
Ein lange erwartetes Comeback nimmt konkrete Form an
Nach Jahren voller gescheiterter Anläufe und abgesagter Pläne haben Faith No More nun offiziell ihre Rückkehr auf die Bühne bekanntgegeben. Auf ihren Social-Media-Kanälen kündigte die Band eine Reihe von Stadionshows an, die sie gemeinsam mit System Of A Down bestreiten wird. Für Faith No More markiert dieser Schritt das Ende einer langen Durststrecke, denn zuletzt standen die Musiker im August 2016 gemeinsam auf einer Bühne, damals mit dem ursprünglichen Sänger Chuck Mosley anlässlich einer Neuauflage ihres Debütalbums. Mosley verstarb im Jahr darauf.
Australien und Neuseeland als Startpunkt
Die Reunion-Shows finden Anfang kommenden Jahres in Australien und Neuseeland statt. Los geht es am 22. Januar 2027 im Accor Stadium von Sydney, gefolgt von einem Auftritt am 27. Januar im Marvel Stadium in Melbourne. Am 1. Februar spielt die Band im Suncorp Stadium in Brisbane, ehe die kurze Tournee am 7. Februar im Hnry Stadium im neuseeländischen Wellington ihren Abschluss findet. Für Faith No More sind es damit die ersten Konzerte in der Region seit ihrem Auftritt beim Soundwave-Festival im Jahr 2015.
Gemeinsame Bühne mit System Of A Down
Bei den vier Terminen treten Faith No More als Support von System Of A Down auf, die ihrerseits seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in Australien gastiert haben. Für beide Bands stellt die Tournee somit ein bedeutendes Comeback in der Region dar. Die Ankündigung folgte auf tagelange Spekulationen, nachdem in beiden Ländern Logos der beiden Gruppen in verschiedenen Städten aufgetaucht waren, was unter Fans für erhebliche Aufregung sorgte.
Mehrere gescheiterte Anläufe in der Vergangenheit
Die letzten Konzerte von Faith No More mit ihrem langjährigen Sänger Mike Patton fanden bereits 2015 im Rahmen der Tour zum Album „Sol Invictus“ statt, dem bislang letzten Studioalbum der Band. Eine für 2020 geplante Rückkehr auf die Bühne wurde zunächst wegen der Corona-Pandemie verschoben, später verzögerte sich das Comeback zusätzlich aufgrund gesundheitlicher Herausforderungen von Patton. Bassist Bill Gould hatte erst kürzlich in einem Podcast-Interview bestätigt, dass die Band tatsächlich wieder live spielen werde, und deutete zugleich an, dass es sich bei den nun angekündigten Terminen nicht um die einzigen Auftritte handeln dürfte. Er sprach davon, dass weitere Shows in Europa, Südamerika und den USA folgen sollen.
Neue Struktur im Hintergrund
Im Vorfeld der Tourankündigung war zudem bekannt geworden, dass sich Faith No More für ihre kommenden weltweiten Aktivitäten an das brasilianische Live-Entertainment-Unternehmen 30e gebunden haben, das künftig als zentrale Anlaufstelle für Tourplanung und Markenentwicklung der Band fungieren soll. Vertreten wird die Gruppe weiterhin von der Agentur WME.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone, Consequence, Blabbermouth, Louder, Kerrang