derivative work: Javatyk (Diskussion)Iron_Maiden_in_Bercy_1.jpg: Metalheart, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons
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Iron Maiden in Paris (Bercy Arena) on July 1st 2008

Was Fans jahrelang gefordert haben, wird nun Realität: Iron Maiden werden am 14. November in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Trotz Eignung seit 2004 und nur zwei vorherigen Nominierungen, 2021 und 2023, hat es bis zur Klasse 2026 gedauert, ehe die britische Metal-Institution offiziell gewürdigt wird. Die Zeremonie findet im Peacock Theater in Los Angeles statt, gemeinsam mit weiteren Größen wie Oasis, Phil Collins, Billy Idol, Joy Division/New Order, Sade, Luther Vandross und Wu-Tang Clan.

Australien statt Los Angeles

Zur eigentlichen Zeremonie werden Iron Maiden nicht erscheinen. Grund dafür ist ein bereits fest gebuchter Termin im Rahmen der Australien-Etappe ihrer „Run For Your Lives“-Welttournee zum 50-jährigen Bandjubiläum. Während die Band in Melbourne und Sydney auf der Bühne steht, findet die Ehrung in Kalifornien ohne ihre persönliche Anwesenheit statt.

Auch ohne Terminkonflikt keine Reise nach L.A.

Wie ein Interview mit dem britischen Magazin Metal Hammer offenbart, wäre die Band aller Voraussicht nach auch ohne die Tourverpflichtungen nicht zur Zeremonie gereist. Auf die Frage, ob innerhalb der Band über eine Ablehnung der Auszeichnung gesprochen wurde, stellte Bandgründer und Bassist Steve Harris klar, dass es dazu lediglich vereinzelte Kommentare einzelner Mitglieder gegeben habe. Sänger Bruce Dickinson vertrete dabei eine eigene, deutlich kritischere Haltung, die Harris jedoch als dessen persönliche Meinung einordnete. Ihn selbst habe die Frage nach einer Aufnahme nie wirklich beschäftigt, da Auszeichnungen ohnehin nicht der Antrieb der Band seien.

Dickinson bleibt seiner Skepsis treu

Der Frontmann äußerte sich im gleichen Gespräch auffallend zurückhaltend zu der Ehrung und machte deutlich, dass ihm die nötige Energie fehle, sich groß darüber zu ereifern. Er zeigte sich zwar erfreut darüber, dass die Nachricht bei vielen Fans gut ankomme, betonte aber gleichzeitig, dass ihn die Auszeichnung selbst nicht sonderlich berühre. Bereits in der Vergangenheit hatte Dickinson wiederholt deutliche Worte gegen die Institution gefunden und unter anderem angemerkt, dass klassische Rockmusik seiner Ansicht nach nicht in ein Museum gehöre, sondern lebendig bleiben solle.

Harris: Vielleicht ist jetzt endlich Ruhe

Trotz aller Zurückhaltung ließ Steve Harris in einem weiteren Statement anklingen, dass die Aufnahme durchaus eine positive Seite habe: Er hoffe, dass mit der offiziellen Ehrung die andauernden Diskussionen amerikanischer Fans über eine ausstehende Aufnahme endlich ein Ende finden. Für ihn gelte grundsätzlich, dass man ein Angebot dieser Art höflich annehme, wenn es einem gemacht werde.

Wer alles geehrt wird

Neben der aktuellen Besetzung um Harris, Dickinson, Adrian Smith, Dave Murray und Janick Gers werden auch ehemalige Bandmitglieder in die Hall of Fame aufgenommen. Dazu zählen die früheren Sänger Paul Di’Anno und Blaze Bayley, Ex-Gitarrist Dennis Stratton sowie die ehemaligen Schlagzeuger Nicko McBrain und Clive Burr. Damit würdigt die Institution nicht nur die aktuelle Linie-up, sondern die gesamte Bandgeschichte seit der Gründung im Jahr 1975.

Tourdaten im Umfeld der Zeremonie

Während der Verleihung in Los Angeles befindet sich Iron Maiden mitten in der Australien-Etappe ihrer Jubiläumstournee. Bestätigt sind unter anderem folgende Termine:

  1. November 2026 – Melbourne, Australien
  2. November 2026 – Sydney, Australien
  3. November 2026 – Brisbane, Australien (Brisbane Entertainment Centre, mit Megadeth)

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Blabbermouth.net, Ultimate Classic Rock, American Songwriter, Rock & Roll Hall of Fame

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