
Hitzige Worte an Billy Corgan
Der langjährige politische Aktivismus von Roger Waters, dem einstigen Kopf von Pink Floyd, sorgt erneut für Schlagzeilen. Auslöser ist ein öffentliches Schreiben, das Waters vor kurzem verfasste, nachdem er auf Äußerungen von David Draiman aufmerksam wurde. Draiman, der als Frontmann der Band Disturbed bekannt ist, hatte sich zuvor in einem Podcast von Billy Corgan (The Smashing Pumpkins) kritisch über Waters und dessen Haltung zum Nahostkonflikt geäußert. In seinem gewohnt impulsiven Stil adressierte Waters seinen Brief direkt an Corgan und sparte dabei nicht mit drastischen Formulierungen gegenüber seinem Musikkollegen.
Fronten zwischen den Musikern verhärtet
In seinem Schreiben stellt Waters klar, dass er Draiman zuvor kaum wahrgenommen habe, dessen Ansichten jedoch entschieden ablehne. Während Draiman die israelische Seite unterstützt und Waters wiederholt Antisemitismus vorwirft, kontert der Pink-Floyd-Mitbegründer mit massiven Vorwürfen bezüglich der Menschenrechtssituation im Gazastreifen. Er bezeichnete Draiman in seinem Brief in scharfer Form als jemanden, der Hass schüre und eine einseitige Sichtweise vertrete. Waters betonte zudem, dass er kein Interesse an einem direkten Dialog mit dem Disturbed-Sänger habe, da er seine Zeit für wichtigere Belange der globalen Gerechtigkeit nutzen wolle.
Ein jahrelanger Schlagabtausch
Die Feindseligkeiten zwischen den beiden Rockstars sind nicht neu. Bereits in der Vergangenheit gerieten sie aneinander, insbesondere wenn es um die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) ging, die Waters aktiv unterstützt. Draiman, der stolz auf seine jüdische Herkunft ist, sieht in Waters‘ Boykottaufrufen eine ungerechtfertigte Dämonisierung eines ganzen Volkes. Waters hingegen sieht sich selbst als Verteidiger der universellen Menschenrechte und weist jegliche Antisemitismus-Vorwürfe als Ablenkungsmanöver von der politischen Realität zurück.
Aktuelle Tourdaten und Termine
Trotz der anhaltenden Kontroversen bleibt die Nachfrage nach Live-Auftritten der beteiligten Künstler bestehen. Nach aktuellem Stand ergeben sich folgende Termine:
Roger Waters: Nach seiner umfangreichen „This Is Not A Drill“-Tournee und den Konzerten zu „The Dark Side of the Moon Redux“ im Jahr 2024 sind für das Jahr 2026 aktuell keine neuen Deutschland-Termine offiziell bestätigt. Fans sollten lokale Ankündigungen für eventuelle Einzelauftritte oder Festival-Engagements im Auge behalten.
Disturbed (David Draiman): Die Band Disturbed ist regelmäßig auf internationalen Rock-Festivals präsent. Für den Sommer 2026 werden Auftritte bei großen europäischen Events erwartet, offizielle Bestätigungen der genauen Daten stehen jedoch oft kurzfristig bevor.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Times of Israel, The Tower, iHeart Radio, YouTube (Roger Waters Official), Ticketmaster
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