
US-Präsident Donald Trump hat mit einer scharfen Äußerung auf Truth Social für Aufsehen gesorgt. Er drohte dem Iran damit, dass eine gesamte Zivilisation in einer Nacht ausgelöscht werden könnte, falls das Land nicht auf seine Bedingungen für einen Waffenstillstand eingehe. Der Konflikt im Nahen Osten, der bereits Israel und die USA einbezog, stand dabei im Fokus, insbesondere im Zusammenhang mit strategischen Engpässen wie der Straße von Hormus. Später wurde ein bedingter Waffenstillstand für zwei Wochen vereinbart.
George Clooney wirft Trump Kriegsverbrechen vor
Der Hollywood-Star George Clooney hat diese Drohung scharf verurteilt. Bei einer Veranstaltung der Clooney Foundation for Justice in Cuneo, Italien, sprach er vor rund 3000 Schülern und betonte, dass die Absicht, eine ganze Zivilisation zu vernichten, nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelte. Er verwies dabei auf Definitionen aus der Genozid-Konvention und dem Römischen Statut. Clooney unterstrich, dass man durchaus konservative Positionen vertreten könne, doch es gebe eine Grenze der Anständigkeit, die nicht überschritten werden dürfe.
Das Weiße Haus reagiert mit persönlichen Angriffen
Das Weiße Haus ließ die Kritik nicht unbeantwortet. Kommunikationsdirektor Steven Cheung veröffentlichte eine Erklärung, in der er Clooney vorwarf, selbst „Kriegsverbrechen“ zu begehen – allerdings bezogen auf dessen Filme und schauspielerische Leistungen. Der Ton der Antwort wurde als kindisch und unangemessen wahrgenommen, da er statt einer sachlichen Debatte auf persönliche Herabsetzung setzte.
Clooney kontert mit Appell an Ernsthaftigkeit
Der Schauspieler reagierte prompt und wies die Äußerungen des Weißen Hauses als kindisches Beschimpfen zurück. Inmitten eines Konflikts, bei dem Familien Angehörige verlieren und die Weltwirtschaft unter Druck gerate, sei es an der Zeit für ernsthafte Diskussionen auf höchster Ebene. Clooney betonte die Dringlichkeit einer respektvollen Auseinandersetzung statt niveauloser Attacken.
Hintergrund der langjährigen Spannungen
Der Schlagabtausch passt zu einer Reihe früherer öffentlicher Konfrontationen zwischen Clooney und Trump. Der zweifache Oscar-Preisträger gilt seit Jahren als offener Kritiker des Präsidenten und nutzt seine Plattform regelmäßig für humanitäre und politische Stellungnahmen.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Deadline, The Hollywood Reporter, Variety, Rolling Stone, Der Spiegel, Tagesspiegel, Stern
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