David Maynard Photography, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
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Fat Dog at The Windmill, Brixton, London 2023

Es ist Silvester 2022. Im Shacklewell Arms in Dalston, East London, drängen sich schwitzende Gestalten durch einen Raum, der nach Bier, Aufregung und etwas Undefinierbarem riecht. Auf der Bühne steht eine Band, die noch keine einzige Note offiziell veröffentlicht hat, deren Name kaum jemand kennt – und doch haben sich die Leute hereingequetscht, weil irgendjemand irgendjemand anderem von diesem Erlebnis erzählt hat. Der Schlagzeuger trägt eine Latexmaske in Form eines Hundekopfes. Der Sänger ist bereits im Publikum. Irgendwas an diesem Abend fühlt sich wie eine Prophezeiung an. Willkommen bei Fat Dog.

Pandemie als Geburtsstunde – eine Band entsteht im Lockdown

Fat Dog sind ein Produkt des Stillstands. Im Jahr 2020, als die COVID-19-Pandemie das gesellschaftliche Leben auf einen Schlag zum Erliegen brachte und Konzertsäle zu dunklen, stillen Räumen wurden, begann Joe Love, der Frontmann und treibende Geist hinter der Band, in seinem Schlafzimmer im Südosten Londons Demos aufzunehmen. Nicht aus Karrieregründen. Sondern aus Notwehr. Love hatte gerade seinen Platz in einer anderen Band verloren und stand plötzlich mit Zeit, Frust und einer Laptop-Schnittstelle da, die er in Musik umwandelte.

Was als Solo-Projekt begann, wurde schnell zum kollektiven Projekt. Die Idee war simpel und gleichzeitig radikal: keine Selbstseriösität, keine Pose, kein verkrampfter Versuch, Teil einer bestimmten Szene zu sein. South London hatte zu dieser Zeit viele Bands, die düster, post-punk und bedeutungsschwer klangen – Fat Dog sollten das genaue Gegenteil werden. Eine Kapelle für diejenigen, die einfach loslassen wollten.

Aus lockeren Jam-Sessions in Wohnungen und Garagen erwuchs ein Sound, den man kaum mit einem einzigen Begriff beschreiben kann: Punk trifft Techno, Klezmer trifft Rave, elektronische Musik trifft auf die rohe Energie eines Hardcore-Konzerts. Und über allem schwebt eine surreale, fast monty-pythoneske Komik, die die Band von Anfang an von allen anderen abhebt.

Joe Love – Anführer, Kanoniker und Chronist des Chaos

Joe Love ist Fat Dog. Nicht im Sinne einer despotischen Kontrolle, sondern im Sinne einer gelebten Vision. Der Südlondoner ist Sänger, Gitarrist, Songwriter und die zentrale charismatische Kraft dieser Band. Seine Auftritte sind legendär: Im weißen Anzug und Cowboyhut, mit einer Intensität, die Prediger und Bühnenpunk gleichzeitig evoziert, hüpft er von der Bühne, taucht in die Menge, schreit ins Gesicht der ersten Reihe und reißt ganze Säle mit.

Love ist kein Freund von sanitierter Musik. In Interviews hat er immer wieder betont, wie sehr ihn Weichgespültes abstößt – Musik, die niemanden verschreckt, niemanden überrascht, die glatt durch die Zeit gleitet, ohne eine Spur zu hinterlassen. Sein Ziel ist das Gegenteil. Selbst das Debütalbum, sagt Love, klingt für seinen Geschmack noch zu gezähmt im Vergleich zu dem, was er im Kopf hat. Das ist einerseits Provokation, andererseits ehrliche Selbstauskunft eines Mannes, dem die rohe Energie wichtiger ist als polierter Klang.

Inspirationsquellen nennt Love mit erfrischender Direktheit: Er spielte viel den Videospiel-Klassiker Serious Sam 2, in dem der Spieler in ägyptischen Pyramiden Tentakelaliens erschießt – und die Soundtrack-Musik zu diesem Spiel, mit ihren klezmerartigen Tonleitern, sickerte direkt in seine Songs. Love sagt unverblümt, dass Stehlen ein zentraler Teil des kreativen Prozesses ist: Man nimmt von hier und dort, kombiniert es so, dass niemand die Quellen mehr erkennt, und erschafft dabei etwas Neues. Musikalische Ehrlichkeit in reinster Form.

Seine Texte bewegen sich zwischen surrealem Humor, biblischer Grandiosität und derbem Alltagswitz. Auf dem Debütalbum spannt er Bögen von der Entstehung des Universums bis zum Chaos an einer Straßenecke – und das innerhalb eines einzigen Songs.

Chris Hughes – Der Tastenfanatiker mit der Legende der erfundenen Fähigkeit

Chris Hughes ist Fat Dogs Keyboard- und Synthesizer-Spieler und einer der Hauptgründe dafür, warum die Band klingt wie sie klingt: elektronisch, pulsierend, voller nervöser Energie. Seine Aufnahme in die Band ist eine Geschichte, die Fat Dog bis heute gerne erzählen. Hughes meldete sich seinerzeit als Violinist. Er behauptete, Geige zu spielen – und kaufte sich am nächsten Tag eine Geige, um das nachzuholen. Die Woche Übungszeit reichte erwartungsgemäß nicht aus, um ein Streichinstrument zu beherrschen. Die Probeeinheit war, nach eigener Aussage aller Beteiligten, ein kleines akustisches Desaster.

Und trotzdem landete Hughes in der Band – weil Love seinen Mut und seine Chuzpe mochte. Aus dem gescheiterten Geiger wurde ein unverzichtbarer Keyboarder. Hughes ist auf der Bühne alles andere als ein ruhiger Begleiter: Er tanzt, gibt Bewegungsanweisungen ans Publikum, springt herum und verkörpert die Energie der Band mit derselben Körperlichkeit wie der Frontmann. Vor seiner Zeit bei Fat Dog arbeitete Hughes zeitweise als Käsehändler – ein Job, den er mit ebenso trockenem Humor beschreibt wie alles andere in seinem Leben.

Morgan Wallace – Die Saxophonistin, die nie hätte dabei sein sollen

Einer der größten Witze in der Geschichte von Fat Dog ist folgender: Die Band hatte ursprünglich kollektiv geschworen, niemals ein Saxophon zu verwenden. Zu alt, zu retro, zu sehr besetzte Klangwelt. Und dann kam Morgan Wallace – und das Saxophon blieb. Wallace ist seit 2022 festes Bandmitglied, spielt neben dem Saxophon auch Keyboards und ist damit eine der musikalisch vielseitigsten Personen in der Gruppe.

Ihr Saxophon-Spiel ist nicht das elegante, jazzige, gedämpfte Instrument, das man in anderen Kontexten kennt. Bei Fat Dog beißt das Saxophon, blökt, heult und tanzt zwischen Ska-Feeling, osteuropäischer Klezmer-Tradition und industriellem Noise-Punk. Wallace ist auf der Bühne zusammen mit Hughes oft für die synchronisierten Tanzbewegungen zuständig, die zu einem der visuellen Markenzeichen der Band geworden sind. Sie hat nach dem Abgang von Drummer Johnny Hutch dessen Weggang öffentlich kommentiert und dabei Wärme und Respekt für ihren langjährigen Freund und Mitstreiter ausgedrückt.

Johnny „Doghead“ Hutch – Der Schlagzeuger mit der Maske und der Abschied

Johnny Hutch, bekannt unter seinem Spitznamen „Doghead“, ist eine der zentralen Legenden der Fat-Dog-Geschichte. Er spielte bei jedem einzelnen Konzert der Band in einer Latexmaske in Form eines Hundekopfes – ein Anblick, der zum unverwechselbaren visuellen Erkennungszeichen der Band wurde. Was von außen wie eine Bühnenklamotte wirkt, hat einen tieferen persönlichen Hintergrund: Hutch ist Autist und berichtete, dass ihm die Maske half, Auftrittszwänge und die damit verbundene Angst vor dem Publikum zu überwinden. Hinter dem Latex konnte er sich auf das Spielen konzentrieren, ohne mit dem Blick der Menge konfrontiert zu sein.

Hutch war ein außergewöhnlicher Trommler: kraftvoll, präzise, mit einem Gespür für treibende Rhythmen, die gleichermaßen zur Tanzfläche wie zur Moshing-Zone einladen. Im September 2024 – kurz nach dem Erscheinen des Debütalbums – gab er seinen Austritt aus der Band bekannt. Er teilte via Instagram mit, dass er das Gefühl hatte, seine Zeit bei Fat Dog sei abgelaufen, und wollte sich fortan stärker auf Musikproduktion und sein eigenes Soloprojekt, The Bar., konzentrieren. Der Abgang hinterließ eine echte Lücke – sowohl musikalisch als auch symbolisch.

Ellis D – Die neue Schlagzeugerin im Rudel

Nach Hutchs Abgang übernahm Ellis D die Schlagzeugposition. Ellis D ist Künstlerin und Multiinstrumentalistin, deren genaue Herkunft und persönlicher Hintergrund öffentlich kaum dokumentiert sind. Dass sie die Rolle nahtlos übernehmen konnte, spricht sowohl für ihre Fähigkeiten als auch für die Flexibilität einer Band, die nie auf eine einzige Konstante angewiesen war – außer dem Chaos als oberstem Prinzip.

 

Die Bassisten – Eine Rolle im Wandel

Am Bass hatte Fat Dog in ihren ersten Jahren mehrere Besetzungen. Ben Harris war über weite Strecken der frühen Bandgeschichte dabei und spielte auf den ersten Aufnahmen und Touren. Jacqui Wheeler übernahm 2024 die Bassposition. Seit 2025 hält Michael Bede Dunlop die Tieffrequenzen zusammen. Die fluide Besetzungshistorie am Bass hat den Sound der Band kaum beeinflusst – das Fundament bleibt treibend, direkt und ohne Schnörkel.

Frühe Bandmitglieder und die Anfangszeit

In der Frühphase der Band zwischen 2020 und 2022 waren noch weitere Mitglieder aktiv: Will Cox spielte Synthesizer und Klarinette, Jazz Grant – auch bekannt als Plutoz Beach – war für Gesang und Keyboards zuständig. Mit dem Wachstum der Band und der zunehmenden Ausrichtung auf den live-orientierten Klezmer-Punk-Techno-Sound fand die Besetzung zur heutigen Kernformation.

Die Windmill, Brixton – eine Schule für Ausgestoßene

Fat Dog sind untrennbar mit einem ganz bestimmten Ort verbunden: dem Windmill in Brixton, einem kleinen, legendären Pub-Venue im Süden Londons, das in den letzten Jahren zur Brutstätte eines neuen britischen Underground wurde. Hier spielten und reifte vor Fat Dog auch Bands wie Fat White Family, Squid, Shame und Black Midi. Das Windmill ist kein glamouröser Ort – es ist eng, billig und gelegentlich riecht es nach altem Bier. Genau deshalb ist es der perfekte Ort, um radikale Musik ohne Kompromisse zu entwickeln.

In dieser Umgebung entwickelte sich Fat Dogs Ruf als Live-Band, bevor sie überhaupt eine Aufnahme besaßen. Die Mundpropaganda funktionierte schnell: Wer Fat Dog live sah, erzählte davon. Wer den Erzählungen folgte und dann selbst hinkam, verstand sofort, worum es geht. Es gibt Bands, die im Studio entstehen, und Bands, die von der Bühne aus in die Welt greifen. Fat Dog gehören unzweifelhaft zur zweiten Kategorie.

Mentoren und Vorbilder – James Ford als Schlüsselfigur

Wenn Fat Dog über musikalische Einflüsse sprechen, ist das Spektrum weit: Nine Inch Nails, The Prodigy, Nitzer Ebb, The Chemical Brothers, Madness – Techno, Industrial, Ska, Post-Punk, alles gleichberechtigt. Dazu Klezmer-Traditionen, die durch osteuropäische Volksmusik und jüdische Tanzmusik geprägt sind und Fat Dog einen unverwechselbaren melodischen Drall verleihen, den man so in der britischen Indie-Szene selten hört.

Als Produktionsmentor und wichtigste externe Stimme hat James Ford eine Schlüsselrolle inne. Ford ist einer der gefragtesten britischen Produzenten der Gegenwart und arbeitet regelmäßig mit den Arctic Monkeys, Fontaines D.C., Depeche Mode, Blur und The Last Dinner Party zusammen. Er produzierte Fat Dogs Debütsingle gemeinsam mit Joe Love und war als Co-Produzent des Debütalbums maßgeblich dafür verantwortlich, dass der wilde, ungebärdige Live-Sound der Band auch im Studio spürbar bleibt. Ford war in zwei aufeinanderfolgenden Jahren für den Mercury Prize nominiert – sein Name allein verleiht einem Projekt sofortige Glaubwürdigkeit in der britischen Musiklandschaft.

 

King of the Slugs – Die Debütsingle, die alles verändert

Im August 2023 erscheint die erste offizielle Veröffentlichung von Fat Dog: „King of the Slugs“. Der Track ist sieben Minuten lang, kombiniert knallharten Punk-Techno mit schrillen Klezmer-Linien und Loves deklarativen Vocals, die zwischen Prediger, Diktator und Komiker changieren. Co-produziert von Love und James Ford, landet der Track sofort auf der Bestenliste des NME für das Jahr 2023 – noch bevor das Album draußen ist.

Der Titel selbst ist eine surreale Selbstermächtigung. Nicht alle können Löwen sein, sagt Love – die meisten Menschen sind Schnecken. Aber selbst als Schnecke kann man der König sein. Slug it up. Reinkarnation, erster Zyklus. Es ist ein Text, der absurd genug ist, um über seinen eigenen Witz hinauszugehen, und dabei eine echte Botschaft trägt: Sei, was du bist, und sei es mit allem, was du hast.

Signing bei Domino – eine Ehe auf Augenhöhe

2023 unterschreiben Fat Dog bei Domino Recording Company, einem der renommiertesten unabhängigen Plattenlabels Großbritanniens. Domino ist die Heimat von Arctic Monkeys, Hot Chip, Franz Ferdinand, Wet Leg und The Kills – ein Roster, der zeigt, dass das Label konsequent auf eigenständige, unnachgiebige Musik setzt. Für Fat Dog ist Domino kein Karrierehebel, der sie glatter macht. Im Gegenteil: Die Unterschrift kommt ohne jegliche Erwartung an mehr Professionalität. Tastaturen werden weiterhin in Airports vergessen. Pedalboards verschwinden auf Tour. Das Chaos bleibt.

Viagra Boys, Yard Act und die ersten großen Touren

Noch vor der Albumveröffentlichung tourten Fat Dog als Vorband mit zwei der aufregendsten Bands des britischen Indie-Undergrounds: den Viagra Boys aus Schweden, deren dreckiger Post-Punk-Rock eine natürliche Wahlverwandtschaft zu Fat Dogs Sound erzeugt, und Yard Act aus Leeds, die mit scharfen, wortgewaltigen Texten und funky Post-Punk-Groove seit 2021 selbst zu einer der angesagtesten britischen Bands aufgestiegen waren. Beide Touren erweitern Fat Dogs Fanbase erheblich.

Im Oktober 2023 spielen sie im Londoner Scala ihr erstes ausverkauftes Headline-Konzert – ein Meilenstein, der zeigt, wie weit die Band binnen weniger Monate gekommen ist. Der NME schreibt nach einer Show in Manchester, dass Fat Dog 2023 die wildeste Live-Band des Jahres sind. Es ist kein Widerspruch, sondern schlicht die Wahrheit.

SXSW 2024 – Amerika begegnet dem Rudel

Im März 2024 spielen Fat Dog zum ersten Mal in den USA, beim South by Southwest Festival in Austin, Texas – einem der einflussreichsten Schaufenster für neue Musik weltweit. Ihr Auftritt im Valhalla-Club wird von der amerikanischen Musikpresse enthusiastisch aufgenommen. Stereogum beschreibt den Abend als einen Wirbelsturm improvisatorischer Antics, inklusive spontaner Moshing-Gruben, die von Bandmitgliedern initiiert werden, und einem Schlagzeuger im Hundekostüm. Amerika versteht sofort, worum es geht.

 

WOOF. – Das Debütalbum, das die Erwartungen übertrifft

Am 6. September 2024 erscheint WOOF. über Domino Recording Company. Das Album ist neun Tracks lang, dauert exakt 33 Minuten und ist damit eines der prägnantesten Debüts des britischen Indie-Rock dieses Jahrzehnts. James Ford produziert, Love und Ford teilen die Credits auf dem Eröffnungstrack. Nur neun Songs blieben am Ende übrig – die Band und Ford behielten nach eigenen Angaben lediglich ein Drittel des gesamten aufgenommenen Materials.

Das Album beginnt mit „Vigilante“, einem eröffnenden Monolog, der die Entstehung des Universums evoziert, bevor er in eine Funk-Punk-Eruption übergeht. Es schließt mit „And So It Came To Pass“, einem gesprochenen Wort-Ausklang, der die Doppelstruktur von Öffnung und Schließung bildet. Dazwischen liegen Songs über korrupte Kultführer, Zeitreise, das Ende der Welt und das Chaos des Alltags. Die Textzeile, mit der das Album endet – sinngemäß: Man kann den Mann töten, aber man kann den Hund nicht töten – ist gleichzeitig Motto, Drohung und Versprechen.

Die Kritiken sind überwältigend positiv. AllMusic vergibt viereinhalb von fünf Sternen und bescheinigt der Band, dass ihr Ruf als chaotischste Live-Kapelle Londons nicht übertrieben ist – und dass es ihnen gelingt, diese Energie auf Platte zu konservieren. NME gibt fünf Sterne und schreibt, das Album sei das Ende jedes Gesprächs darüber, ob Originalität in der Musik noch existiere. Der Guardian ist zurückhaltender mit drei Sternen und stellt das Album in einen breiteren Kontext von Künstlern, die 2024 ähnliches versuchen – ohne damit Unrecht zu haben, ohne aber der Einzigartigkeit der Band gerecht zu werden.

Glastonbury und die großen Festivalbühnen

Fat Dog sind eine Festivalband par excellence. Bei Glastonbury 2025 auf der Woodsies Stage tritt Love im weißen Anzug und Cowboyhut auf, springt bereits nach dem zweiten Song über die Absperrung ins Publikum und prescht durch die Menge, während die Band hinter ihm unbeirrt weiterprügelt. Der Louder-Kritiker beschreibt den Auftritt als eine Mischung aus Gogol Bordello und Killing Joke – ein Vergleich, der das Spektrum von ritueller Folk-Energie und industrieller Düsterkeit trifft. Bei Glastonbury 2023 hatten sie das Woodsies-Publikum schon mit einer Intensität aufgewühlt, die einen einzigen Schlagzeuger und noch kaum Plattenveröffentlichungen zur Grundlage hatte.

Vom Underground zu den Arenen – die neue Dimension

2026 vollzieht Fat Dog einen Schritt, der die Band in eine völlig neue Größenordnung katapultiert: Im Juli 2026 spielen sie als Vorband der Foo Fighters bei drei europäischen Arena-Konzerten – im Berliner Olympiastadion, im Wiener Ernst-Happel-Stadion und in der Mailänder Ippodromo Snai La Maura. Für eine Band, die vier Jahre zuvor noch in Pandemie-Schlafzimmern entstanden ist, ist das eine außerordentliche Entwicklung. Die Band ist für diese Phase auf sieben Mitglieder angewachsen und bringt eine größere Bühnenproduktion mit, ohne das feral-anarchische Herz preiszugeben.

 

Die neue Single 2026 und der Ausblick

Im Mai 2026 erscheint „Go Fuck Urself“, die erste neue Musik von Fat Dog seit der Standalone-Single „Pray To That“ aus dem Vorjahr – und gleichzeitig das klare Signal, dass ein zweites Album in Vorbereitung ist. Die Single wurde von Joe Love gemeinsam mit dem Produzenten Oli Bayston ko-produziert, der zuletzt mit Mary in the Junkyard, Kelly Lee Owens und Alexis Taylor gearbeitet hat. Das dazugehörige Musikvideo sieht die Band in einem Wrestlingring – kein subtiles Symbol. Der Titel spricht für sich.

Nächste Auftritte 2026

Juni 2026:
06. Juni – Beau Weekend, Nîmes, Frankreich
14. Juni – Kesärauha Festival, Turku, Finnland
21. Juni – Pinkpop Festival, Landgraaf, Niederlande
22. Juni – In Music Festival, Zagreb, Kroatien
27. Juni – Crystal Palace Park, London (Vorband Kneecap)

Juli 2026:
01. Juli – Olympiastadion, Berlin (Vorband Foo Fighters)
03. Juli – Ernst-Happel-Stadion, Wien (Vorband Foo Fighters)
05. Juli – Ippodromo Snai La Maura, Mailand (Vorband Foo Fighters)
10. Juli – Pohoda Festival, Trenčín, Slowakei
11. Juli – Décibulles Festival, Neuve-Église, Elsass
12. Juli – Chauffeur Dans La Noirceur, Normandie
17. Juli – Rock Herk, Herk-de-Stad, Belgien
18. Juli – Dour Festival, Dour, Belgien
23. Juli – SEI Festival, Brindisi, Italien
24. Juli – TV Spenta, Siena, Italien
25. Juli – Deershed Festival, Topcliffe, England

August 2026:
08. August – Pop Messe, Brno, Tschechien
29. August – Rock’n’Roll Circus, Sheffield, England

September 2026:
05. September – End of the Road Festival, Larmer Tree Gardens, England
17.–19. September – Reeperbahn Festival, Hamburg, Deutschland

Oktober 2026:
24. Oktober – O2 Academy Brixton, London
29. Oktober – De Roma, Antwerpen, Belgien
30. Oktober – Tivoli Vredenburg, Utrecht, Niederlande
31. Oktober – Elysée Montmartre, Paris, Frankreich

November 2026:
01. November – Stereolux, Nantes, Frankreich
03. November – Le Grand Mix, Tourcoing, Frankreich
04. November – Die Kantine, Köln, Deutschland
06. November – Festsaal Kreuzberg, Berlin, Deutschland
07. November – Loppen, Kopenhagen, Dänemark
14. November – Victoria Warehouse, Manchester, England
18. November – Whelans, Dublin, Irland
19. November – Whelans, Dublin, Irland
24. November – Depot, Cardiff, Wales
25. November – O2 Academy, Bristol, England
26. November – O2 Institute, Birmingham, England
27. November – O2 Academy, Leeds, England
28. November – Old Fruitmarket, Glasgow, Schottland


Diskografie

Studioalbum:
WOOF. (6. September 2024, Domino Recording Company)

Standalone-Singles:
Peace Song (2025)
Pray To That (2025)
Go Fuck Urself (Mai 2026)

Ausgewählte Singles:
King of the Slugs (August 2023)
All the Same (2024)
Running (April 2024)
I Am the King (Sommer 2024)
Wither (Sommer 2024)


Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Wikipedia, NME, Rolling Stone UK, DIY Magazine, AllMusic, Grokipedia, Buzzmag, At The Barrier, Louder, Dork Magazine, God Is In The TV, Ticketmaster UK, So Young Magazine, Rate Your Music, INmusic Festival, Addict Culture

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