Das war er also. Mein Probeauftrag. Der eine Auftrag, der darüber entscheiden sollte, ob ich mir im Pyro-Frachtmarkt einen Namen machen kann – oder ob ich wieder zurück nach Stanton krieche, mit eingezogenem Schwanz und leerem Frachtraum.
Im Nachhinein war es ein echt langes Unterfangen. Ein langes Video. Eine lange Reise. Und ehrlich gesagt: eine Sammlung so ziemlich aller Fehler, die man auf so einer Tour machen kann. Allen voran der Moment, in dem mich das Wurmloch schlicht abgewiesen hat, weil ich vergessen hatte, den Quantum-Antrieb einzuschalten. Ja. Genau das. ^^
Aber sei es drum. Der Auftrag ist geschafft. Die Ware ist angekommen. Ich bin im Geschäft.
Der Auftrag
Im Grunde war alles ganz simpel. Zumindest auf dem Papier. Ein klassischer Probe-Frachtauftrag: Von vier verschiedenen Monden im Stanton-System diverse Waren einsammeln und sie anschließend sicher ins Pyro-System bringen.
Stanton – dieses scheinbar so geordnete, kontrollierte System – ist trügerisch. Wer glaubt, hier sei alles Routine, hat noch nie versucht, mehrere Monde in kurzer Zeit anzufliegen, Ladung zu sichern und dabei Zeitfenster, Treibstoff und mögliche Störungen im Blick zu behalten.
Die Monde von Stanton
Meine Route führte mich quer durch das Stanton-System. Jeder Mond hatte seinen eigenen Charakter, seine eigene Atmosphäre – und seine eigenen Tücken.
Staubige Oberflächen, endlose Kraterlandschaften, künstliche Außenposten, die wie verlorene Inseln im Nichts wirkten. Jeder Landeanflug verlangte Konzentration. Jeder Start das gleiche Spiel: Triebwerke hochfahren, Systeme prüfen, hoffen, dass diesmal alles glatt läuft.
Mit jeder Station wuchs der Frachtraum – und mit ihm die Verantwortung. Fehler durfte ich mir jetzt keine mehr leisten. Denn der eigentliche Härtetest wartete noch.
Der Sprung ins Unbekannte – Das Wurmloch nach Pyro
Der Übergang von Stanton nach Pyro ist kein gewöhnlicher Sprung. Es ist ein Wurmloch. Eine Laune der Physik. Eine Grenze zwischen zwei völlig unterschiedlichen Welten.
Als ich vor dem Wurmloch stand, wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, dass es hier kein Zurück mehr gibt. Pyro verzeiht keine Unachtsamkeit. Pyro ist roh. Gesetzlos. Unberechenbar.
Und dann passierte es: Abweisung. Das Wurmloch spuckte mich förmlich wieder aus. Grund? Mein eigener Fehler. Quantum-Antrieb nicht aktiv. Ein klassischer Anfängerfehler – und trotzdem ein Moment, der mir das Herz kurz in die Hose rutschen ließ.
Beim zweiten Anlauf saß jeder Handgriff. Systeme aktiv. Kurs stabil. Dann zog mich das Wurmloch hinein.
Das Pyro System
Pyro fühlt sich anders an. Vom ersten Moment an. Das Licht ist härter. Die Umgebung feindseliger. Alles wirkt kaputter, improvisierter – aber gleichzeitig ehrlich.
Hier gibt es keine Komfortzone. Keine Sicherheitsnetze. Jeder, der hier unterwegs ist, hat seine eigenen Motive. Und nicht alle davon sind freundlich.
Der Anflug auf die Zielpunkte im Pyro-System war angespannt. Jeder Kontakt, jedes Signal hätte Ärger bedeuten können. Doch diesmal lief alles zu meinen Gunsten.
Der Beweis
Diese Reise habe ich komplett aufgezeichnet. Mit allen Fehlern, Umwegen und Momenten, in denen ich selbst nicht sicher war, ob das hier wirklich eine gute Idee ist.
Fazit
Am Ende war es ein einfacher Auftrag. Aber einfache Aufträge gibt es nur auf dem Papier. In der Realität war es ein Abenteuer. Mein Abenteuer.
Ich habe geliefert. Ich habe gelernt. Und vor allem habe ich mir gezeigt, dass ich bereit bin für Pyro.
Mein Name ist Xenos Yifu. Und das hier war erst der Anfang.