
Musikalisches Zeichen nach Anschlag auf den CSD
Am Dienstag, den 18. August 2026, findet in der Berliner Columbiahalle ein groß angelegtes Benefizkonzert unter dem Titel „Fresse auf für queere Freiheit“ statt. Anlass ist ein Anschlag am Rande des diesjährigen Christopher Street Day in Berlin, bei dem eine Frau getötet und mehrere weitere Menschen verletzt wurden. Organisiert wird die Veranstaltung vom Rapper Baran Kok gemeinsam mit zahlreichen befreundeten Künstlerinnen und Künstlern, die mit dem Abend ein deutliches Zeichen gegen queerfeindliche Gewalt setzen wollen.
Prominent besetztes Line-up
Auf der Bühne der Columbiahalle stehen an diesem Abend insgesamt sechzehn Acts, angeführt von Musiklegende Herbert Grönemeyer sowie den Rapperinnen Ikkimel, Badmómzjay und Juju. Ergänzt wird das Programm unter anderem durch die Künstlerinnen und Künstler Apsilon, Blond, Ebow, Domiziana, Ceren, Soho Bani, OG Lu, Mariybu, Siovo, Keshia, Ayca sowie Gastgeber Baran Kok selbst. Durch den Abend führt Moderatorin Barbie Breakout. Einlass ist um 18 Uhr.
Erlöse für queere Hilfsangebote
Sämtliche Einnahmen des Abends kommen zwei Zwecken zugute: zum einen der Schwulenberatung Berlin, die seit den 1980er-Jahren queeren Menschen Beratung, Schutz und Unterstützung bietet und inzwischen zur größten LSBTI*-Hilfsorganisation Europas zählt, zum anderen CSD-Initiativen im ländlichen Ostdeutschland. Dort sollen die Spenden konkret Hilfsangeboten für queere Kinder und Jugendliche sowie der Rechtsberatung für geflüchtete LSBTI*-Personen zugutekommen. Die Organisatoren betonten, dass gerade im ländlichen Raum solche Veranstaltungen wie der CSD wichtige Orte der Begegnung und des Zusammenhalts darstellen.
Konzert bereits ausverkauft
Aufgrund der großen Nachfrage gilt das Benefizkonzert inzwischen als vollständig ausverkauft. Da die Columbiahalle selbst keine eigenen Tickets verkauft, sondern lediglich als Veranstaltungsort fungiert, gibt es auch an der Abendkasse keine Restkarten mehr zu erwerben. Wer das Konzert dennoch finanziell unterstützen möchte, kann dies unabhängig vom Ticketkauf direkt über eine gesonderte Spendenoption im Ticketshop des Veranstalters Loft Concerts tun.
Musik als Zeichen der Solidarität
In seiner Ankündigung betonte Baran Kok, dass bloße Worte ohne konkrete Unterstützung wenig bewirken könnten und man mit dem Konzert Haltung zeigen und gelebte Solidarität für queere Freiheit demonstrieren wolle. Musik allein könne das Geschehene zwar nicht ungeschehen machen, so der Grundgedanke der Veranstaltung, doch sie könne Menschen zusammenbringen, Räume schaffen und aus Anteilnahme konkrete Solidarität werden lassen.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Musikexpress, Rolling Stone Deutschland, DIFFUS, t-online, Loft Concerts, Columbiahalle Berlin
