Steve Proctor, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
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Lindsey Buckingham performing at the Neighborhood Theatre, Charlotte, NC, July 31, 2012

Im Fall der Frau, die des Stalkings gegen Fleetwood-Mac-Gitarrist Lindsey Buckingham angeklagt ist, hat ein Richter eine wichtige Entscheidung getroffen: Die Angeklagte muss sich einer psychiatrischen Untersuchung durch eine klinische Psychologin unterziehen. Diese soll in einem Gutachten klären, ob die Frau überhaupt verhandlungsfähig ist.

Verfahren vorübergehend ausgesetzt

Wie ein Richter des Los Angeles County Mental Health Court entschied, wird das Verfahren gegen die 55-jährige Michelle Dick ausgesetzt, bis das entsprechende Gutachten vorliegt. Der Antrag ihrer Pflichtverteidigung wurde bewilligt, wonach eine Sachverständige die Angeklagte in Gewahrsam untersuchen und Einblick in ihre private Krankengeschichte erhalten soll. Ziel der Untersuchung ist es festzustellen, ob Dick die gegen sie erhobenen Vorwürfe versteht und in der Lage ist, an ihrer eigenen Verteidigung mitzuwirken. Ausgelöst wurde das Verfahren durch eine frühere Pflichtverteidigerin, die Zweifel an der Fähigkeit ihrer Mandantin geäußert hatte, sich selbst zu verteidigen.

Die Vorwürfe im Überblick

Die Staatsanwaltschaft wirft Michelle Dick insgesamt sechs Verbrechenstatbestände sowie ein Vergehen vor. Im Zentrum steht ein Vorfall vom 25. März dieses Jahres in Santa Monica, bei dem die Angeklagte den Musiker mit einer bislang nicht näher identifizierten Substanz besprüht haben soll, bevor sie flüchtete. Buckingham blieb dabei unverletzt. Bereits wenige Tage zuvor, am 19. März, soll Dick den Musiker zudem mit einem Fahrzeug attackiert und sein Auto mit Graffiti sowie weiteren Inschriften beschädigt haben. Hinzu kommt eine gesonderte Anklage wegen einer Bedrohung, die auf den Dezember 2024 zurückgeht.

Vorgeschichte mit Näherungsverbot

Bereits im November 2024 hatte Buckingham eine einstweilige Verfügung gegen Dick beantragt, nachdem sie nach seiner Darstellung sein Zuhause durch einen falschen Notruf ins Visier genommen hatte. Dabei soll sie fälschlicherweise gemeldet haben, dass in seinem Haus in Brentwood auf Familienmitglieder geschossen worden sei, was einen umfangreichen Polizeieinsatz zur Folge hatte. In gerichtlichen Unterlagen schilderte der Musiker, wie sehr dieser Vorfall seine Familie verängstigt habe, insbesondere weil Dick auch die Adresse seines Wohnhauses kannte. Ein Gericht erließ daraufhin im Dezember 2024 ein fünf Jahre gültiges Näherungsverbot, das Dick verpflichtete, sich Buckingham, seiner Ehefrau und seinem Sohn sowie deren Fahrzeugen und Wohnorten nicht auf weniger als rund 90 Meter zu nähern.

Festnahme in Indiana

Nachdem die Ermittlungen zunächst gegen eine zunächst unbekannte Verdächtige liefen, wurde Dick später identifiziert und schließlich in Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana festgenommen. Die Kaution wurde auf 300.000 US-Dollar festgesetzt. Zuständigen Ermittlern zufolge war die Frau den Behörden und auch Buckingham selbst bereits seit Jahren wegen früherer Stalking- und Belästigungsvorfälle bekannt.

Persönlicher Bezug in den Aussagen der Angeklagten

Nach Angaben aus Gerichtsdokumenten soll Dick gegenüber Polizeibeamten wirre Aussagen gemacht haben, in denen sie behauptete, Buckingham sei ihr Vater und habe sie in ihrer Kindheit misshandelt. Der Musiker wies dies in seiner eigenen Erklärung deutlich zurück und betonte, er kenne die Frau nicht und stehe in keinerlei familiärer Beziehung zu ihr.

Wie es weitergeht

Bis das angeordnete psychiatrische Gutachten vorliegt, ruht das eigentliche Strafverfahren. Erst auf Grundlage der Einschätzung der Sachverständigen wird das Gericht entscheiden, ob und in welcher Form der Prozess fortgesetzt werden kann. Buckingham selbst, langjähriges Mitglied von Fleetwood Mac und maßgeblich an Songs wie „Go Your Own Way“ beteiligt, ist unterdessen weiterhin musikalisch aktiv.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, ABC News, Rock Cellar Magazine, Law Commentary, Santa Monica Today

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