Die Grammy-prämierte Rapperin und Sängerin Doja Cat hat auf der Plattform X für Aufsehen gesorgt – mit einer Forderung, die man so wohl selten liest. In einem Post wandte sie sich direkt an X-Eigentümer Elon Musk und bat ihn, die Audio-Post-Funktion der Plattform wiederherzustellen. Was als Bitte begann, entwickelte sich jedoch schnell zu einer unverblümten Breitseite gegen den Tech-Milliardär. Die Sängerin bezog sich dabei auf die sogenannte Audio-Post-Funktion, also die Möglichkeit, Sprachnachrichten öffentlich auf dem eigenen Kanal zu posten – ein Feature, das Anfang 2025 offenbar still und leise eingestellt wurde.
Eine Anfrage der besonderen Art
Doja Cat richtete sich an Musk mit der Aufforderung, die Audio-Post-Funktion wieder in die App zu bringen – und verknüpfte diesen Wunsch mit einer Reihe von Beleidigungen, die es in sich hatten. Sie bezeichnete den reichsten Menschen der Welt unter anderem als „fassförmigen Ewok“ – eine Anspielung auf die kleinen, pelzigen Wesen aus dem Star-Wars-Universum – und bescheinigte ihm, so auszusehen, als würde er Sand essen. Da sie Musk im ersten Post nicht direkt markiert hatte, ließ sie nicht lange auf sich warten und legte nach: In einem zweiten Beitrag taggte sie ihn direkt und verstärkte ihre körperbezogenen Beschreibungen noch einmal deutlich. Sie verglich sein Gesicht mit einer aus dem Gedächtnis gezeichneten Skizze und sein Erscheinungsbild beim Schwimmen auf dem Rücken mit einer Qualle. Den Abschluss bildete eine halbherzige Entschuldigung mit dem Zusatz, es sei eigentlich nicht böse gemeint gewesen.
Was steckt hinter der Forderung?
Die Audio-Post-Funktion wurde ursprünglich im Juni 2020 eingeführt, als die Plattform noch unter dem Namen Twitter firmierte, und erlaubte es Nutzern, Sprachnachrichten öffentlich zu teilen, anstatt zu schreiben. Sprachnachrichten über private Direktnachrichten sind nach wie vor möglich, die öffentliche Audio-Post-Funktion steht jedoch nicht mehr zur Verfügung. Eine offizielle Reaktion von Musk oder der Plattform selbst blieb zunächst aus, und es ist unklar, ob das Feature zurückkehren wird.
Kein erstes Aufeinandertreffen
Dies ist nicht das erste Mal, dass Doja Cat und Elon Musk auf der Plattform aneinandergeraten. Im Jahr 2024 hatte Musk ein rassistisches Meme über Diversität im Film geteilt, woraufhin die Sängerin mit unmissverständlichen Worten reagierte. Musk bewegt sich ohnehin in turbulenten Gewässern: Neben dem Austausch mit Doja Cat liefert er sich regelmäßig öffentliche Auseinandersetzungen mit anderen prominenten Stimmen, darunter Autoren und Schauspieler, die ihm auf der Plattform die Stirn bieten.
Musk reagiert – aber nicht auf Doja Cat
Musk äußerte sich zwar auf X zu dem Vorfall, antwortete der Sängerin jedoch nicht direkt. Stattdessen kommentierte er lapidar, sie gehöre nicht zu den hellsten Köpfen. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihrer Forderung nach Wiederherstellung der Audio-Funktion blieb er schuldig.
Milliardär mit Gegenwind
Musk übernahm die Plattform, die damals noch Twitter hieß, im Oktober 2022 und entließ kurz darauf das gesamte Führungsteam. Im ersten Jahr seiner Eigentümerschaft sank die Zahl der monatlich aktiven Nutzer um rund 15 Prozent, während die Werbeeinnahmen um mehr als die Hälfte einbrachen. Anfang Mai 2026 musste Musk zudem eine Zivilstrafe in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar begleichen, um einen SEC-Rechtsstreit beizulegen – der Vorwurf: Er hatte seinen wachsenden Twitter-Aktienanteil vor der Übernahme nicht rechtzeitig offengelegt.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de (Xenopolias.de)
Quellen: Variety, Rolling Stone, The Statesman, NME, Uniladtech, Yahoo Entertainment