
Jay Weinberg über seinen Rauswurf bei Slipknot: „Vielleicht wurde ich zum Sündenbock“
Der amerikanische Schlagzeuger Jay Weinberg gehört zu den Musikern, die schon in jungen Jahren mit einigen der bekanntesten Bands der Rock- und Metal-Szene gearbeitet haben. Besonders seine Zeit bei Slipknot brachte ihm internationale Aufmerksamkeit. Doch 2023 endete dieses Kapitel überraschend, als die Band ihre Zusammenarbeit mit ihm beendete. In Interviews blickt Weinberg inzwischen offen auf diese Entscheidung zurück – und deutet an, dass er möglicherweise für Probleme innerhalb der Gruppe verantwortlich gemacht wurde.
Jay Weinberg wurde 1990 in New Jersey geboren. Er ist der Sohn des bekannten Schlagzeugers Max Weinberg, der seit Jahrzehnten in Bruce Springsteens E Street Band spielt. Trotz dieser musikalischen Umgebung begann Jay erst als Teenager ernsthaft mit dem Schlagzeugspielen.
Der überraschende Abschied von Slipknot
Als Slipknot im November 2023 bekannt gab, dass sich die Band von ihrem Schlagzeuger trennt, reagierten viele Fans überrascht. Weinberg war fast ein Jahrzehnt Teil der Gruppe gewesen und hatte mehrere Studioalben sowie große Welttourneen mitgestaltet.
Rückblickend erklärte der Musiker, dass er selbst von der Entscheidung völlig unerwartet getroffen wurde. Er beschrieb den Moment als emotional schwierig und gab zu, zunächst nicht genau verstanden zu haben, warum es zu diesem Schritt kam.
In Gesprächen deutete er an, dass interne Spannungen innerhalb der Band möglicherweise eine Rolle gespielt haben könnten. Dabei äußerte er die Vermutung, dass er am Ende als Verantwortlicher für verschiedene Konflikte dargestellt worden sei.
Jay Weinberg trat 2014 bei Slipknot die Nachfolge von Joey Jordison an – einem der Gründungsmitglieder der Band. Diese Position galt als besonders anspruchsvoll, da Jordison zuvor als prägende Figur des charakteristischen Slipknot-Sounds angesehen wurde.
Ein Karriereweg mit vielen Stationen
Schon lange bevor Weinberg zu Slipknot stieß, hatte er in verschiedenen Musikprojekten Erfahrungen gesammelt. Besonders in der Hardcore- und Punk-Szene war er früh aktiv und spielte zeitweise bei mehreren bekannten Bands.
Zu den Gruppen, mit denen er zusammenarbeitete, gehörte unter anderem die New-York-Hardcore-Formation Madball. Dort sammelte er erste Studio- und Tourerfahrungen und lernte die intensive Live-Kultur der Szene kennen.
Auch bei der Punkband Against Me! übernahm er für eine Zeit den Schlagzeugposten. Diese Phase seiner Karriere war vergleichsweise kurz, hinterließ jedoch ebenfalls Spuren in seinem musikalischen Werdegang.
• Tourneen mit Bruce Springsteens E Street Band als junger Schlagzeuger
• Mitglied der Hardcore-Band Madball
• Engagement bei Against Me!
• Einstieg bei Slipknot im Jahr 2014
• Spätere Projekte u. a. mit Suicidal Tendencies
Frühe Erfahrungen mit der E Street Band
Eine besondere Episode in Weinbergs Laufbahn fand bereits 2009 statt. Damals sprang er kurzfristig als Schlagzeuger für die berühmte E Street Band ein, die normalerweise von seinem Vater Max Weinberg begleitet wird. Während einer Tour übernahm der junge Musiker einige Konzerte und sammelte dadurch wertvolle Bühnenerfahrung auf internationalem Niveau.
Für Weinberg selbst war diese Zeit prägend. Sie zeigte ihm, wie professionell große Rockproduktionen organisiert sind und wie wichtig Disziplin und Präzision für Live-Shows sein können.
Der Blick nach vorn
Nach seinem Abschied von Slipknot arbeitete Weinberg zeitweise mit der Crossover-Band Suicidal Tendencies zusammen. Später kündigte er an, sich verstärkt eigenen Projekten zu widmen und mehr Zeit für kreative Arbeiten im Studio einzuplanen.
Heute blickt Jay Weinberg zwar kritisch auf einige Kapitel seiner Karriere zurück, betont aber gleichzeitig, dass jede Erfahrung ihn musikalisch weitergebracht habe. Trotz Rückschlägen sieht er seine Laufbahn keineswegs als beendet.
Im Gegenteil: Der Schlagzeuger arbeitet weiterhin an neuen musikalischen Ideen und Kooperationen. Für viele Beobachter bleibt er einer der technisch versiertesten Drummer seiner Generation.
Seine Aussage, möglicherweise zum „Sündenbock“ geworden zu sein, zeigt vor allem eines: Hinter den Kulissen erfolgreicher Bands verlaufen Entscheidungen oft komplexer, als sie nach außen wirken. Für Jay Weinberg bedeutet das Ende bei Slipknot daher nicht das Ende seiner Karriere – sondern lediglich den Beginn eines neuen Abschnitts.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone, ThePRP, People, Loudwire, Wikipedia
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