King Gizzard & the Lizard Wizard, Public domain, via Wikimedia Commons
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Photo of King Gizzard & The Lizard Wizard in 2017. This photo was included as part of the free, public domain release of their 2017 album Polygondwanaland.

King Gizzard And The Lizard Wizard sind für ihre Wandelbarkeit bekannt, doch mit ihrem kommenden Album gehen die Australier noch einen entscheidenden Schritt weiter. Das für diesen Sommer angekündigte Werk trägt den Titel „Alien Metal“ und markiert das 28. Studioalbum der Band – dabei handelt es sich erstmals um ein durch und durch elektronisches Projekt, das komplett im Bereich EDM verortet ist.

Techno, Hardcore, House und Jungle in einem Guss

Laut einer offiziellen Mitteilung der Band verschmilzt „Alien Metal“ Einflüsse aus Techno, Hardcore, House und Jungle zu einer durchgehenden klanglichen Reise, die dennoch unverkennbar die psychedelische Handschrift der Gruppe trägt. Das Ergebnis wird als gleichzeitig futuristisch und typisch für die Band beschrieben. Gitarrist und Sänger Joey Walker betont, dass das Album kompromisslos und intensiv ausfällt, dabei aber ungewöhnliche musikalische Wege einschlägt und trotzdem den eigenen Charakter der Band bewahrt.

Ein Jam an einem modularen Synthesizer als Ausgangspunkt

Die Grundlage des gesamten Albums bildete eine gemeinsame, über eine Stunde andauernde Session an einem modularen Synthesizer-System, das die Band liebevoll „Nathan“ nennt. Aus diesem einen Auftritt entwickelte sich das komplette Klangmaterial für alle acht Songs. Frontmann Stu Mackenzie beschreibt den Prozess als eine Art Neustart seines musikalischen Denkens: Nach eigener Aussage habe er zunächst alles verlernen müssen, was er über Musik zu wissen glaubte, um sich komplett neu an das Songwriting heranzutasten. Nie zuvor habe die Band so viel Material verworfen wie bei diesem Projekt – ganze Alben und musikalische Konzepte seien entstanden, aufgenommen und wieder gelöscht worden, bevor die finale Version stand.

Die Single „Level 5“ als erster Vorgeschmack

Als Ankündigungssingle veröffentlichte die Band den Track „Level 5“, der die elektronische Ausrichtung des Albums eindrucksvoll unterstreicht. Der Song verbindet treibende, sequenzierte Klangflächen mit hektischen Rhythmen und maschinellen Melodien, während verzerrte Gesangsfragmente und synthetische Streicherklänge für einen fast schon außerirdischen Gesamteindruck sorgen. Zum Song erschien zudem ein Musikvideo unter der Regie des australischen Regisseurs Hayden Somerville, in dem unter anderem der australische Schauspieler Vince Colosimo einen Gastauftritt hat. Die Bildsprache des Clips zeigt eine mysteriöse Gruppierung, die an einer außerirdischen Kreatur experimentiert – passend zum Albumtitel und der ungewöhnlichen musikalischen Ausrichtung.

Kein Sprung ins kalte Wasser

Ganz überraschend kommt die Hinwendung zur elektronischen Musik allerdings nicht. Bereits das 2023 erschienene Album „The Silver Cord“ zeigte die Band von einer elektronischen Seite, wenn auch noch mit klassischeren Songstrukturen. In den vergangenen Tourneen integrierte King Gizzard zunehmend sogenannte Rave-Sets in ihre Live-Shows, bei denen der modulare Synthesizer im Mittelpunkt stand. „Alien Metal“ führt diese Entwicklung nun konsequent fort und wagt sich dabei in düsterere, härtere Gefilde des Genres als bisherige Ausflüge der Band.

Aktuelle Tourdaten

Passend zur neuen musikalischen Ausrichtung hat die Band ihren Terminkalender für den Sommer 2026 um weitere Auftritte ergänzt. Geplant sind unter anderem mehrere Shows in den USA: vom 14. bis 16. August tritt die Band beim eigenen Festival Field Of Vision II im Colorado gelegenen Buena Vista auf. Vom 20. bis 22. August folgen drei Abende im New Yorker Forest Hills Stadium, wobei der letzte Abend als reines Rave-Set angelegt ist. Am 23. August schließt sich ein weiterer Rave-Auftritt im Under The K Bridge Park in Brooklyn an.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Louder, Consequence, Billboard, Wikipedia, Brooklyn Vegan, EDM.com

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