Beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und Spanien im MetLife Stadium in New Jersey wurde US-Präsident Donald Trump von großen Teilen des Publikums mit lautstarken Buhrufen bedacht. Bereits als er kurz vor Anpfiff auf den Stadionbildschirmen eingeblendet wurde, reagierten zahlreiche Fans mit Pfeifkonzerten. Es war das erste Spiel des Turniers, das der Präsident live im Stadion verfolgte.
Der Moment nach der Hymne
Die Buhrufe setzten kurz nach dem Auftritt von Sängerin Jennifer Hudson ein, die zuvor die Nationalhymne vorgetragen hatte. Trump verfolgte die Partie gemeinsam mit seiner Frau Melania sowie weiteren Staatsoberhäuptern von einer Loge aus hinter kugelsicherem Glas. Unter den anwesenden Gästen befanden sich unter anderem der spanische König Felipe VI., der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, Kanadas Regierungschef Mark Carney sowie Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum.
Auch bei der Pokalübergabe keine Ruhe
Nach Abpfiff betrat Trump gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino das Spielfeld, um Medaillen und den WM-Pokal an die spanische Mannschaft zu übergeben. Auch in diesem Moment wurden beide Männer von Pfiffen aus den Rängen begleitet. Berichten zufolge ließen sich weder Trump noch Infantino davon sichtlich beeindrucken. Bereits im Sommer zuvor hatte Trump in ähnlicher Funktion den Pokal beim Klub-Weltmeisterschaftsfinale überreicht.
Kein Einzelfall
Der Vorfall reiht sich in eine ganze Serie ähnlicher Situationen bei Sportgroßveranstaltungen der vergangenen Monate ein. Bereits im Juni wurde Trump beim dritten Spiel der NBA-Finals im Madison Square Garden ausgebuht, als er während der Hymne auf der Anzeigetafel zu sehen war und militärisch grüßte. Zuvor hatte es im Rahmen des College Football Playoff National Championship Game im Januar 2026 in Miami Gardens eine gemischte Reaktion aus Jubel und Buhrufen gegeben. Auch bei den US Open im vergangenen Herbst war der Präsident im New Yorker Arthur-Ashe-Stadion mit Pfiffen empfangen worden.
Kontext der Weltmeisterschaft
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft war Trump zudem wegen eines Telefonats mit FIFA-Chef Infantino in die Kritik geraten, in dessen Folge eine Rotsperre gegen den US-Nationalspieler Folarin Balogun auf Bewährung ausgesetzt und der Spieler somit einsatzfähig wurde. Bereits Anfang Dezember 2025 war Trump im Rahmen der offiziellen WM-Auslosung im John F. Kennedy Center in Washington mit dem neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis ausgezeichnet worden.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone, Blick, Sportschau, ZDFheute, AOL, Fox News