
Diesel, Dreck und eine Queen: Mit 750 Pferden von Rostock nach Amsterdam
Stell dir vor, die Sonne geht gerade erst über der Ostsee auf, der Regen peitscht gegen die Scheibe und du sitzt im Cockpit eines Biestes. Nicht irgendein LKW, sondern der Volvo FH16 750. 16 Liter Hubraum, 750 PS – das ist kein Transportmittel, das ist eine Ansage an den Asphalt.
Die Ladung: Eine Majestät auf Reisen
Hinter mir schaukelt sie: die „Queen V39“. Eine Luxusjacht, die normalerweise im Yachthafen von Rostock zu Hause ist. Aber heute nicht. Heute ist sie meine wertvolle Fracht für die nächsten 602 Kilometer. Ziel: Die LKWLog GmbH in Amsterdam. Ein stolzer Preis von 34.146 € steht auf dem Lieferschein. Da darf kein Kratzer dran kommen, sonst ist der Zahltag im Eimer.
Der Ritt durch den Norden
Von Rostock aus geht es erst einmal raus aus dem Marina-Viertel. Wer Rostock kennt, weiß: Die Blitzer lauern hier an jeder Ecke. Einmal nicht aufgepasst, und die ersten 1.400 € Strafe sind weg, noch bevor der Turbo richtig pfeift. Aber diesmal bin ich wachsam.
Die Strecke nach Amsterdam ist tückisch, besonders wenn der Himmel seine Schleusen öffnet. Der Regen macht den Asphalt schmierig, und bei einer so breiten Ladung wie der Queen V39 im Nacken musst du die Spiegel öfter im Blick haben als die Straße vor dir. Die A20 und später die A1 fordern volle Konzentration. Der Volvo schnurrt dabei wie eine riesige, bösartige Katze. Egal wie steil die Auffahrt ist, der FH16 zieht einfach durch.
Hindernisse und „Spezial-Agenten“ auf der Piste
Es könnte so friedlich sein: Die Mucke von Radio Xenolandia läuft im Hintergrund, der Kaffee dampft im Becher. Aber dann kommen sie – die „Hobby-Rennfahrer“ im PKW. Da ziehst du mit deinem 40-Tonner plus Überbreite raus, setzt den Blinker, und was machen die? Sie ziehen gnadenlos vorbei, als gäbe es kein Morgen. Da hilft nur ein tiefer Zug vom Kaffee und ein beherzter Fluch ins Mikrofon – das übrigens diesmal wieder einwandfrei funktioniert!
Besonders „lustig“ wird es, wenn das System meint, du hättest einen Unfall verursacht, obwohl weit und breit keine Seele zu sehen war. 400 € Abzug für ein Phantom-Scharmützel? Das gehört wohl zum Berufsrisiko eines virtuellen Truckers.
Ankunft in Amsterdam
Nach 39 Minuten epischer Fahrt und einer Menge Nerven, die auf der Autobahn liegen geblieben sind, tauchen die Lichter von Amsterdam auf. Das Rangieren bei der LKWLog GmbH ist dann noch mal das Sahnehäubchen auf der Tour. Die Queen sicher abgeladen, die Taschen voll mit Kies – so muss ein Arbeitstag enden.
Fazit der Tour: Der Volvo FH16 750 ist und bleibt der König der Landstraße. Mit der ETS 2 Beta 1.5 sieht das Ganze auch noch unverschämt gut aus. Wenn ihr mal miterleben wollt, wie man eine Jacht quer durch Norddeutschland und Holland prügelt, ohne die Beherrschung zu verlieren (naja, fast), dann schaut euch mein Video an.
Und vergesst nicht: Schaltet Radio Xenolandia ein, wenn ihr selbst auf Achse seid. Ohne die richtige Mucke ist der Asphalt nur halb so viel wert.
Wir sehen uns auf der Bahn!
