
Für Fans von Udo Lindenberg gibt es enttäuschende Nachrichten: Der Musiker muss aus gesundheitlichen Gründen einen weiteren Auftritt absagen. Am Mittwochabend, den 22. Juli, wandte sich der Panikrocker über Instagram mit einem persönlichen Statement an seine Anhängerschaft, um die Absage seines geplanten Auftritts in Calw bekanntzugeben.
Ein Termin, den er unbedingt wahrnehmen wollte
Besonders schwer scheint dem Musiker die Entscheidung gefallen zu sein, denn der Termin in Baden-Württemberg lag ihm sichtlich am Herzen. In seinem Statement brachte Lindenberg zum Ausdruck, dass genau das eingetreten sei, was er unbedingt hatte vermeiden wollen und womit auch nicht zu rechnen gewesen sei. Der geplante Auftritt sollte Teil des Abschlusskonzertes zum PanikPreis werden, einem von ihm selbst ins Leben gerufenen Songwettbewerb für junge Musikerinnen und Musiker.
Gesundheitliche Rückschläge seit dem Frühjahr
Der Auftritt in Calw ist bereits der jüngste in einer Reihe von Terminabsagen. Bereits Ende Mai hatte sich der 80-Jährige in einem Hamburger Krankenhaus untersuchen lassen müssen und in der Folge mehrere geplante Termine gestrichen. Ausschlaggebend war damals eine bei ihm festgestellte Gastritis, also eine Entzündung der Magenschleimhaut, die sich offenbar hartnäckig hält und ihn seither immer wieder zurückwirft. Festgestellt worden war die Erkrankung von seinem Hausarzt, nachdem der Musiker seinen 80. Geburtstag Mitte Mai gefeiert und im Anschluss einen Urlaub in Schottland verbracht hatte. Auf ärztlichen Rat hin nimmt sich Lindenberg nun weiterhin die Zeit, die er für eine vollständige Genesung benötigt.
Der PanikPreis findet dennoch statt
Trotz der Absage wird die Veranstaltung am 1. August wie geplant im Kloster Hirsau in Calw stattfinden. Die Udo Lindenberg Stiftung verleiht dort den PanikPreis an besonders engagierte Nachwuchskünstlerinnen und -künstler, die mit deutschsprachigen Texten abseits ausgetretener Pfade auffallen und damit musikalische Pionierarbeit leisten. In diesem Jahr gehen die Auszeichnungen an Katha Rosa, YALE und Finn Moriz, die gemeinsam auch das Abschlusskonzert bestreiten sollen. Der Preis wird bereits seit 2008 alle zwei Jahre vergeben, frühere Preisträgerinnen und Preisträger wie Deine Cousine, Sarah Lesch oder die Band Tyna haben seither den Sprung auf größere Konzertbühnen geschafft.
Tickets bleiben gültig
Wer bereits eine Karte für das Abschlusskonzert erworben hat, muss sich keine Sorgen machen: Die Tickets behalten unabhängig von Lindenbergs Absage ihre Gültigkeit. Besucherinnen und Besucher, für die der Auftritt des Panikrockers jedoch das entscheidende Argument für den Kauf war, haben die Möglichkeit, sich den Preis erstatten zu lassen. Lindenberg selbst äußerte trotz seiner Absage die Hoffnung, dass seine Fans die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger auch ohne ihn tatkräftig unterstützen.
Mit Humor durch schwierige Zeiten
Charakteristisch für den Musiker verpackte er auch diese schwierige Nachricht mit einem Augenzwinkern. Sein Statement schloss er mit dem Versprechen, dass man sich baldmöglichst wiedersehen werde, sobald es ihm gesundheitlich besser gehe. Diese Mischung aus Offenheit über seinen Gesundheitszustand und seinem typischen Humor kommt bei seinen Fans traditionell gut an und dürfte auch diesmal für Verständnis sorgen.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone Deutschland, Musikexpress, Blick, Tagesspiegel, WEB.DE, Abendzeitung München