Eva Rinaldi, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons
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Eklat bei großer 80er-Party

Bei der Veranstaltung „Die 80er Live“ im Frankfurter Waldstadion ist es am Samstagabend, den 8. August 2026, zu einem unerwarteten Zwischenfall gekommen. Vor rund 28.000 Besucherinnen und Besuchern wurde der frühere Culture-Club-Sänger Boy George zunächst begeistert empfangen, bevor sein Auftritt bereits nach wenigen Minuten ein abruptes Ende fand. Neben ihm standen an diesem Abend unter anderem Kim Wilde, Alphaville, Tony Hadley und Holly Johnson auf der Bühne.

Probleme von Beginn an

Bereits beim Eröffnungssong hatte der 65-Jährige sichtlich mit Problemen an seinen In-Ear-Monitoren zu kämpfen und gestikulierte wiederholt in Richtung der Tontechniker. Nach zwei Titeln stoppte er schließlich mitten im nächsten Song seine Begleitband und versuchte zunächst, „Time (Clock of the Heart)“ ohne instrumentale Unterstützung weiterzusingen, bevor er sich mit einem knappen Abschiedsgruß verabschiedete und unter lautstarken Buhrufen des Publikums die Bühne verließ.

Schwere Vorwürfe in sozialen Netzwerken

Kurz nach dem Vorfall äußerte sich Boy George in einem inzwischen gelöschten Beitrag auf der Plattform X mit deutlichen Vorwürfen. Er machte die Verantwortlichen an den Bühnenmonitoren dafür verantwortlich, seinen Auftritt bewusst sabotiert zu haben, da die In-Ear-Monitore so laut eingestellt gewesen seien, dass er seine eigene Stimme kaum habe hören können. Auf seine Bitte hin, die Lautstärke zu reduzieren, seien die Monitore stattdessen noch lauter gestellt worden. Nach eigenen Angaben verfüge er über jahrzehntelange Live-Erfahrung und erkenne den Geruch von Sabotage, wenn er ihm begegne.

Zusammenhang mit vorausgegangener Kontroverse

Der Auftritt in Frankfurt fand vor dem Hintergrund einer bereits länger andauernden öffentlichen Kontroverse statt. Boy George hatte kurz zuvor mit seinem Song „We Will Dance Again“ seine Solidarität mit Israel sowie mit den Überlebenden des Hamas-Angriffs auf das Nova-Musikfestival vom 7. Oktober 2023 bekundet und war dafür in den vergangenen Wochen teils heftig kritisiert worden. Zur Begrüßung des Frankfurter Publikums erwähnte er, dass es sich um seinen ersten Auftritt handle, seit er in der öffentlichen Wahrnehmung gewissermaßen „gecancelt“ worden sei.

Offene Fragen zur tatsächlichen Ursache

Ob die technischen Probleme im Waldstadion tatsächlich absichtlich herbeigeführt wurden, ließ Boy George in den folgenden Tagen selbst offen. Auf eine entsprechende Nachfrage auf X antwortete er am Montag, er werde die Wahrheit darüber vermutlich nie erfahren. Der Sound sei bei der abendlichen Probe zunächst unauffällig gewesen. Unabhängig von den Ursachen sorgte der abrupte Bühnenabgang für erhebliche Verstimmung im Publikum, ehe der folgende Auftritt von Holly Johnson mit Hits von Frankie Goes to Hollywood die Stimmung im Stadion wieder aufleben ließ.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Jüdische Allgemeine, Promiflash, t-online, hessenschau

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