
Vorstellung des digitalen Ozzy-Avatars Sharon Osbourne hat sich erneut öffentlich gegen den Vorwurf gewehrt, die geplante KI-Version ihres verstorbenen Ehemanns Ozzy Osbourne sei ein reiner Versuch, Profit aus seinem Vermächtnis zu schlagen. Gemeinsam mit ihrem Sohn Jack präsentierte sie im Mai auf der Licensing Expo in Las Vegas eine Kooperation mit dem Unternehmen Hyperreal, das einen digitalen Ozzy erschaffen soll, der später in sogenannten Proto-Luma-Einheiten in den USA und Großbritannien erscheinen wird. Der Avatar soll Fragen beantworten können und in einer detailgetreuen Darstellung auftreten.
Reaktionen der Fans und erste Kritik Die Ankündigung löste in Teilen der Fangemeinde Unmut aus. Einige sahen darin eine respektlose Vermarktung des Musikers kurz nach seinem Tod, andere sprachen von einer künstlichen Weiterführung seines Lebenswerks. Auch der Vorwurf eines reinen Geldprojekts wurde laut – also der Versuch, mit moderner Technik möglichst viel aus seinem Namen herauszuholen.
Sharon Osbournes deutliche Antwort Sharon Osbourne reagierte auf diese Anschuldigungen mit klaren Worten. Sie betonte, dass sie keinerlei finanzielles Interesse an dem Projekt habe und solche Unterstellungen schlicht falsch seien. Vielmehr gehe es darum, mit zeitgemäßer Technologie das Vermächtnis ihres Mannes zu bewahren und in einer Form zugänglich zu machen, die er selbst gutgeheißen hätte. Sie verwies darauf, dass die Familie seit Jahren über solche Möglichkeiten nachdenke und bewusst ein geschlossenes KI-System nutze, das ausschließlich auf authentischen Aussagen und verifizierten Informationen basiert.
Technischer Ansatz und familiäre Kontrolle Jack Osbourne erklärte ergänzend, dass der digitale Ozzy nicht mit frei zugänglichen KI-Systemen vergleichbar sei. Stattdessen werde ein kontrolliertes Archiv aufgebaut, das nur Inhalte enthalte, die Ozzy selbst gesagt habe oder die nachweislich korrekt seien. Die Familie betonte, dass sie die vollständige Kontrolle über das Projekt behalte und es als Teil des familiären Erbes weitergeben wolle.
Emotionale Hintergründe und langfristige Bedeutung Sharon Osbourne machte zudem deutlich, dass ihr Mann sich zu Lebzeiten oft gefragt habe, wie lange man sich nach seinem Tod an ihn erinnern werde. Die digitale Version sei daher auch ein Weg, sein Lebenswerk für kommende Generationen zu bewahren. Für die Familie stehe nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, Ozzys Persönlichkeit und Geschichte in einer neuen Form weiterleben zu lassen.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: The Independent, NME, Yahoo, Loudwire, UNILAD