Tech. Sgt. Samuel King Jr., Public domain, via Wikimedia Commons
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Six-time Grammy winning R & B singer John Legend entertained a crowd of more than 1,000 Nov. 14, 2010, in Niceville, Fla. The show was part of the Air Force Reserve's "Stateside Tour for the Troops" series of concerts and special events. (U.S. Air Force photo/ Tech. Sgt. Samuel King Jr.)

Absage Stunden vor dem Auftakt

Das erste Los Angeles Jazz Festival, das am Freitag, den 7. August, mit einer Eröffnungsfeier in Leimert Park Village hätte starten sollen, wurde nur wenige Stunden vor Beginn vollständig abgesagt. Zu den Dutzenden gebuchten Künstlerinnen und Künstlern des zweiwöchigen, stadtweiten Events zählten John Legend, Janelle Monáe, Parliament-Funkadelic mit George Clinton, Charlie Wilson, Raphael Saadiq sowie zahlreiche weitere Namen. Ursprünglich sollten sich rund 250.000 Besucherinnen und Besucher über die gesamte Laufzeit des Festivals verteilen.

Behördliche Auflagen als offizieller Grund

Festivalgründer Martin Ludlow, ein ehemaliges Mitglied des Stadtrats von Los Angeles, begründete die Entscheidung mit erheblichen, kurzfristig aufgetretenen Auflagen im Bereich der öffentlichen Sicherheit sowie unerwartet hohen städtischen Kosten im Zusammenhang mit der endgültigen Genehmigung des geplanten Strandfestivals. Man habe sich daher schweren Herzens dazu entschlossen, das erste Los Angeles Jazz Festival auf das kommende Jahr zu verschieben. Ursprünglich hatten die Veranstalter zunächst lediglich die Eröffnungsveranstaltungen abgesagt, bevor am Freitag die vollständige Verschiebung des gesamten Festivals bekanntgegeben wurde.

Betroffene Musikerinnen und Musiker äußern deutliche Kritik

Besonders für Unmut sorgte die Art und Weise, wie die Absage kommuniziert wurde. Mehrere lokale Musikschaffende berichteten, erst sehr kurzfristig oder teilweise gar nicht offiziell über die Absage informiert worden zu sein. So erschien etwa eine New-Orleans-Brass-Band zu einer geplanten Eröffnungszeremonie am Rathaus, ohne zuvor über deren Absage in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Ein Musikerkollege äußerte öffentlich seine tiefe Enttäuschung über die mangelhafte Kommunikation gegenüber den Künstlerinnen und Künstlern, die bereits Verträge unterzeichnet, sich vorbereitet und sich zu ihren Auftritten eingefunden hatten, und forderte die Veranstalter auf, öffentlich Rechenschaft abzulegen sowie ihre vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten.

Ein geplanter Höhepunkt am Strand

Als krönender Abschluss des Festivals war ursprünglich am 22. und 23. August ein zweitägiges Konzert am Dockweiler Beach vorgesehen, bei dem unter anderem John Legend, Janelle Monáe sowie Parliament-Funkadelic hätten auftreten sollen. Auch dieser Programmpunkt wurde nach Angaben der Los Angeles Times inzwischen vollständig gestrichen. Weitere geplante Programmpunkte des Festivals umfassten kostenlose Jazzkonzerte in Parks der gesamten Region sowie nächtliche Auftritte in lokalen Clubs.

Reaktionen und Vergleiche in den sozialen Netzwerken

Angesichts der kurzfristigen und vollständigen Absage des groß angekündigten Events zogen zahlreiche Kommentatorinnen und Kommentatoren in sozialen Netzwerken bereits Parallelen zum berüchtigten, gescheiterten Fyre Festival. Die Veranstalter kündigten an, den betroffenen Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Publikum weiterhin verpflichtet zu bleiben und sich für eine erstklassige Erfahrung im kommenden Jahr einzusetzen, die dem großen Erbe des Jazz sowie der Stadt Los Angeles gerecht werden solle.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Rolling Stone, Billboard, Variety, NME, ABC7 Los Angeles, KTLA

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