In seiner neuesten Sendung nahm Jimmy Kimmel die aktuelle Außenpolitik von Donald Trump gewohnt scharfzüngig unter die Lupe. Im Zentrum des Spotts stand dabei die Entscheidung des US-Präsidenten, einen drohenden Schlag gegen den Iran vorerst zu verschieben. Kimmel kommentierte diesen strategischen Rückzieher auf seine ganz eigene Art und Weise.
Ein besonderer „Feiertag“ für den Late-Night-Talker
Der Moderator bezeichnete die aktuelle Entwicklung spöttisch als den bedeutendsten „Taco Tuesday“, den man sich vorstellen könne. Kimmel zog hierbei eine Parallele zwischen Trumps politischem Zick-Zack-Kurs und einem wöchentlichen Fast-Food-Event. Er kritisierte dabei vor allem die Unbeständigkeit im Weißen Haus. Laut Kimmel folge das Vorgehen des Präsidenten einem immergleichen Schema: Erst werde mit drastischen Konsequenzen gedroht, um dann im letzten Moment eine Fristverlängerung zu gewähren.
Vergleiche mit der Tierwelt: Gedächtnis und Optik
Besonders bissig wurde es, als Kimmel auf die kognitiven Fähigkeiten und das Erscheinungsbild des Präsidenten zu sprechen kam. Er zog einen direkten Vergleich zu einem Goldfisch und behauptete, Trump teile mit diesem Tier nicht nur die Aufmerksamkeitsspanne, sondern auch die markante Färbung der Haut. Der Talkmaster warf dem Staatsoberhaupt vor, sich kaum längerfristig auf die komplexen Anforderungen eines militärischen Konflikts konzentrieren zu können.
Die „Zwei-Wochen-Taktik“ als Markenzeichen
Kimmel amüsierte sich darüber, dass Trump bei fast jedem kritischen Thema eine Bedenkzeit von genau vierzehn Tagen ankündige. Dies erinnere ihn an einen pflichtbewussten Angestellten, der ordnungsgemäß seine Kündigungsfrist einhalte. Der Moderator spottete, dass die Öffentlichkeit jedes Mal in Panik versetzt werde, nur damit der Präsident die Angelegenheit kurz darauf wieder aufschiebe oder schlichtweg vergesse.
Kritik an der rhetorischen Eskalation
Neben den persönlichen Angriffen thematisierte Kimmel auch die potenziellen Folgen der präsidialen Rhetorik. Er wies darauf hin, dass die Androhung, kritische Infrastrukturen im Iran zu zerstören, völkerrechtlich höchst problematisch sei. Mit einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Sarkasmus kommentierte er Trumps eigene Aussagen über „instabile Führungspersönlichkeiten“ und bezog diese direkt auf die aktuelle Situation im Oval Office.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Variety Australia, The Guardian, YouTube (Jimmy Kimmel Live), Foreign Ministry Spokesperson Mao Ning Regular Press Conference.
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