WanderingTrad, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
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Amon Amarth at a concert in Jäähalli (Helsinki, Finland) on 9 December 2019

Am 8. Juli 2026 hat Amon Amarth eine neue Single samt Musikvideo veröffentlicht – und mit ihr einen Bandnamen gegeben, der in nordischen Sprachen schlicht Anfang bedeutet: Upphaf. Für Fans, die seit dem letzten Studioalbum The Great Heathen Army aus dem Jahr 2022 auf Nachschub gewartet haben, ist das mehr als eine weitere Single. Es ist das Signal, auf das sie vier Jahre lang gewartet haben.

Ein Lagerfeuer statt einer Halle

Was den ersten Blick auf Upphaf so ungewöhnlich macht, ist die Stimmung, in der die Band auftritt. Der Teaser zum Musikvideo zeigt Johan Hegg, Olavi Mikkonen, Johan Söderberg, Ted Lundström und Jens Ryden um ein Lagerfeuer im Wald versammelt – keine Bühne, keine Verstärker, kein Headbangen, keine Pyrotechnik. Stattdessen eine beinahe meditative Zurücknahme, als wolle die Band signalisieren: Diesmal fangen wir von vorne an. Das passt zum Titel. Amon Amarth haben in ihrer Karriere nie aufgehört, doch ein bewusster Neuanfang hat eine eigene Energie.

Mit knappen Worten kündigte die Band den Schritt auf den sozialen Medien an: Morgen werde der erste Schritt auf einem neuen Weg getan. Die Fans sollen sich ums Feuer versammeln und bei der Weltpremiere dabei sein. In den Kommentaren darunter machte die Fan-Gemeinschaft keine Hehl aus ihrer Ungeduld: Viele fragten nach dem Album, nicht nach der Single.

We Rule the Waves war nur der Auftakt

Bereits im Sommer 2025, begleitet von Festivalauftritten gemeinsam mit Slayer in Cardiff und London sowie einer US-Tour mit Pantera, hatte die Band die Single We Rule the Waves veröffentlicht – der erste neue Song seit Jahren. Damals spekulierten Fans sofort auf eine baldige Albumankündigung. Es kam anders: Im November 2025 folgte stattdessen die Ankündigung der The Allfather Awakens Tour für den Herbst 2026. Von einem konkreten Albumtitel oder -erscheinungsdatum war keine Rede.

Jetzt, mit Upphaf, verdichten sich die Signale. Eine zweite Single, ein unübersehbarer Titel mit symbolischem Gewicht, eine Bühnenproduktion für die kommende Herbsttournee, die als vollständig neu beschrieben wird – all das zusammen ergibt ein Bild, das in eine klare Richtung weist. Ob das neue Album noch vor oder während der Herbsttour erscheint, steht offiziell noch aus. Bestätigt ist lediglich, dass es Ende 2026 kommen soll.

Eine Band in bester Verfassung

Amon Amarth wurden 1992 im schwedischen Tumba gegründet und zählen heute zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Bands im Viking Heavy Metal und melodischen Death Metal. Der Name bezieht sich auf Sindarin, die Sprache Tolkiens, und bedeutet dort schlicht Schicksalsberg – also Mordor in der Sprache der Elben. Frontmann Johan Hegg, bekannt für seine imposante Bühnenpräsenz und eine der tiefsten und kraftvollsten Stimmen des Genres, steht der Band seit ihren Anfängen als Frontfigur vor.

Ihr Debütalbum Once Sent from the Golden Hall erschien 1998 und legte den Grundstein für einen Sound, der sich über ein Dutzend Studioalben hinweg konsequent weiterentwickelt hat. Twilight of the Thunder God von 2008 gilt bis heute als eines der meistgespieltsten Melodic-Death-Metal-Alben überhaupt, und das 2016 erschienene Konzeptalbum Jomsviking wurde in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Das Vorgängeralbum The Great Heathen Army war wie seine Vorgänger unter der Regie von Produzent Andy Sneap entstanden.

The Allfather Awakens Tour: Schweden gegen Europa

Die kommende Herbsttour ist als rein schwedische Angelegenheit konzipiert. An der Seite von Amon Amarth stehen Orbit Culture, eine der derzeit dynamischsten Death-Metal-Bands Schwedens, die mit ihrem aktuellen Album Death Above Life von sich reden macht, sowie die melodischen Death-Metal-Veteranen Soilwork, die seit Jahrzehnten für sich selbst stehen. Die Tour beginnt am 9. Oktober 2026 in Manchester und führt durch Großbritannien sowie weite Teile Europas.

Aktuelle Tourdaten The Allfather Awakens 2026 (Auswahl)

  1. Oktober 2026 – Manchester, O2 Apollo
  2. Oktober 2026 – London, Eventim Apollo
  3. Oktober 2026 – Wolverhampton, Civic Hall
  4. Oktober 2026 – Paris, Frankreich, Zenith
  5. Oktober 2026 – Esch sur Alzette, Luxemburg, Rockhal
  6. Oktober 2026 – Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle
  7. Oktober 2026 – Frankfurt, Festhalle
  8. Oktober 2026 – Antwerpen, Belgien, Lotto Arena
  9. Oktober 2026 – Den Bosch, Niederlande, Mainstage
  10. Oktober 2026 – Hamburg, Sporthalle
  11. Oktober 2026 – Leipzig, Quarterback Immobilien Arena
  12. Oktober 2026 – Oberhausen, Rudolf Weber-Arena
  13. November 2026 – Bamberg (weiterer Termin)

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Metal Hammer DE, metal.de, Time for Metal, Eventim Magazin, MetalTalk, Metal Blade Records, Rock Magazine, Loaded Radio, Wildfire Music

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