Georges Biard, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
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Mick Jagger at the Deauville Film Festival

Die Rolling Stones zählen zu den wenigen Bands der Rockgeschichte, bei denen jede Andeutung einer möglichen Tour sofort weltweite Aufmerksamkeit erzeugt. Nun hat Frontmann Mick Jagger in einem Gespräch mit BBC Radio 2 unmissverständlich klargemacht, dass er es kaum erwarten kann, wieder mit der Band auf der Bühne zu stehen. Eine Tour sei geplant – wenn auch nicht für 2026, so doch so bald wie möglich. Für Millionen von Fans weltweit ist das mehr als genug, um die Vorfreude anzuheizen.

Das BBC-Interview und sein Kernaussage

Im Rahmen des BBC-Radio-2-Formats Tracks of My Years, bei dem Jagger gemeinsam mit Gitarrist Ronnie Wood auf jene zehn Songs zurückblickte, die ihre Leben besonders geprägt haben, wurde Jagger auch auf die Zukunft der Band angesprochen. Auf die Frage, ob die Rolling Stones jemals wieder touren würden, fiel seine Antwort klar und enthusiastisch aus: Er könne es nicht abwarten, wieder mit der Band auf Tour zu gehen. Er hoffe, dass es so bald wie möglich geschehen werde. Für 2026 gibt es noch keine terminierten Konzertdaten, doch die Botschaft war unmissverständlich: Die Stones denken nicht ans Aufhören.

Warum 2026 ausfiel – und Keith Richards im Mittelpunkt steht

Dass es 2026 keine Tournee geben wird, hat eine konkrete Vorgeschichte. Ende 2025 wurde bekannt, dass die ursprünglich für Sommer 2026 geplante Stadiontournee durch Großbritannien und Europa gestrichen worden war. Gitarrenlegende Keith Richards hatte signalisiert, er könne sich für eine körperlich so anspruchsvolle Unternehmung über mehrere Monate hinweg nicht verbindlich verpflichten. Bereits zuvor war eine für 2025 angedachte Europa-Tournee nicht zustande gekommen, was Fans und Konzertpromotoren gleichermaßen enttäuschte.

Richards selbst hatte sich bei einem Medientermin in New York Anfang Mai 2026 jedoch ebenfalls zukunftsorientiert geäußert: Ob es eine Welttournee geben werde, könne man nächstes Jahr besprechen. Man habe gerade die Albumaufnahmen abgeschlossen und denke nun über die nächsten Schritte nach. Alles sei möglich, nur 2026 werde es nichts. Das deutet darauf hin, dass das Jahr 2027 für Tourpläne der Band konkret ins Auge gefasst wird.

Neues Album Foreign Tongues als Ausgangspunkt

Den Rahmen für die aktuelle Aufmerksamkeit rund um die Rolling Stones bildet ihr kommendes Studioalbum Foreign Tongues, das am 10. Juli 2026 über Polydor und Universal Music erscheinen soll. Es ist das 25. Studioalbum der Band und der Nachfolger des Grammy-prämierten Hackney Diamonds aus dem Jahr 2023. Die Aufnahmen entstanden in weniger als einem Monat in den Metropolis Studios in West-London, erneut unter der Produktion von Andrew Watt, der bereits Hackney Diamonds verantwortet hatte.

Das Album enthält 14 Titel und wartet mit einer außergewöhnlichen Riege an Gastmusikern auf. Paul McCartney, der auch schon auf Hackney Diamonds zu hören war, ist ebenso vertreten wie Robert Smith von The Cure, Steve Winwood sowie Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers. Besonders berührend: Auch der 2021 verstorbene langjährige Stones-Schlagzeuger Charlie Watts ist auf dem Album mit einer seiner letzten Aufnahmen zu hören. Die ersten beiden Singles In the Stars und Rough and Twisted wurden am 5. Mai 2026 veröffentlicht, dem Tag der offiziellen Albumankündigung. Letztere war bereits einige Wochen zuvor unter dem Bandpseudonym The Cockroaches als Teaser erschienen.

Wie Mick Jagger Robert Smith für das Album gewann

Jagger schilderte auf dem Albumlaunch-Event in Brooklyn, wie die Zusammenarbeit mit Robert Smith spontan zustande kam. Er traf Smith bei einer Veranstaltung, erkannte ihn an seinem unverwechselbaren Make-up und forderte ihn auf der Stelle auf, einfach mitzumachen. Smith sagte zu. Das sei die Art, wie Kollaborationen manchmal entstünden – ein Zufall, eine Begegnung, ein Moment.

Eine Band ohne Verfallsdatum

Die Rolling Stones existieren seit über sechs Jahrzehnten und haben in dieser Zeit eine der unwahrscheinlichsten Karrieren der Popkulturgeschichte hingelegt. Gegründet 1962 in London, prägten Mick Jagger, Keith Richards, Ronnie Wood und der 2021 verstorbene Charlie Watts die Entwicklung des Rock wie kaum eine andere Band. Mit Alben wie Let It Bleed, Exile on Main St. und Tattoo You schrieben sie Musikgeschichte. Berichte über ihre angebliche Hinfälligkeit begleiten sie seit Jahrzehnten – und werden regelmäßig durch energetische Bühnenshows widerlegt.

Dass Jagger, der im Juli 2026 seinen 83. Geburtstag feiert, nach wie vor mit Nachdruck betont, auf die Bühne zu wollen, ist dabei keineswegs eine bloße PR-Aussage. Bereits auf der Hackney-Diamonds-Nordamerikatournee 2024, die mit rund 20 Stadionshows zu den meistbesuchten Konzertreisen des Jahres gehörte und auf Platz sechs der weltweit erfolgreichsten Tourneen landete, stellte die Band unter Beweis, dass sie nichts von ihrer Bühnenpräsenz eingebüßt hat. Zudem wurde bekannt, dass die Band bereits mehr als zehn Songs für ein weiteres Album nach Foreign Tongues in der Schublade hat.


Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de (Xenopolias.de)

Quellen: NME, Rolling Stone, Rolling Stone Deutschland, Far Out Magazine, Bonedo, Variety, Billboard, Wikipedia, Clutchpoints, Parade

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