
Bill Ward, Gründungsschlagzeuger von Black Sabbath, hat seine Fans über eine gesundheitliche Veränderung informiert: Der 78-Jährige nutzt inzwischen vermehrt einen Rollstuhl, insbesondere bei längeren Wegstrecken. In einer ausführlichen und sehr persönlichen Mitteilung machte er jedoch deutlich, dass dies weder das Ende seiner musikalischen Laufbahn noch ein Zeichen ernsthafter Erkrankung bedeute.
Offene Worte zu einer neuen Lebensphase
In seinem Statement, das er an Freunde, Fans, Familie und all jene richtete, die ihn noch nicht kennengelernt haben, beschrieb Ward mit spürbarer Offenheit, dass er zunehmend auf einen Rollstuhl angewiesen sei, vor allem an Flughäfen und bei öffentlichen Terminen. Gehen könne er nach wie vor, jedoch nicht über längere Strecken, ohne zwischendurch eine Pause einlegen zu müssen. Bereits vor rund achtzehn Monaten habe er begonnen, das Hilfsmittel zu nutzen, in erster Linie auf Reisen.
Kein Rückzug von der Musik
Besonders wichtig war es dem Musiker zu betonen, dass sein Antrieb und seine Leidenschaft für das Schlagzeugspiel ungebrochen seien. Er sehe sich weiterhin als aktiven Drummer und könne sein Handwerk für sein Alter nach eigener Einschätzung noch immer sehr gut ausüben. Wer ihn künftig im Rollstuhl sehe, solle daraus nicht automatisch schließen, dass er sich zurückgezogen habe, krank sei oder aufgebe. Vielmehr handle es sich schlicht um ein neues Fortbewegungsmittel.
Transparenz als bewusste Entscheidung
Ward erklärte, dass ihm Offenheit in dieser Angelegenheit besonders am Herzen liege, da das Verschweigen gesundheitlicher Themen langfristig mehr schaden könne als deren offene Kommunikation. Fans und Bekannte, die ihm künftig an Flughäfen oder bei Konzerten begegnen, ermunterte er ausdrücklich dazu, ihn anzusprechen. Er werde lediglich etwas anders aussehen als gewohnt. Seine Botschaft schloss er mit dem Versprechen, bis an sein Lebensende musikalisch aktiv bleiben zu wollen.
Rückblick auf eine prägende Karriere
Bill Ward gehörte 1968 zu den Gründungsmitgliedern von Black Sabbath, gemeinsam mit Ozzy Osbourne, Tony Iommi und Geezer Butler. Sein von Jazz beeinflusstes, kraftvolles Schlagzeugspiel prägte Klassikeralben wie „Black Sabbath“, „Paranoid“, „Master of Reality“, „Vol. 4“ und „Sabbath Bloody Sabbath“ und beeinflusste Generationen von Schlagzeugern nachhaltig. Im vergangenen Jahr, im Juli 2025, war Ward Teil der historischen Originalbesetzung, die beim Abschiedskonzert „Back to the Beginning“ in der Villa Park Arena in Birmingham noch einmal gemeinsam auf der Bühne stand. Es war zugleich der letzte öffentliche Auftritt von Ozzy Osbourne, der wenige Wochen später verstarb.
Reaktionen aus der Fangemeinde
Wards Mitteilung löste bei Fans weltweit eine Welle der Anteilnahme und des Respekts aus. Viele würdigten insbesondere seine Ehrlichkeit und die positive Grundhaltung, mit der er offen über sein Alter und seine körperlichen Grenzen spricht, ohne dabei seine Verbundenheit zur Musik infrage zu stellen.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Wikimetal, Loudersound, Today, Ultimate Classic Rock, Blabbermouth, Metal Injection, Metal Addicts, The Mix