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Gollum at Wellington Airport.

Noch bevor das nächste Kapitel im Tolkien-Universum überhaupt in den Kinos angelaufen ist, sorgt die Besetzung bereits für hitzige Debatten im Netz. Regisseur und Hauptdarsteller Andy Serkis, der in „The Hunt for Gollum“ erneut in die Rolle des Gollum schlüpft und gleichzeitig hinter der Kamera steht, äußerte sich nun ausführlich zu der Kritik an der überwiegend weißen Besetzung seines Films.

Streit um Besetzungen als Hollywood-Phänomen

Kontroversen rund um die Auswahl von Schauspielerinnen und Schauspielern sind in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil großer Kinoproduktionen geworden. Aktuell steht etwa die Neuverfilmung der „Odyssee“ im Zentrum ähnlicher Diskussionen. Auch das Tolkien-Universum bleibt davon nicht verschont: Bereits die Amazon-Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ hatte mit einer diverseren Besetzung für geteilte Reaktionen gesorgt. Nun trifft es den kommenden Kinofilm „The Hunt for Gollum“, dessen bislang bekannt gegebene Besetzung ausschließlich aus weißen Darstellerinnen und Darstellern besteht.

Serkis verweist auf nordische Mythologie

In einem Interview mit der BBC positionierte sich Serkis klar zu den Vorwürfen. Der Regisseur erklärte, dass die Welt von J.R.R. Tolkien maßgeblich von der nordischen Mythologie geprägt sei und dieser Einfluss sich auch in der filmischen Umsetzung widerspiegeln solle. Insbesondere das Auenland beschrieb er als einen Ort, der von einer gewissen kulturellen Geschlossenheit gezeichnet sei – die Bewohner zeigten wenig Interesse an dem, was jenseits ihrer Grenzen geschehe, und seien Fremden gegenüber eher zurückhaltend eingestellt.

Keine Besetzung nach Quote

Serkis räumte ein, dass es an der Besetzung durchaus Kritik gegeben habe und der Film dies auf seine Weise auch aufgreife. Gleichzeitig stellte er klar, dass eine rein aus Prinzip diverse Besetzung, die lediglich vorgegebene Quoten erfüllen solle, für ihn nicht infrage komme. Vielfalt solle seiner Ansicht nach dort ihren Platz finden, wo sie inhaltlich zur Geschichte passe, und nicht als reines Lippenbekenntnis dienen.

Kontroverse Reaktionen im Netz

Die Aussagen des Regisseurs lösten umgehend eine lebhafte Debatte in sozialen Netzwerken aus. Während ein Teil der Fangemeinde Serkis für seine Treue zur literarischen Vorlage lobt, werfen Kritiker ihm vor, historische Ungenauigkeiten in Tolkiens Werk als Rechtfertigung heranzuziehen. Bereits die Besetzung der „Ringe der Macht“-Serie hatte für ähnliche Grabenkämpfe gesorgt, bei denen sich mehrere Stars der ursprünglichen Kinotrilogie öffentlich hinter eine diversere Besetzung gestellt hatten.

„The Hunt for Gollum“ befindet sich derzeit in Neuseeland in der Produktion. Neben Andy Serkis gehören unter anderem Kate Winslet, Jamie Dornan, Anya Taylor-Joy, Leo Woodall und Lee Pace zur Besetzung, während Ian McKellen und Elijah Wood in ihre bekannten Rollen als Gandalf und Frodo zurückkehren. Peter Jackson fungiert als Produzent des Projekts. Der Filmstart ist für Dezember 2027 vorgesehen.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Just Jared, World of Reel, Hollywood Reporter, Fox News, Washington Times, Deadline, Collider, Variety

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