
Gerüchte um politische Nähe
Die kanadische Popmusikerin Tate McRae sieht sich seit geraumer Zeit mit Spekulationen konfrontiert, sie stehe der Trump-nahen MAGA-Bewegung nahe. Ausgangspunkt der Diskussion war ihre 2025 entstandene Zusammenarbeit mit dem US-Countrymusiker Morgan Wallen am gemeinsamen Song „What I Want“, der McRae ihre erste Nummer-eins-Platzierung in den Billboard Hot 100 einbrachte. Wallen selbst hat sich nie öffentlich politisch positioniert, wird jedoch in weiten Teilen der Öffentlichkeit mit konservativen Kreisen und einer gewissen Nähe zur MAGA-Ästhetik in Verbindung gebracht.
Zusätzliche Brisanz durch Olympia und Beziehungsgerücht
Verstärkt wurden die Spekulationen durch eine Werbekampagne für das Team USA im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 sowie durch eine gerüchteweise kolportierte Beziehung zum Eishockeyprofi Jack Hughes. Hughes geriet seinerseits in die Kritik, nachdem er gemeinsam mit weiteren Spielern des US-Nationalteams während eines Glückwunschanrufs von Präsident Trump nach dem Olympiasieg über eine als sexistisch empfundene Bemerkung gelacht haben soll.
Zurückhaltende, aber deutliche Antwort
In einem aktuellen Interview mit dem Magazin Variety äußerte sich die 23-Jährige erstmals ausführlicher zu den anhaltenden Spekulationen, ohne dabei eine konkrete politische Positionierung vorzunehmen. Sie erklärte, ihre Haltung lieber über die Organisationen auszudrücken, die sie unterstütze, sowie über das Umfeld, das sie auf ihren Tourneen schaffe. Es sei ihrer Meinung nach recht offensichtlich, für welche Werte sie stehe, und sie hoffe, dass ihre Fans dies anhand ihres Engagements erkennen könnten. Konkret verwies sie dabei unter anderem auf eine von ihr beworbene Kapuzenpulli-Kollektion, deren Erlöse teilweise an die LGBTQ+-Suizidpräventionsorganisation The Trevor Project sowie an die Stiftung Global Fund for Women gehen.
Bewusster Schutz der eigenen Privatsphäre
McRae betonte zudem, sich generell davor zu scheuen, öffentlich über ihr Privatleben oder tagespolitische Themen zu sprechen, und versuche bewusst, sich nicht in Spekulationen jeglicher Art hineinziehen zu lassen. Bereits in einem früheren Interview mit Rolling Stone im Dezember 2025 hatte sie sich zu der Kontroverse um die Wallen-Kollaboration geäußert und betont, ihr sei es damals allein um den musikalischen Genre-Wechsel gegangen, ohne dass ihr bewusst gewesen sei, wie sehr ein einzelner Song mit anderen Faktoren in Verbindung gebracht werden könnte.
Erfolgreicher Sommer trotz anhaltender Debatte
Unabhängig von der politischen Debatte befindet sich McRae derzeit in einer der erfolgreichsten Phasen ihrer Karriere. Die Musikerin arbeitet bereits an ihrem vierten Studioalbum, headlinete kürzlich das Lollapalooza-Festival in Chicago und wird in Kürze erstmals in ihrer kanadischen Heimat beim Osheaga-Festival in Montreal auftreten.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone, Variety, Fox News, CBC News, Forbes
