Ein von der US-Regierung veröffentlichter Clip hat für erheblichen Unmut bei Katy Perry gesorgt. Der offizielle Tiktok-Account des Weißen Hauses veröffentlichte am Donnerstag Aufnahmen eines Militärschlags gegen Ziele im Iran, die mit dem 2010 erschienenen Hit „Firework“ der Sängerin unterlegt waren. Besonders die Textzeile mit dem wiederholten „Boom“ fiel exakt mit dem Moment einer Explosion in dem Video zusammen. Als Bildunterschrift wählte das Weiße Haus die Warnung, der Iran sei gewarnt worden, ergänzt um ein Feuerwerk-Emoji. Der Clip verbreitete sich binnen kurzer Zeit rasant und sammelte Millionen Aufrufe sowie zahlreiche Reaktionen.
Perry reagiert mit deutlichen Worten
Katy Perry meldete sich am Samstag über die Plattform X zu Wort und zeigte sich nach eigenen Angaben zutiefst bestürzt und wütend über die Verwendung ihres Songs. Sie betonte, dass sie zu keinem Zeitpunkt um Erlaubnis gebeten worden sei und der Nutzung in keiner Weise zustimme. Die Sängerin machte deutlich, dass sie mit dem Vorgehen des Weißen Hauses nicht einverstanden ist und dies auch klar kommuniziert habe.
Ursprüngliche Botschaft des Songs
In ihrer Stellungnahme erinnerte die 41-Jährige daran, welchen Zweck sie ursprünglich mit „Firework“ verfolgt hatte. Das Lied, das auf ihrem für einen Grammy nominierten Album „Teenage Dream“ erschien, sei als Botschaft der Hoffnung, der Heilung und der inneren Stärke gedacht gewesen – gerichtet an Menschen, die sich in besonders schwierigen persönlichen Phasen befinden. Die Verwendung als musikalische Untermalung für Bilder von Zerstörung und Gewalt bezeichnete sie als völligen Bruch mit allem, wofür der Song eigentlich stehe. Ihre Musik solle Menschen verbinden, nicht kriegerische Handlungen begleiten, stellte sie klar.
Kein Einzelfall in jüngster Zeit
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Auseinandersetzungen zwischen der US-Regierung und Musikschaffenden ein. Bereits zuvor hatten sich andere Künstlerinnen öffentlich gegen die Nutzung ihrer Werke in offiziellen Regierungsvideos ausgesprochen, darunter Popmusikerinnen, die sich ebenfalls empört über eine solche Verwendung ihrer Musik zeigten. Damit wächst die Zahl jener Musikschaffenden, die sich gegen die kommentarlose Einbindung ihrer Songs in politische und militärische Inhalte auf Social-Media-Kanälen zur Wehr setzen.
Rechtliche und öffentliche Dimension
Die Auseinandersetzung wirft grundsätzliche Fragen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Musik in offiziellen Regierungskommunikationen auf. Perry stellte unmissverständlich klar, dass sie in den Entstehungsprozess des Videos zu keinem Zeitpunkt einbezogen wurde. Ob und in welcher Form sie weitere Schritte gegen die Verwendung ihres Songs unternehmen wird, ließ sie in ihrer Stellungnahme offen.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Washington Times, The Washington Post, The Hill, Breitbart, The Hollywood Reporter, WashingtonPost.com, TheWrap, Deadline, AOL/Mirror US