Bryan Berlin, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
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Jay Weinberg Chloe Howcroft at the 63rd annual New York Film Festival at Lincoln Center in 2025 for the film Springsteen: Deliver Me from Nowhere

Der ehemalige Slipknot-Schlagzeuger Jay Weinberg hat mit „Drown Fountain“ die nächste Veröffentlichung seiner fortlaufenden Kollaborations-Reihe vorgestellt. Für den Song hat sich der mehrfach als „Metal Drummer of the Year“ ausgezeichnete Musiker mit dem kanadischen Grunge-Gaze-Duo Softcult zusammengetan und liefert dabei gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere.

Ein völlig neuer Klang für Weinberg

Klanglich hebt sich „Drown Fountain“ deutlich von Weinbergs bisherigem Schaffen ab. Statt auf die für ihn typischen wuchtigen Drums setzt der Song auf dichte Schichten aus Shoegaze- und Drone-Texturen, die eine hypnotische, fast schwebende Atmosphäre erzeugen. Percussion sucht man in dem Stück komplett vergebens, stattdessen dominieren verzerrte Gitarrenklänge und ein warmer, leicht nebliger Gesamtklang die Produktion.

Das Gesangsdebüt eines Schlagzeugers

Besonders bemerkenswert: „Drown Fountain“ markiert Weinbergs allererstes aufgenommenes Gesangsdebüt. Den Hauptgesang übernimmt zwar größtenteils Mercedes Arn-Horn von Softcult, doch auch Weinberg selbst ist erstmals mit eigener Stimme zu hören. Nach eigener Aussage habe er sich bislang immer hinter seinem lauten Schlagzeug „versteckt“ und trete mit diesem Song bewusst in ungewohnt verletzliches künstlerisches Terrain.

Eine Songidee, die über ein Jahrzehnt reifte

Wie Weinberg erklärt, reicht die Entstehungsgeschichte des Songs weit zurück: Die Grundidee zu „Drown Fountain“ habe er bereits im Jahr 2013 entwickelt und sie über die Jahre immer wieder aufgegriffen, ohne jemals eine passende Form dafür zu finden. Erst der Kontakt zur Musik von Softcult und die anschließende Anfrage nach einer möglichen Zusammenarbeit hätten dem Stück schließlich zu seiner endgültigen Gestalt verholfen. Für Weinberg sei die Arbeit mit Mercedes und ihrem Zwillingsbruder Phoenix Arn-Horn, der ebenfalls an der Produktion beteiligt war, eine Ehre und zugleich ein besonders persönliches künstlerisches Erlebnis gewesen.

Teil einer wachsenden Kollaborationsreihe

„Drown Fountain“ reiht sich ein in eine Serie von Kollaborationssingles, die Weinberg seit einiger Zeit veröffentlicht. Zuvor war bereits „Sandstone“ gemeinsam mit George Clarke von Deafheaven sowie „Drone Operator“ mit NOWHERE2RUN, einem Projekt von Mitgliedern der Band Code Orange, erschienen. Jede dieser Veröffentlichungen widmet sich einer eigenen klanglichen Welt und wird visuell von dem renommierten Künstler Paul Romano begleitet, der unter anderem für Bands wie Mastodon und Trivium gearbeitet hat. Für die Kollaborationsreihe ordnet Romano jedem Song eine eigene Farbe des Regenbogens zu und verleiht dem Projekt so eine durchgehende visuelle Identität.

Weinberg bleibt vielseitig aktiv

Neben seiner Solo-Reihe ist Weinberg auch als Schlagzeuger weiterhin gefragt. So ist er auf dem kommenden Album „The Ringing Bell“ der Band Fuming Mouth zu hören, das über Triple B Records erscheint und mit dem Produzenten Kurt Ballou entstanden ist. Die bisherigen Auskopplungen des Albums wurden bereits positiv aufgenommen und untermauern Weinbergs Ruf als vielseitiger und gefragter Musiker jenseits seiner Zeit bei Slipknot.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Blabbermouth.net, Revolver Magazine, Metal Injection, Theprp.com

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