bobby McGee, David Bowie bei Heroes und Cactus, Bono und Michael Stipe bei Helpless, New Order bei New Dawn Fades und Mission of Burma bei That’s When I Reach for My Revolver.
Mit Mylène Farmer arbeitete er intensiv: Duette wie Slipping Away (Crier la vie) 2006 und Looking for My Name 2008, plus Produktionen fur ihre Alben Bleu Noir 2010 und L’Emprise 2022. Er schrieb Is It Any Wonder fur Sophie Ellis-Bextor 2001 und produzierte Early Mornin fur Britney Spears 2003. A$AP Rocky samplete Porcelain in A$AP Forever 2018, und Jean Michel Jarre kollaborierte an Suns have gone 2015. Reprise 2021 brachte Gregory Porter, Kris Kristofferson und Jim James zusammen, wahrend Always Centered at Night 2024 Vocals von Gaidaa, J.P. Bimeni und José James enthielt.
Diese Partnerschaften, oft mit Vorbildern wie den genannten Einflussen, erweiterten Mobys Horizont. Sie zeigten, wie er Brucken zwischen Elektronik, Rock, Pop und Folk baute, und trugen zu seiner Reputation als kollaborativer Geist bei. Besondere Vorkommnisse, wie der Auftritt mit Public Enemy gegen den Krieg, unterstrichen seine soziale Haltung, wahrend Konzerte mit Bowie Momente der Magie schufen, die Fans in Erinnerung behalten.
Persönliche Herausforderungen und Triumph
Neben den beruflichen Erfolgen prägten persönliche Kampfe Mobys Leben. Nach dem Tod seiner Mutter 1997 an Lungenkrebs, kurz bevor er von einem Halbbruder erfuhr, versank er in Trauer. Der Erfolg von Play fuhrte zu excessivem Lebensstil: Alkohol, Drogen und Beziehungen, die in Alkoholismus mundeten. Mit 43 versuchte er Selbstmord, doch am 18. Oktober 2008 nahm er den Kampf gegen die Sucht auf und besucht seither AA-Treffen. Diese Phase der Reinigung verbesserte sein Leben enorm, und er praktiziert Meditationen wie Transzendentale, Mettā und Vipassanā.
2002 wurde er in Boston vor dem Paradise Rock Club angegriffen und mit Pfefferspray besprayt, ein Vorfall, der seine Verletzlichkeit zeigte. Die Fehde mit Eminem 2002, wo dieser ihn in Without Me verspottete, wurde von Moby mit Humor pariert. Ein Skandal entfaltete sich 2019, als Moby in seinem Buch Then It Fell Apart eine kurze Beziehung mit Natalie Portman Ende der Neunziger behauptete; sie widerlegte dies und nannte es storend, worauf er sich entschuldigte. Moby identifiziert sich als heterosexuell und cisgender, bevorzugt jedoch das Alleinsein und hat keine Kinder. Er lebte 21 Jahre in New York auf Mott Street, dann in einem Schloss in den Hollywood Hills, das er 2014 verkaufte, und residiert nun in Los Angeles.
Trotz dieser Schicksalsschlage – vom Verlust des Vaters uber Kindheitstraumata bis hin zu Sucht – fand Moby Stärke in seiner Kunst und Ethik. Er hatte keine klassischen Mentoren, doch Vorbilder wie Nick Drake und Public Enemy formten seinen Stil. Seine Autobiografien Porcelain 2016 und Then It Fell Apart 2019 sowie Fotobücher offenbaren diese Reise offen und ehrlich.
Das Engagement fur Tierrechte und Gesellschaft
Seit 1987 ist Moby Vegan, inspiriert von seiner Katze Tucker, die ihn die Grausamkeit des Fleischkonsums lehrte. Tierrechte sind fur ihn der Kern seines Lebens; er besitzt Tattoos wie Vegan for Life und Animal Rights. Er eroffnete die veganen Cafes TeaNY in New York 2002 bis 2006 und Little Pine in Los Angeles 2015 bis 2022, deren Gewinne Wohltätigkeitsorganisationen zugutekamen. Das Circle V Festival seit 2016 kombiniert vegane Musik und Essen, mit Acts wie Waka Flocka Flame.
Moby kampagnierte gegen Fabriktierhaltung mit #TurnYourNoseUp 2016 und unterstützt Organisationen wie Sea Shepherd, PETA, Humane Society und Farm Sanctuary. Sein Dokumentarfilm Punk Rock Vegan Movie 2023 verbindet Punk und Aktivismus. Er gründete Little Walnut Productions 2020 fur Filme zu Tierrechten und Umweltschutz, inklusive Moby Doc 2021. Weitere Engagements umfassen Netzneutralität 2006, Songs for Tibet 2008 mit dem Dalai Lama, David Lynch Foundation 2009 und 2015, sowie Auktionen fur medizinische Forschung 2018. Er ist Vorstandsmitglied des Institute for Music and Neurologic Function und erhielt 2004 den Music Has Power Award. Seine Kampagnen gegen Fabriken und fur Klimaschutz, inklusive Al Gores Broadcast 2018, machen ihn zu einem Vorreiter sozialen Wandels.
Durch MobyGratis seit 2004 stellt er Musik kostenlos fur Indie-Filmemacher zur Verfügung, und er spendete Albumgewinne an Tierrechtsgruppen. Sein Kochbuch The Little Pine Cookbook 2021 rundet sein veganistisches Engagement ab. Diese Arbeit, oft intensiver als seine Musik, zeigt, wie Moby seine Plattform fur Gutes nutzt.
Aktuelle Tourdaten und Live-Erlebnisse
Moby bleibt ein gefragter Live-Kunstler. Fur 2025 sind Auftritte geplant, darunter ein DJ-Set beim Defected Summer Event im August und der Portola Music Festival in Los Angeles. Weitere nordamerikanische Daten folgen im Fruhjahr, mit Fokus auf improvisierte Ambient-Sets und Klassiker aus seiner Diskografie. Diese Konzerte, oft mit visuellen Elementen, bieten ein immersives Erlebnis, das Fans aus aller Welt anzieht. Besondere Vorkommnisse, wie spontane Kollaborationen auf Buhne, machen jede Show unvergesslich.
Die interaktive Diskografie
Hier eine ubersichtliche Auflistung der wichtigsten Studioalben von Moby, mit ausklappbaren Tracklisten fur detaillierte Einblicke.
Ambient (1993)
- Jesl
- Avalanche
- Next Is the E
- Bombing Memory
- Soft Light Brings Dead Happiness
- Morning Dove
- Weirdo
- Shining
- Clear View
- Thousand
- Sub Microwave Meditations
- Tranquilizer
- Big Scary Love
- Deep Blue Day
- Ambient on St. Marks
- Myopia
Animal Rights (1996)
- Animal Rights
- Now I Know
- Come On (3 More Times)
- Soft
- Memphis
- Anthem
- That’s When I Reach for My Revolver
- Look Back in Anger
- Face It
- Wild What It Means
- Grace
- Living
Hotel (2005)
- Lift Me Up
- Slipping Away
- Raining in My Heart
- Tempo di Milano
- Spiral
- Dream About Me
- Lucy
- Meaning
- Almost Loved
- I Love to Move in Here
- Wait for Me
- Homeward Angel
- 40 Days
- One Time We Went Out
- Get My Body Beat
- Sleep Alone
- Overland
- 5 (Be Free a Little)
- World in My Eyes
Last Night (2008)
- Alice
- Go
- Green Saliva
- Disco Lies
- I Love to Move in Here
- They Who Must Be Kept
- 168 & 410
- Hyenas
- I’m in Love
- Oh to Be Young
- Everyday It’s 1989
- That’s When I Think of You
- Loud
- Degenerates
- The Dogs
- Soft Power
- Calm Me Down
Wait for Me (2009)
- Shot in the Back of the Head
- Study War
- Soft
- Years of War
- J&L Dive
- Whispering Winds
- Delta
- Escape
- Don’t Love Me
- Isolation
- Blue Paper
- Ryderz Rock
- Last Day
- Silently
- Stay
Destroyed (2011)
- The Broken Chin
- Be the Ghost
- Octopus
- Weekend at the Beach
- After
- Stella
- Lie Down in Darkness
- Everywhere I Go
- Broken Heart
- The Right Thing
- Victoria Lucas
- Soft Power (Destroyed Remix)
- Soft Power (Invisible Light Remix)
Innocents (2013)
- Hello
- A Case for Shame (feat. Cold Specks)
- The Perfect Life (feat. Wayne Coyne)
- A Long Time
- Almost Home (feat. Damien Jurado)
- The Last Day (feat. Skylar Grey)
- I’ll Be Gone
- Nothing’s Gonna Hurt You Baby
- The Lonely Night (feat. Mark Lanegan)
- The Dog
- The Light Is Clear in My Eyes (feat. Britta Phillips)
- Hurts
- A Happy Song
These Systems Are Failing (2016)
- Are You Lost in the World Like Me?
- Exile Isolation
- Erupt & Matter
- Break.Doubt
- Shiny Bones
- Dark Star
- Escape the Lie
- Into the Void
- Blue Moon
- Free
- All You Do Is Take
- Easy
- Turn It Up
- Tempted
Everything Was Beautiful, and Nothing Hurt (2018)
- Mere Anarchy
- The Middle Is a Zone
- The Light in Their Eyes
- This Wild Darkness
- Like a Motherless Child
- The Stars Scream at Night
- Dark Days
- The Last Blue
- Alpha and Omega
- A Dark Cloud Is Coming
- The Wild Flame
- Forever
- The Armed Man
All Visible Objects (2020)
- Power is Taken
- Porcelain (Reprise)
- Walk This World
- Feeling
- All Visible Objects I
- Beyond the Edge
- All Visible Objects II
- Reprise
- Everything I Know About Love
- Darkness of Light
Reprise (2021)
- Porcelain (feat. Mindy Jones)
- Extreme Ways (feat. Michael Belfer)
- In This World (feat. The Royal Philharmonic Orchestra)
- Why Does My Heart Feel So Bad? (feat. The Royal Philharmonic Orchestra)
- Slipping Away (feat. Mindy Jones)
- We Are All Made of Stars (feat. The Royal Philharmonic Orchestra)
- Heroes (feat. Mindy Jones & The Royal Philharmonic Orchestra)
- China (feat. The Royal Philharmonic Orchestra)
- Go (feat. The Royal Philharmonic Orchestra)
- Natural Blues (feat. Gregory Porter & The Royal Philharmonic Orchestra)
- Resound NYC (feat. Mindy Jones)
Resound NYC (2023)
- Resound NYC
- I’m on Your Side
- Hold On
- Love of the Empty Vessel
- June
- Hyenas (feat. Mylène Farmer)
- Wildfire
- Disappear
- Spirit
- Run
- Under the Silent Moon
- I’m Not the One
Always Centered at Night (2024)
- We’re Going Wrong (feat. Brie O’Banion)
- Dark Days (feat. Lady Blackbird)
- Where Is Your Pride? (feat. Benjamin Zephaniah)
- Transit (feat. Gaidaa)
- Respite
- Sweet Moon (feat. Choklate)
- Precious Mind (feat. India Carney)
- Hope (feat. J.P. Bimeni)
- Out of the Blue (feat. serpentwithfeet)
- Always Centered at Night
Quellangaben
Die vorliegende Biografie basiert auf einer Synthese aus offiziellen Biografien, Albumveroffentlichungen und Interviews. Wichtige Quellen umfassen die englisch- und deutschsprachigen Wikipedia-Eintrage zu Moby, die offizielle Website moby.com, Biografien auf IMDb und Last.fm sowie Diskografie-Details aus Discogs und AllMusic. Fotoquellen: CaptainHisDudeness, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons; Bill Ebbesen, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons; joe goldberg, CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons.