Pasi Välkkynen from Finland, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons
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George R. R. Martin reading

Erstes persönliches Lebenszeichen seit Monaten

Der Fantasy-Autor George R.R. Martin hat sich in einem persönlichen Blogeintrag erstmals seit fast sechs Monaten wieder selbst zu Wort gemeldet. Sein letzter eigenhändig verfasster Beitrag war am 19. Februar erschienen, alle nachfolgenden Einträge wurden von seinem Team verfasst. Der 77-jährige Schöpfer der „Das Lied von Eis und Feuer“-Saga beschrieb das vergangene Jahr als überaus stressig und stellenweise überwältigend, geprägt von einer Mischung aus großartigen Momenten und regelrechten Albträumen.

Offene Worte über Verlust und psychische Belastung

In seinem Beitrag räumte Martin ein, Freunde verloren zu haben und mit Traurigkeit und depressiven Phasen gekämpft zu haben. Zugleich deutete er an, dass die kommende Zeit möglicherweise noch schwieriger werden könnte. Auch sein vergangener 77. Geburtstag im September sei für ihn Anlass gewesen, über das zunehmende Alter nachzudenken, das er als wenig erfreulich empfinde. Konkrete Details zu Diagnose oder Behandlung nannte er in seinem Beitrag nicht, machte jedoch deutlich, dass das Leben eben aus genau solchen Höhen und Tiefen bestehe, wie es auch in seinen eigenen Geschichten immer wieder thematisiert werde.

Lichtblick durch neun Emmy-Nominierungen

Trotz der schwierigen persönlichen Umstände hatte das Jahr für Martin auch erfreuliche Momente zu bieten. Besonders stolz zeigte er sich über die HBO-Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“, die auf seinen Dunk-und-Egg-Novellen basiert und die er gemeinsam mit Ira Parker entwickelt hat. Die Serie erhielt insgesamt neun Emmy-Nominierungen, darunter auch in der wichtigen Kategorie der besten Dramaserie. Bedauert zeigte er sich lediglich darüber, dass die Hauptdarsteller Peter Claffey und Dexter Sol Ansell bei den Schauspielkategorien leer ausgingen. Ob er selbst an der Verleihung im September in Los Angeles teilnehmen kann, ließ er offen und verwies auf verschiedene noch ungeklärte Umstände.

Anhaltendes Warten auf den nächsten Roman

Unerwähnt blieb in dem aktuellen Beitrag hingegen der Stand des lange erwarteten sechsten Bandes seiner Romanreihe. Seit dem Erscheinen von „Der Sohn des Greifen“ sind mittlerweile 15 Jahre vergangen, was unter Fans regelmäßig für Diskussionen sorgt. Martin selbst hatte bereits bei früheren öffentlichen Auftritten über den anhaltenden Druck gesprochen, der mit den Erwartungen an die Fertigstellung des Werkes einhergeht. Kommentare unter seinem aktuellen Blogbeitrag wurden deaktiviert.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, NBC News, CBC Books, The Wrap, TheTab

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