
Schauspielerin und Regisseurin Olivia Wilde hat in einem ausführlichen Podcast-Gespräch offen über ihre heutige Haltung gegenüber Elon Musk gesprochen. Im Rahmen der Louis Theroux Podcast-Reihe erzählte sie, dass sie den Tesla-Chef bereits vor vielen Jahren persönlich kennengelernt habe, also lange bevor er sich politisch positionierte und in die Nähe der Trump-Administration rückte.
Eine Begegnung aus einer anderen Zeit
Wilde schilderte, dass das Zusammentreffen stattfand, als Musks Unternehmen SpaceX gerade sein Hauptquartier in Los Angeles bezogen hatte. Sie habe damals die Gelegenheit bekommen, die Raketenanlagen zu besichtigen, weil sie sich für die Raumfahrttechnik interessierte. Musk habe zu diesem Zeitpunkt Interesse gezeigt, eine Organisation finanziell zu unterstützen, für die sich Wilde in Haiti beim Aufbau von Krankenhäusern und Schulen engagierte. Nach ihrer Erinnerung sei tatsächlich eine kleinere Spende zustande gekommen, wofür sie sich rückblickend dankbar zeigte.
„Zu diesem Wesen geworden“
Deutlich schärfer fiel Wildes Urteil über die heutige Version des Unternehmers aus. Sie brachte zum Ausdruck, dass sie mittlerweile eine tiefe Abneigung gegen ihn empfinde und ihn keineswegs mehr als Bekannten oder gar Freund betrachte, auch als Podcast-Moderator Louis Theroux Musk scherzhaft so bezeichnete. Wilde betonte, damals sei sie von seinem Auftreten durchaus beeindruckt gewesen, da er intelligent und klug gewirkt habe, weshalb sie seine spätere Entwicklung nicht habe kommen sehen.
Kritik an Musks Weltbild und Verbindung zu Jordan Peterson
Im Zuge des Gesprächs zog Wilde eine Linie zwischen Musk und dem kanadischen Autor Jordan Peterson, den sie als gedankliche Vorlage für die von Chris Pine verkörperte Figur in ihrem Film „Don’t Worry Darling“ aus dem Jahr 2022 nannte. Sie räumte ein, dass die Bezeichnung Petersons als pseudo-intellektuelle Symbolfigur der Incel-Bewegung möglicherweise zu hart gewesen sei, machte aber deutlich, wie sehr sie das dahinterliegende frauenfeindliche Gedankengut beunruhigt habe, das ihrer Ansicht nach auch politisch instrumentalisiert worden sei. Wilde verband dieses Weltbild mit Musks wiederholt geäußerter Sorge vor einer globalen Unterbevölkerung und der Vorstellung, der Mensch stehe über der Natur.
Neues Projekt im Fokus des Gesprächs
Neben den politischen Themen ging es in der Podcast-Folge auch um Wildes neuestes Werk „The Invite“, bei dem sie sowohl Regie führte als auch selbst mitspielt. An ihrer Seite stehen unter anderem Seth Rogen, Penélope Cruz, Edward Norton und Tessa Thompson. Der Film dreht sich um zwei Paare, die während eines gemeinsamen Abendessens mit Fragen von Nähe, Intimität und gegenseitigem Vertrauen konfrontiert werden.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone, Complex