Simon Q, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons
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Hulk Hogan in TNA, January 2013

In einer neuen Netflix-Dokumentation enthüllt der Wrestling-Ikone Hulk Hogan erstmals detailliert seine schweren Abhängigkeitsprobleme. Die vierteilige Reihe „Hulk Hogan: Real American“ zeigt den Mann hinter der legendären Figur und enthält sein letztes großes Interview, das Monate vor seinem Tod aufgezeichnet wurde.

Der Tod des Real American

Am 24. Juli 2025 verstarb Terry Bollea, besser bekannt als Hulk Hogan, im Alter von 71 Jahren in Clearwater, Florida, an den Folgen eines Herzstillstands. Der Wrestling-Star, der maßgeblich zum globalen Erfolg der WWE beitrug, hinterließ ein Vermächtnis voller Höhen und Tiefen. Die Dokumentation, die kurz nach seinem Ableben auf Netflix erschien, beleuchtet nicht nur seine Karriere, sondern auch die dunklen Kapitel seines privaten Lebens.

Rückkehr zu TNA und der Beginn einer Krise

Nach seiner Scheidung von Linda Hogan im Jahr 2009 stand der Wrestler finanziell und emotional am Tiefpunkt. Um wieder auf die Beine zu kommen, kehrte er mit fast 56 Jahren zum Wrestling zurück und schloss sich der Promotion Total Nonstop Action (TNA) an. Der Vertrag brachte zwar dringend benötigtes Geld, forderte jedoch einen hohen körperlichen Tribut. Jahrelange Belastungen im Ring hatten seinen Körper stark gezeichnet, sodass starke Schmerzen den Alltag bestimmten.

Exzessiver Fentanyl-Konsum als Schmerzbewältigung

In seinem letzten Interview schildert Hogan offen, wie er in dieser Phase zu extrem hohen Dosen des starken Opioids Fentanyl griff. Er beschrieb die Einnahme von 80-Milligramm-Tabletten, die er morgens unter das Zahnfleisch schob, zusätzlich zwei 300-Milligramm-Pflaster an den Beinen und mehrere hochdosierte Lutschtabletten. Medizinisches Personal soll ihm später mitgeteilt haben, dass sie noch nie einen Menschen mit einer vergleichbaren Menge konfrontiert hatten und dass diese Dosierung lebensgefährlich sei. Hogan selbst gab an, sein Körper habe irgendwann einfach nicht mehr mitgespielt.

Die Schmerzen nach der Rückkehr in den Ring und die emotionale Belastung durch die Trennung trieben ihn in diese Abhängigkeit. Mitarbeiter und Wegbegleiter aus der TNA-Zeit bestätigen in der Doku die schwierige Phase, in der der einst unbesiegbare Hulkster mit massiven Problemen kämpfte.

Die Dokumentation als letztes Zeugnis

„Hulk Hogan: Real American“ nutzt Archivmaterial, Gespräche mit Familienmitgliedern, Kollegen und Freunden sowie das finale Interview, um ein umfassendes Bild zu zeichnen. Die Serie thematisiert nicht nur den Aufstieg zur Ikone der 1980er-Jahre, sondern auch die menschlichen Schwächen und den Preis des Erfolgs. Regisseur Bryan Storkel gelingt es, die Grenze zwischen der öffentlichen Persona und dem realen Terry Bollea auszuloten.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Netflix, Rolling Stone, Entertainment Weekly, New York Post, TMZ, NPR, CNN

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