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Olivia Rodrigo - Lollapalooza Argentina Live Concert 2025

Popsängerin Olivia Rodrigo hat sich erneut öffentlich für den Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung in den USA eingesetzt. In einer Reihe von Instagram-Videos sprach die Grammy-Preisträgerin gemeinsam mit Vertreterinnen des Center for Reproductive Rights über weitverbreitete Fehlinformationen rund um Abtreibung, Hebammenarbeit und die hohe Müttersterblichkeit in den Vereinigten Staaten.

Abtreibungsverbote als Mittel der Kontrolle

In den veröffentlichten Gesprächen bezeichnete Rodrigo bestehende Abtreibungsverbote als Ausdruck von Kontrolle statt eines tatsächlichen Schutzes des Lebens. Dabei griff sie unter anderem den Fall einer Frau aus Texas auf, die nach der Verweigerung einer notwendigen Abtreibung in Lebensgefahr geriet und infolge einer schweren Blutvergiftung mehrere Tage auf der Intensivstation verbringen musste. Die Betroffene hatte den betreffenden Bundesstaat später verklagt, ihr Fall gilt seither als eines der bekanntesten Beispiele für die gesundheitlichen Folgen strikter Abtreibungsgesetze nach der Aufhebung des bundesweiten Abtreibungsrechts im Jahr 2022.

Gespräch über Hebammenrecht und Müttersterblichkeit

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Gesprächsreihe betraf die eingeschränkten rechtlichen Möglichkeiten von Hebammen in mehreren US-Bundesstaaten. Rodrigo erkundigte sich bei einer leitenden Juristin der Organisation, warum Staaten wie Georgia trotz vergleichsweise hoher Müttersterblichkeitsraten weiterhin strenge Einschränkungen für die Ausübung des Hebammenberufs aufrechterhalten. Die Juristin erläuterte, dass Schwarze Frauen in den USA etwa dreimal so häufig an schwangerschaftsbedingten Ursachen sterben wie weiße Frauen, obwohl ein Großteil dieser Todesfälle vermeidbar wäre. Der Ausbau der Hebammenversorgung könne einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten, werde jedoch in einigen Bundesstaaten weiterhin massiv eingeschränkt.

Rodrigo zeigte sich in dem Gespräch sichtlich irritiert über diese Rechtslage und äußerte, sie könne die Beweggründe hinter derartigen Einschränkungen nicht nachvollziehen. Die Juristin ordnete die betreffenden Gesetze historisch ein und verwies auf rassistisch und sexistisch motivierte Kampagnen gegen Hebammen, die insbesondere in den Südstaaten der USA bis heute nachwirkten.

Auch medikamentöser Schwangerschaftsabbruch im Fokus

In einem weiteren Ausschnitt der Gesprächsreihe ging es um politische Bestrebungen, den Zugang zum Medikament Mifepriston zusätzlich einzuschränken. Eine Vertreterin der Organisation betonte, dass medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche inzwischen den überwiegenden Teil aller Abtreibungen in den USA ausmachten und durch zahlreiche Studien als sicher und wirksam belegt seien. Dennoch würden von Gegnern des Abtreibungsrechts fortlaufend zusätzliche, aus fachlicher Sicht unnötige Hürden gefordert.

Engagement im Rahmen eines eigenen Festivals

Die Gesprächsreihe steht im Zusammenhang mit Rodrigos erstem eigenen Musikfestival Daisy Chain Fields, das am 29. August im Great Park in Irvine, Kalifornien, stattfinden soll. Das Center for Reproductive Rights zählt dort zu insgesamt zehn gemeinnützigen Partnerorganisationen, die im Rahmen eines sogenannten Philanthropy Village präsent sein werden, darunter auch die Organisation Planned Parenthood. Rodrigo positioniert sich bereits seit mehreren Jahren öffentlich für reproduktive Rechte und hatte sich bereits 2022 bei einer Kundgebung in Washington deutlich für den Erhalt des Rechts auf sichere Abtreibungen ausgesprochen.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: IBTimes UK, Rolling Stone, Consequence, Spectrum FM, Washington Times, NME, Hotpress, Stereogum

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