Los Angeles Police Department (LAPD), CC0, via Wikimedia Commons
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D4VD’s mugshot

Im Vorverfahren gegen den mit Platin ausgezeichneten Musiker D4vd, bürgerlich David Anthony Burke, hat der zweite Verhandlungstag in Los Angeles neue, äußerst belastende Details zutage gefördert. Der 21-Jährige wird des Mordes an der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez, fortgesetzten sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen sowie der Verstümmelung einer Leiche beschuldigt. Ziel der laufenden Anhörung ist es, festzustellen, ob genügend Beweise vorliegen, um den Fall vor Gericht zu bringen.

Zahlreiche Lufterfrischer im gesamten Fahrzeug entdeckt

Eine Kriminaltechnikerin des Los Angeles Police Department sagte am zweiten Verhandlungstag aus, dass sie im Tesla des Angeklagten mindestens elf Lufterfrischer verschiedener Marken sicherstellte, darunter Produkte von Purell und Febreze. Die Ermittlerin erklärte, der Großteil der Erfrischer sei in der Mittelkonsole gefunden worden, weitere Exemplare hätten sich in Taschen der Rücksitze sowie im vorderen Kofferraum, dem sogenannten Frunk, befunden. Zusätzlich wurde eine Flasche Handdesinfektionsmittel im Fahrzeuginneren dokumentiert.

Starker Verwesungsgeruch trotz Entfernung der sterblichen Überreste

Die Beamtin, die nach eigenen Angaben in ihrer siebenjährigen Laufbahn bereits mehr als 230 Tatorte bearbeitet hat, schilderte, dass ihr beim Prozessieren des Fahrzeugs am 9. September 2025 ein intensiver Geruch aufgefallen sei, der ihrer fachlichen Einschätzung nach typisch für eine verwesende Leiche sei. Dies, obwohl die sterblichen Überreste des Mädchens bereits am Vortag aus dem vorderen Kofferraum geborgen worden waren. Zudem habe sie im Frunk deutliche Anzeichen von Insektenaktivität festgestellt. Der komplette Wagen sei zudem von einer sichtbaren Staubschicht überzogen gewesen, was nach Einschätzung der Ermittlerin darauf hindeute, dass das Fahrzeug längere Zeit unbewegt gestanden habe.

Blutspuren und weitere Spurensicherung im Fahrzeug

Im Rahmen der Untersuchung setzten die Ermittler Phenolphthalein als Vortest sowie anschließend das chemische Nachweismittel Bluestar ein, um mögliche Blutspuren im Fahrzeug sichtbar zu machen. Auf vorgelegten Fotografien waren mehrere mit gelben Beweismarkern gekennzeichnete Stellen im hinteren Laderaum zu erkennen, an denen rötliche Verfärbungen festgestellt worden waren. Auch im Bereich der dritten Sitzreihe wurden entsprechende Untersuchungen dokumentiert. Zusätzlich wurde ein USB-Speicherstick aus dem Handschuhfach des Tesla sichergestellt.

Finanzielle Hintergründe als mögliches Motiv

Neben den forensischen Beweisen widmete sich der zweite Verhandlungstag ausführlich den finanziellen Verhältnissen des Angeklagten. Ein Finanzverwalter des Musikers sagte aus, vor dem Auffinden der Leiche lediglich den Vornamen der Jugendlichen gekannt zu haben. Die Staatsanwaltschaft vertritt die These, dass der Sänger die Tat beging, um eine Aufdeckung der Beziehung zu verhindern und seine aufstrebende Karriere zu schützen. Zur Sprache kamen dabei unter anderem Einnahmen aus der Musikkarriere des Angeklagten sowie eine private Reise nach London, die er den Angaben zufolge aus eigenen Mitteln finanziert haben soll.

Verteidigung stellt Ermittlungsarbeit infrage

Die Verteidigerin des Angeklagten konzentrierte sich im Kreuzverhör insbesondere auf mögliche Fehler bei der Spurensicherung. Sie hinterfragte unter anderem, welche Personen mit oder ohne Schutzhandschuhe Zugang zum Fahrzeug gehabt hätten, sowie den Umstand, dass keine DNA-Abstriche von der Fahrzeugaußenseite genommen worden seien. Solche Vorstöße sind in Vorverfahren dieser Art üblich, da die Verteidigung frühzeitig Schwachstellen der Anklage identifizieren und für die spätere Hauptverhandlung nutzbar machen möchte.

Anhörung soll sich über mehrere Tage erstrecken

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Los Angeles County werden im Rahmen des Vorverfahrens insgesamt mehr als zehn Zeugen erwartet, die Anhörung soll sich über drei bis fünf Tage erstrecken. Angehörige der getöteten Jugendlichen verfolgten die zum Teil äußerst belastenden Zeugenaussagen im Gerichtssaal.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, NewsNation, ABC7 Los Angeles, FOX 11 Los Angeles, LA Mag

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