Schwabenmodel, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons
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Ski Aggu beim Southside Festival 2024

Gerade einmal vier Monate nach seiner großspurig angekündigten Auszeit ist Ski Aggu wieder da. Ende 2025 hatte der Berliner Rapper August Jean Diederich erklärt, das Mikrofon vorerst gegen Abenteuer und Work-and-Travel in Australien einzutauschen. Was folgte, war ein medialer Auftritt im Sat.1-Frühstücksfernsehen mit komplett neuem Look: lange Haare, Hippie-Ästhetik, dreiäugige Alienbrille und Berichte über eine spirituelle Reise zu sich selbst. Fans spekulierten bereits, ob das ein PR-Stunt für ein kommendes Musikprojekt sein könnte — und lagen damit nicht falsch.

„Geld“: Das Comeback mit Wumps

Am 16. April 2026 erschien die Single „Geld“ und machte klar: Die Auszeit ist vorbei. Musikalisch geht Ski Aggu dabei einen spürbaren Schritt in neue Territorien. Der Track orientiert sich am Londoner Dubstep-Sound der mittleren 2000er-Jahre, setzt auf kantige Drops und ein roh klingendes Sounddesign — deutlich elektronischer und gröber als seine früheren Party-Rap-Nummern. Optisch kehrte er mit dem Release zu seiner bekannten Markenidentität zurück: Skibrille auf, Vokuhila wieder dran. Das Musikvideo, in dem er zunächst ein Mundharmonika-Solo zum Besten gibt, drehten Jannik Dietz und Max Heeb. Die Reaktionen waren überwiegend positiv, und der Track platzierte sich prompt in den deutschen Charts.

Ein neues Album kündigt sich an

Direkt im Anschluss an die Single ließ Ski Aggu die nächste Bombe platzen: Das neue Album trägt den schlichten Titel „Ski Aggu Musik“ und ist für den 28. August 2026 angekündigt. Bereits jetzt kann es vorbestellt werden, unter anderem als transparente Vinyl-Edition. In einer Instagram-Caption schrieb er, alle Texte stammen von ihm selbst — und das Beste komme noch. Das Album soll 14 Titel umfassen. Ob die übrigen Songs den Dubstep-Kurs von „Geld“ weiterverfolgen oder das Spektrum breiter aufstellen, bleibt vorerst offen. Gut möglich, dass er auf seinen Sommerfestival-Aufritten bereits neue Tracks vorab zum Besten geben wird.

12 Festivals in einem Sommer — quer durch Europa

Die Festivalwelt hatte offenbar nie aufgehört, auf ihn zu zählen: Ski Aggu ist für insgesamt zwölf Auftritte im Sommer 2026 gebucht und deckt dabei ein breites geografisches Feld ab. Los geht es am 15. Mai beim Fields & Beats, den Abschluss bildet das Glücksgefühle Festival am Hockenheimring Anfang September. Dazwischen liegen Auftritte beim Sputnik Spring Break (22.–25. Mai), dem Campus Festival Konstanz, dem Pinkpop Festival in den Niederlanden, dem Ikarus Festival, dem Open Air Lumnezia und dem Lakelive Festival. Auf dem internationalen Parkett steht ein Auftritt beim Sziget Festival in Budapest (11.–15. August) auf dem Programm, ebenso beim Frequency Festival in Sankt Pölten, Österreich (20.–22. August). Bei kleineren Veranstaltungen wie dem Modular Festival tritt er sogar als Headliner auf den großen Bühnen an.

Festivalauftritte 2026 — Übersicht (Auswahl)

Fields & Beats — 15. Mai 2026 Sputnik Spring Break — 22.–25. Mai 2026 Modular Festival — Termin im Frühsommer Pinkpop Festival — Niederlande Ikarus Festival — Termin Sommer Open Air Lumnezia — Schweiz Lakelive Festival — Termin Sommer Sziget Festival, Budapest — 11.–15. August 2026 Frequency Festival, Sankt Pölten — 20.–22. August 2026 Glücksgefühle Festival, Hockenheim — 3.–6. September 2026

Ein Künstler, der sich neu erfindet — und dabei er selbst bleibt

Ski Aggu, bürgerlich August Jean Diederich, wurde 1997 in Berlin-Wilmersdorf geboren und begann seine Karriere 2018 mit ersten Veröffentlichungen auf SoundCloud. Der Durchbruch gelang 2022 mit dem Song „Party Sahne“, seitdem gehört er fest zur deutschen Party-Rap-Landschaft. Charakteristisch waren stets die Skibrille, die Vokuhila-Frisur und Texte rund um Feiern, Berliner Nächte und eine augenzwinkernde Selbstironie. Trotz seiner Pause blieb er mit über 4,5 Millionen monatlichen Hörern auf Spotify präsent — die Fangemeinde wartete also.

Mit „Geld“ und dem kommenden Album „Ski Aggu Musik“ deutet sich nun eine reifere, facettenreichere Phase an. Erwachsener nicht im Sinne von ruhiger, sondern im Sinne von mutiger: mehr Risiko im Sound, mehr Eigenverantwortung in den Texten, mehr Europa auf dem Festivalplan.


Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Musikexpress, BANDUP, laut.de, mix1.de, LifeOnStage, Festivals United, Festivaly.eu, Apple Music

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