Peter Hutchins from DC, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons
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Kanye West performing atop a mountain at the Verizon Center on November 21, 2013 in Washington, D.C. on The Yeezus Tour.

Rechtsstreit nach zwei Jahren beigelegt

Kanye West, der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt, hat sich mit seiner ehemaligen Assistentin Lauren Pisciotta auf eine außergerichtliche Einigung verständigt. Die Einigung wurde laut Gerichtsunterlagen am 23. Juli erzielt, Pisciotta muss nun innerhalb von 45 Tagen einen entsprechenden Antrag auf Klageabweisung einreichen. Über die genauen Bedingungen der Einigung, einschließlich möglicher finanzieller Zahlungen, wurde nichts bekannt. Die Gerichtsunterlagen zur Beilegung des Falls enthalten kein Schuldeingeständnis einer der beiden Parteien.

Ursprung des Rechtsstreits

Pisciotta, die zwischen 2021 und 2023 als persönliche Assistentin und später als Chief of Staff sowie A&R-Verantwortliche für West tätig war, hatte den Musiker im Juni 2024 zunächst wegen sexueller Belästigung, Vertragsbruch und unrechtmäßiger Kündigung verklagt. Im weiteren Verlauf des Verfahrens erweiterte sie ihre Klage um zusätzliche Vorwürfe, darunter sexuelle Nötigung, Körperverletzung und Menschenhandel.

Vorwurf einer Studio-Session mit Sean Combs

Zu den schwerwiegendsten Anschuldigungen zählte der Vorwurf, West habe sie im Rahmen einer Studio-Session in Santa Monica, die er gemeinsam mit Sean „Diddy“ Combs ausgerichtet habe, unter Drogen gesetzt und anschließend sexuell missbraucht. Laut der Klageschrift sei den Anwesenden mitgeteilt worden, sie müssten ein Getränk zu sich nehmen, wenn sie bei der Veranstaltung bleiben wollten. Pisciotta gibt an, ihr Getränk sei mit einer nicht identifizierten Substanz versetzt gewesen, woraufhin sie sich zunehmend orientierungslos gefühlt habe und sich an den weiteren Verlauf des Abends nicht mehr habe erinnern können. Combs selbst wurde in dem Verfahren nicht als Beklagter geführt, ihm wurde in diesem Zusammenhang kein eigenes Fehlverhalten vorgeworfen.

Weitere in der Klage erhobene Vorwürfe

Neben dem Vorfall bei der Studio-Session enthielt die Klageschrift auch Schilderungen mehrerer weiterer Vorfälle, die sich nach Pisciottas Darstellung während ihrer Anstellung ereignet haben sollen, unter anderem im Rahmen eines Hotelaufenthalts sowie an Bord eines Privatjets. West wies sämtliche Vorwürfe während des gesamten Verfahrens zurück, eine Stellungnahme seiner Vertretung zur nun erzielten Einigung liegt bislang nicht vor. Pisciottas Anwalt Arick Fudali erklärte lediglich knapp, die Angelegenheit sei nun beigelegt.

Teil einer Reihe rechtlicher Auseinandersetzungen

Der nun beigelegte Fall reiht sich in eine ganze Serie juristischer Streitigkeiten ein, mit denen sich West seit seinen antisemitischen Äußerungen im Herbst 2022 konfrontiert sieht. Zu den Klägern zählten in der Vergangenheit unter anderem ehemalige Mitarbeiter seines Modelabels Yeezy, frühere Lehrkräfte seiner inzwischen aufgelösten Bildungseinrichtung Donda Academy sowie Musiker, die ihm unerlaubte Sample-Nutzung vorwarfen. Erst im März dieses Jahres wurde West zudem von einer Jury für haftbar erklärt, nachdem ein Mann angegeben hatte, bei umstrittenen Umbauarbeiten an Wests damaliger 57-Millionen-Dollar-Villa in Malibu im Jahr 2021 schwer verletzt worden zu sein.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, Complex, Billboard, Fox News Digital, mxdwn Music

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