
Bruce Springsteen und die E Street Band haben soeben eine große Nordamerika-Tournee für das Frühjahr 2026 angekündigt. Unter dem Titel „Land of Hope and Dreams American Tour“ werden der legendäre Rockmusiker und seine Band 20 Konzerte quer durch die Vereinigten Staaten spielen – von der Eröffnung am 31. März in Minneapolis bis zum großen Abschlusskonzert am 27. Mai im Nationals Park in Washington, D.C.
Von Europa in die Heimat – eine Tournee mit Geschichte
Die „Land of Hope and Dreams“-Tour hat ihren Ursprung in Europa: Im Frühjahr und Sommer 2025 bereiste Springsteen mit der E Street Band den alten Kontinent und begeisterte dabei mehr als 700.000 Fans in Ländern wie England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Tschechien. Bereits damals war die Tour politisch aufgeladen – Springsteen sprach offen über seine Kritik an der zweiten Trump-Regierung und ließ Songs wie „Murder Incorporated“, „Youngstown“ sowie eine Coverversion von Bob Dylans „Chimes of Freedom“ in die Setlists einfließen. Beim Auftaktkonzert in Manchester machte er unmissverständlich klar, worum es ihm geht: die Macht der Musik im Einsatz für Demokratie und Freiheit.
Rock als politisches Statement
Die US-amerikanische Tournee trägt diesen Geist konsequent weiter. In seiner Ankündigung wählte Springsteen ungewöhnlich direkte Worte: Er beschrieb die gegenwärtige Zeit als dunkel und beunruhigend, rief seine Fans jedoch dazu auf, nicht zu verzweifeln. Die Konzerte sollen laut seiner eigenen Aussage eine Feier und gleichzeitig eine Verteidigung Amerikas sein – seiner Demokratie, seiner Freiheit, seiner Verfassung und des sogenannten amerikanischen Traums. Den amtierenden Präsidenten und dessen Regierung nannte er dabei offen als Bedrohung dieser Werte. Das Tourplakat trägt zudem den Schriftzug „No Kings“ – ein deutlicher Verweis auf eine wachsende gesellschaftliche Bewegung gegen autoritäre Tendenzen.
„Streets of Minneapolis“ – Protest als Vorzeichen
Besonders symbolisch ist der Tourauftakt in Minneapolis. Springsteen hatte Ende Januar 2026 den Protestsong „Streets of Minneapolis“ veröffentlicht, als Reaktion auf den Tod zweier Menschen, die bei einem Einsatz von Bundesbehörden ums Leben kamen. Er widmete das Stück den Einwohnern der Stadt und ihren Einwanderergemeinden. Die Wahl von Minneapolis als Startort der Tournee ist damit kein Zufall, sondern eine bewusste Geste der Solidarität.
Die E Street Band in voller Besetzung
Springsteen tritt, wie gewohnt, mit seiner langjährigen Begleitband an. Zur E Street Band gehören unter anderem Roy Bittan am Piano, Gitarrist Nils Lofgren, Springsteens Ehefrau Patti Scialfa, Bassist Garry Tallent, Gitarrist Stevie Van Zandt sowie Schlagzeuger Max Weinberg. Ergänzt wird das Ensemble durch Bläser, Choristen und Perkussionisten – ein Aufgebot, das für die bekannt langen und energiegeladenen Springsteen-Shows sorgt.
Tickets und Veranstaltungsorte
Die 20 Konzertabende finden überwiegend in großen Arenen statt, das Finale im Nationals Park in Washington, D.C. ist das einzige Outdoor-Konzert der Tour. Tickets sind ab dem 20. bzw. 21. Februar 2026 über Ticketmaster erhältlich, wobei keine Vorverkaufsphasen geplant sind.
Aktuelle Tourdaten – Land of Hope and Dreams American Tour 2026
- März – Minneapolis, MN – Target Center
- April – Portland, OR – Moda Center
- April – Inglewood, CA – Kia Forum
- April – Inglewood, CA – Kia Forum
- April – San Francisco, CA – Chase Center
- April – Phoenix, AZ – Mortgage Matchup Center
- April – Newark, NJ – Prudential Center
- April – Sunrise, FL – Amerant Bank Arena
- April – Austin, TX – Moody Center
- April – Chicago, IL – United Center
- Mai – Atlanta, GA – State Farm Arena
- Mai – Belmont Park, NY – UBS Arena
- Mai – Philadelphia, PA – Xfinity Mobile Arena
- Mai – New York, NY – Madison Square Garden
- Mai – Brooklyn, NY – Barclays Center
- Mai – New York, NY – Madison Square Garden
- Mai – Pittsburgh, PA – PPG Paints Arena
- Mai – Boston, MA – TD Garden
- Mai – Washington, D.C. – Nationals Park
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: brucespringsteen.net, Rolling Stone, Billboard, Variety, Consequence, JamBase, Boston Globe, CBS Philadelphia, CBS8
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