Peter Hutchins from DC, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons
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Kanye West performing atop a mountain at the Verizon Center on November 21, 2013 in Washington, D.C. on The Yeezus Tour.

Neue Zivilklage gegen Kanye West wegen tätlichen Angriffs

In einer frischen Zivilklage wird dem US-Rapper Kanye West, der sich inzwischen Ye nennt, vorgeworfen, einen Mann ohne jeden Anlass körperlich angegriffen zu haben. Der Kläger, der aus Sicherheitsgründen anonym als John Doe auftritt, wirft dem Musiker vor, ihn unvermittelt niedergeschlagen zu haben. Die Klage wurde kürzlich beim Obersten Gericht von Los Angeles County eingereicht und umfasst Anschuldigungen der Körperverletzung sowie der vorsätzlichen Zufügung seelischer Qualen.

Der Vorfall am Chateau Marmont im April 2024

Der angebliche Zwischenfall ereignete sich am 16. April 2024 gegen 23 Uhr im Außenbereich des bekannten Hotels Chateau Marmont in West Hollywood. Der Kläger saß dort mit seinem Bruder an einem Tisch, als West sich dem Paar näherte. Ohne Vorwarnung oder erkennbare Provokation soll der Rapper zugeschlagen haben. Der Schlag traf den Mann ins Gesicht, warf ihn zu Boden, wo er mit dem Kopf aufschlug und das Bewusstsein verlor. Anschließend soll West mehrmals weiter auf den Bewusstlosen eingeschlagen haben, bevor er sich zu seinem Sicherheitsteam zurückzog und den Verletzten auf dem Betonboden liegen ließ.

Schwere Folgen für den Kläger

Durch den Angriff erlitt der Betroffene laut Klageschrift ernsthafte Verletzungen, die medizinische Behandlung erforderten. Neben den körperlichen Schäden beklagt er auch erhebliche seelische Belastungen und berufliche Nachteile. Der Kläger betont, dass weder er noch sein Bruder irgendein Fehlverhalten an den Tag gelegt hätten, das den Übergriff hätte rechtfertigen können. Es handele sich ausdrücklich nicht um eine Verwechslung der Personen.

Falsche Anschuldigungen und öffentliche Bloßstellung

Nach dem Vorfall soll West den Kläger fälschlicherweise beschuldigt haben, sich einer Frau aus seiner Begleitung gegenüber unangemessen verhalten zu haben. Diese Vorwürfe wiederholte er später in einem viel beachteten Podcast und verstärkte sie dort noch. Der Kläger weist diese Darstellung entschieden zurück und verweist auf Videoaufnahmen vom Tatort, die sein Verhalten als einwandfrei belegen. Die Verbreitung solcher unwahrer Behauptungen wird in der Klage als besonders verwerflich eingestuft, da sie zu öffentlicher Verachtung und Rufschädigung geführt habe.

Forderungen und Verfahrensstand

Der anonyme Kläger verlangt sowohl Ausgleichs- als auch Strafschadensersatz. Sein Anwalt Robert Shapiro hat erklärt, dass eine vertrauliche Einigung über eine Mediation angestrebt werde. Eine Stellungnahme von Wests Seite oder seinem Sprecher Milo Yiannopoulos liegt bislang nicht vor. Der Fall reiht sich in eine Reihe weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen ein, mit denen der Musiker in den letzten Jahren konfrontiert war.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, People.com, TMZ, New York Post, Los Angeles Times

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