Selbymay, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons
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Le groupe Slaughter to Prevail au Hellfest 2024.

Die russischstämmige Deathcore-Band Slaughter To Prevail spielte am Samstag, den 8. August, als Headliner beim britischen Bloodstock Open Air. Bereits im Vorfeld des Auftritts formierte sich jedoch Widerstand gegen die Formation, wobei besonders Frontmann Alex Terrible im Zentrum der Kritik stand.

Alte Vorwürfe neu entfacht

Die Kontroverse um den Sänger ist nicht neu. Terrible sieht sich seit Jahren mit Vorwürfen konfrontiert, die sich um frühere Äußerungen zu Geschlecht und Sexualität sowie um vergangene Verbindungen zur rechtsextremen Szene drehen, darunter ein mittlerweile überdecktes Tattoo, das ursprünglich ein als „Schwarze Sonne“ bekanntes Symbol zeigte. Bereits 2023 hatte er nach einem Beitrag mit dem Titel „4 Rules of a Real Man“ heftige Kritik geerntet, in dessen Folge ihm viele ein homophobes Auftreten vorwarfen. In der Vorbereitung auf das Festival sollen Demonstrierende nun sogar gefordert haben, den Auftritt der Band gänzlich zu streichen.

Terribles Reaktion in den sozialen Medien

Nach dem Konzert meldete sich der 33-Jährige in mehreren mittlerweile wieder gelöschten Instagram-Beiträgen zu Wort. Er teilte Ausschnitte aus Nachrichten und Kommentaren von Fans und ging öffentlich auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ein. In einem ersten Video äußerte er Unverständnis darüber, wofür genau er sich gegenüber der Trans-Community entschuldigen solle, zeigte sich zugleich aber grundsätzlich gesprächsbereit, sollte ihm jemand die Hintergründe erklären. Zudem erwähnte er, ihm sei berichtet worden, dass bereits vor dem Auftritt versucht worden sei, diesen durch Proteste zu verhindern.

Zwischen Verteidigung und Gesprächsbereitschaft

In weiteren Beiträgen betonte Terrible, er behandle grundsätzlich jeden Menschen respektvoll, solange dieser im Gegenzug seine eigenen Grenzen und Überzeugungen respektiere. Auf Kritik der bekannten Kommentatorin Blaire White reagierte er mit dem Hinweis, seine Haltung – dass er sich schlicht nicht in die persönlichen Lebensentwürfe oder Identitäten anderer Menschen einmischen wolle – werde fälschlicherweise als Hassrede ausgelegt. Auch mit dem wiederholt gegen ihn erhobenen Vorwurf, ein Anhänger nationalsozialistischen Gedankenguts zu sein, setzte er sich in seinen Beiträgen kritisch auseinander.

Frühere Stellungnahme aus der Band

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte sich Bandgitarrist Jack Simmons öffentlich zu den wiederkehrenden Vorwürfen geäußert. Er wies eine nationalsozialistische Gesinnung der Band entschieden zurück, räumte jedoch ein, dass die Kontroversen um Terribles frühere Entscheidungen zu einem gewissen Grad hausgemacht seien. Simmons verwies zudem darauf, dass die symbolische Bedeutung des inzwischen überdeckten Tattoos in Osteuropa und Russland anders zu bewerten sei als im westeuropäischen Kontext.

Band bleibt trotz Kontroversen gefragt

Ungeachtet der wiederkehrenden Debatten bleibt Slaughter To Prevail international gefragt. Die Band veröffentlichte zuletzt ihr Album „GRIZZLY“ über Sumerian Records und tourte im Rahmen der erfolgreichen „Winter Grizzly“-Headline-Tour sowie mehreren Sommerfestivals durch Europa, wobei der Auftritt bei Bloodstock nach Angaben der Veranstalter restlos ausverkauft war.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Metal Hammer, Loudwire, Lambgoat, Vice, Chaoszine, The Mosh

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