Matt Becker, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
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Neil Peart of Rush live in concert at the Xcel Energy Center on May 22, 2008.

Ehrung eines der einflussreichsten Schlagzeuger der Rockgeschichte

Am 23. September feiert eine neue Dokumentation über den 2020 verstorbenen Rush-Schlagzeuger und Texter Neil Peart auf dem kanadischen Sender CBC im Rahmen der Reihe „The Passionate Eye“ Premiere. „Neil Peart: No One’s Disciple“ erzählt die Lebensgeschichte des Musikers anhand seltenen Archivmaterials, persönlicher Rückblicke und außergewöhnlicher Live-Auftritte. Produziert wurde der Film von Banger Films, das bereits für zahlreiche renommierte Musikdokumentationen verantwortlich zeichnet.

Drei prominente Schlagzeuger übernehmen Pearts Platz

Für die Dokumentation nahmen die verbliebenen Rush-Mitgründer Geddy Lee und Alex Lifeson gemeinsam mit drei hochkarätigen Gastschlagzeugern Proberaumaufnahmen klassischer Rush-Songs auf. Mit dabei sind Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers, Danny Carey von Tool sowie Stewart Copeland von The Police. Während Lee und Lifeson bereits 2022 beim zweiten Taylor-Hawkins-Gedenkkonzert gemeinsam mit Smith und Carey auf der Bühne standen, handelt es sich bei der Zusammenarbeit mit Copeland um die erste gemeinsame musikalische Begegnung überhaupt, obwohl dieser Peart über Jahre hinweg eng befreundet war.

Archivaufnahmen geben Peart selbst eine Stimme

Neben den Interviews mit Weggefährten und bewundernden Schlagzeugkollegen kommt in der Dokumentation auch Peart selbst über historisches Archivmaterial zu Wort. In einem der verwendeten Interviewausschnitte spricht er über seinen eigenen Anspruch, sich als Musiker stetig weiterzuentwickeln und sein Spiel kontinuierlich frisch zu halten, was er als seine ureigene Verantwortung als Schlagzeuger verstand.

Rush-Geschichte zwischen Rückzug und Neuanfang

Rush hatte sich nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt 2015 in Los Angeles faktisch aufgelöst, nachdem sich Peart aufgrund chronischer Schmerzen und einer Sehnenentzündung zum Rückzug vom Live-Betrieb entschlossen hatte. Selbst ein äußerst lukratives Angebot für eine mehrjährige Residency in Las Vegas lehnte er damals konsequent ab. Peart verstarb schließlich 2020 im Alter von 67 Jahren an einer Krebserkrankung. Erst im Juni dieses Jahres kehrten Lee und Lifeson im Rahmen ihrer „Fifty Something“-Tour mit der neuen Schlagzeugerin Anika Nilles gemeinsam auf die Bühne zurück, wobei jeder Auftritt bewusst mehrere Hommagen an Peart enthält.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, Rolling Stone Deutschland, MusicRadar, CBC, Exclaim, The Music Universe

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