Wojciech Pędzich, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons
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Offset, Clout Featival 2024

Der Rapper Offset, bürgerlich Kiari Cephus und einst Mitglied der Gruppe Migos, muss nach einem Vorfall in einem Cannabis-Geschäft in Los Angeles keine Haftstrafe befürchten. Ein kalifornisches Gericht hat ihn stattdessen zu einem einjährigen Bewährungsprogramm verurteilt, das bei erfolgreichem Abschluss zur vollständigen Einstellung des Strafverfahrens führen soll. Ein Richter am 15. Juli einen sogenannten Diversion-Beschluss erlassen, durch den die Anklage wegen einfacher Körperverletzung für ein Jahr aufgeschoben wird. Billboard

Auflagen: Sozialstunden, Anti-Aggressionstraining und Waffenverbot

Zu den Bedingungen der Bewährung zählen 50 Stunden gemeinnützige Arbeit sowie die Teilnahme an einem Anti-Aggressionstraining. Zusätzlich muss Offset eine noch nicht bezifferte Entschädigungssumme zahlen und sich während der gesamten Bewährungszeit von rechtlichen Verstößen fernhalten. Weiter wurde ihm untersagt, Schusswaffen oder andere gefährliche Gegenstände zu besitzen, und er darf keinerlei Drohungen gegenüber Personen aussprechen. Zudem muss der Musiker einen Sicherheitsabstand von rund 90 Metern zu der betroffenen MedMen-Filiale nahe dem Flughafen LAX einhalten. Complex

Der Vorfall vom März 2025

Auslöser des Verfahrens war eine Auseinandersetzung im März 2025 in einer Filiale der Cannabis-Kette MedMen in der Nähe des Flughafens Los Angeles International. Der Sicherheitsmitarbeiter Jim Leobardo Sanchez hatte Offset beim Betreten des Geschäfts nach einem Ausweis gefragt, woraufhin sich der Rapper laut Aussage des Wachmanns feindselig verhalten haben soll. Nach Darstellung der Anklage soll Offset den Mann zunächst geschubst und ihm anschließend mit der rechten Faust ins Gesicht geschlagen haben, bevor er die Örtlichkeit verließ, nachdem der Wachmann Pfefferspray gegen ihn eingesetzt hatte. Laut Aussage des Wachmanns wurde er bei dem Vorfall verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Rolling Stone

Offset bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bis heute. Nach seiner Version der Ereignisse sei der Wachmann derjenige gewesen, der die Situation eskalieren ließ, indem er ihn zuerst angespuckt habe.

Staatsanwaltschaft wollte längere Bewährungszeit

Ursprünglich hatte Offsets Anwaltsteam ein sechsmonatiges Diversion-Programm beantragt. Der zuständige Richter verdoppelte die Frist jedoch auf zwölf Monate. Zu der Anhörung am 15. Juli erschien der Musiker selbst nicht. Die Staatsanwaltschaft hatte sich dem Antrag auf ein mildes Verfahren zuvor widersetzt und den Vorfall in ihrer schriftlichen Stellungnahme als Gewaltverbrechen gegenüber dem Opfer eingestuft. Offsets Verteidigung argumentierte dagegen, dass seit dem Vorfall mehr als 14 Monate vergangen seien und sich der Musiker seither straffrei verhalten und weiterhin für seine Familie gesorgt habe.

Zivilklage bleibt weiterhin offen

Unabhängig vom strafrechtlichen Verfahren ist der Fall für Offset noch nicht ausgestanden. Der betroffene Sicherheitsmitarbeiter hatte bereits im vergangenen Herbst zusätzlich zivilrechtlich gegen den Rapper geklagt und wirft ihm dabei unter anderem Körperverletzung sowie die vorsätzliche Zufügung emotionalen Leids vor. Diese Klage ist unabhängig vom nun beendeten Strafverfahren und bleibt vor einem Zivilgericht in Los Angeles anhängig.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, Complex, TMZ, Billboard

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