Narasi, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
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D4vd interviewed for POVJOV

Am 1. Mai meldete sich Jesus Rivas, der Vater der getöteten 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez, über den Familienanwalt Patrick Steinfeld mit einem öffentlichen Statement zu Wort. Anlass war eine Welle von Fehlinformationen, die sich in sozialen Netzwerken rasant verbreitet hatte.

Gerüchte aus der Heimatstadt der Familie

Im Internet kursierten Spekulationen – darunter auf Reddit und Facebook – die ihren Ursprung in Lake Elsinore, Kalifornien hatten, dem Wohnort der Familie. Dort wurde behauptet, der mutmaßliche Mörder und Musikstar D4vd habe der Familie Rivas Geld zukommen lassen. Eine Journalistin des Los Angeles Magazine verfolgte die Gerüchte bis zu ihrem Ursprung in Beiträgen aus Celestes Heimatgemeinde zurück und betonte, die Familie trage keinerlei Schuld an den Vorgängen.

Das klare Dementi des Vaters

Jesus Rivas wies die Unterstellungen in seinem Statement unmissverständlich zurück: Er habe zu keinem Zeitpunkt Kontakt zu diesem Mann gehabt und weder von ihm noch aus dessen familiärem Umfeld Geld erhalten. Das Statement wurde von Familienanwalt Patrick Steinfeld an die Medien weitergegeben. Steinfeld ergänzte, die Eltern sowie Celestes Geschwister seien durch die in dieser Woche öffentlich gewordenen Details in tiefer Erschütterung. Der Anwalt beschrieb es als seine herzzerreißende Aufgabe, der Familie die entsetzlichen Vorwürfe mitzuteilen, die im Rahmen des Gerichtsverfahrens offengelegt wurden. Es gebe keine Worte für den unbeschreiblichen Schmerz, den die Familie durchlebe – und doch müssten sie weiterhin ihren Alltag bestreiten, Rechnungen bezahlen und ihrer Arbeit nachgehen.

Die Anklage gegen D4vd – was die Staatsanwaltschaft behauptet

D4vd, bürgerlicher Name David Anthony Burke, ist mit schwerem Vorwürfen konfrontiert: Anklage wegen Mordes ersten Grades, fortgesetzten sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 14 Jahren sowie der Schändung menschlicher Überreste. Er hat auf nicht schuldig plädiert.

Laut Staatsanwaltschaft soll Burke Celeste am 23. April 2025 in seinem gemieteten Haus in den Hollywood Hills erstochen haben, um eine sexuelle Beziehung zu verbergen, die er mit ihr aufgebaut hatte, als sie 13 und er bereits volljährig war. Die Anklage geht davon aus, dass Burke wusste, er müsse die Jugendliche zum Schweigen bringen, bevor sie seine Musikkarriere ruiniere, nachdem sie ihm genau das angedroht hatte.

Wie Burke die Tat verschleiert haben soll

Die Anklageschrift umfasst neun Seiten und stützt sich unter anderem auf Überwachungsvideos, die zeigen sollen, wie Burke am 29. Juli 2025 mit seinem Tesla in der Nähe seines Miethauses parkte und anschließend zu einer Konzerttournee aufbrach. Das Fahrzeug wurde später abgeschleppt und sichergestellt – im vorderen Kofferraum fanden Ermittler am 8. September 2025 Celestes stark verweste, zerstückelte sterbliche Überreste.

Ein aus dem Internet wiederaufgetauchtes Video eines Livestreams vom 4. Juli 2025 zeigt Burke in Gesellschaft von Freunden. In dem Clip unterbricht er das Gespräch unvermittelt und entschuldigt sich für einen Geruch in seiner Wohnung, den er auf eine körperliche Ursache schiebt. Das Video erlangte im Zuge des Verfahrens neue, beunruhigende Bedeutung.

Der Weg zu Celeste – Manipulation über Monate

Burke soll Celeste kennengelernt haben, als sie erst elf Jahre alt war. Als die Familie sie später als vermisst meldete, stießen Behörden auf seine Nummer in ihren Telefonaufzeichnungen und informierten ihn über ihr Alter. Trotzdem soll er die Kontaktaufnahme weiterverfolgt haben – angeblich bezahlte er eine Mitschülerin mit tausend Dollar dafür, Celeste ein geheimes Mobiltelefon zuzustecken, damit die beiden unbemerkt in Verbindung bleiben konnten.

Nächste Schritte im Verfahren

Burke hat auf nicht schuldig plädiert. Ein Voranhörungstermin ist für den 26. Mai angesetzt. Die Staatsanwaltschaft hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob sie die Todesstrafe beantragen wird.


Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, Rolling Stone DE, TMZ, NewsNation, The Blast, AceShowbiz, The Shade Room, Fox Bangor

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