Nach dem verheerenden Erdbeben, das Kolumbien am 10. August erschütterte, hat Popstar Shakira ihre Unterstützung für den Wiederaufbau der besonders betroffenen Region Chocó zugesagt. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Philanthropen Howard Buffett besuchte die Sängerin eine Woche nach dem Beben die Provinzhauptstadt Quibdó, um sich selbst ein Bild von den Schäden zu machen.
Ein Beben mit verheerenden Folgen
Das Erdbeben der Stärke 7,4 richtete in weiten Teilen Westkolumbiens schwere Zerstörungen an. Nach jüngsten Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde starben mindestens 287 Menschen, mehr als 4.100 wurden verletzt, und rund 194 Personen gelten weiterhin als vermisst. Landesweit wurden mehr als 2.800 Schulen beschädigt, ein Großteil davon in der Region Chocó, in der überwiegend afrokolumbianische und indigene Bevölkerungsgruppen leben.
Zehn neue Schulen mit Unterstützung der Buffett-Stiftung
Bei ihrem Besuch kündigte Shakira an, gemeinsam mit ihrer seit über zwei Jahrzehnten in der Region aktiven Stiftung Fundación Pies Descalzos rund zehn Bildungseinrichtungen im Chocó wieder aufzubauen. Unterstützt wird das Vorhaben von der Howard G. Buffett Foundation, die bereits zuvor mit Shakira an Bildungsprojekten in Kolumbien zusammengearbeitet hatte. Buffett selbst brachte seine enge Verbundenheit zu dem Projekt zum Ausdruck, indem er betonte, er folge jedem Ruf der Sängerin.
Zusätzliche Millionenspende von Global Citizen und Live Nation
Neben der Zusammenarbeit mit der Buffett-Stiftung sicherte sich Shakira weitere finanzielle Unterstützung: Die philanthropische Organisation Global Citizen stellt 500.000 Dollar zur Verfügung, während der Konzertveranstalter Live Nation, der zuletzt ihre Welttournee „Las Mujeres Ya No Lloran“ betreute, denselben Betrag beisteuert. Insgesamt kommen damit eine Million Dollar an frischen Spendengeldern für die Wiederaufbaumaßnahmen zusammen.
Auch die Universität der Region soll wiederhergestellt werden
Über den Schulneubau hinaus kündigte Shakira an, sich persönlich für den Wiederaufbau der bei dem Beben beschädigten Universidad Tecnológica del Chocó einzusetzen. Sie bezeichnete die Region als einen Ort, der ihr besonders am Herzen liege, da sie dort über die Jahre miterlebt habe, wie Schülerinnen und Schüler in den von ihrer Stiftung unterstützten Klassenräumen heranwuchsen.
Sorge um die Zeit nach dem Ausnahmezustand
Gegenüber Journalisten äußerte die Sängerin ihre größte Sorge: dass die zerstörten Schulen nach Auslaufen des aktuellen Ausnahmezustands nicht wieder aufgebaut würden und die betroffenen Menschen in Vergessenheit gerieten. Jeder Tag, an dem Kinder nicht zur Schule gehen könnten, sei für sie ein verlorener Tag auf dem Weg in eine bessere Zukunft.
Langjähriges soziales Engagement in der Heimat
Die Fundación Pies Descalzos, die Shakira bereits in den Neunzigerjahren gründete, engagiert sich seit mehr als zwanzig Jahren für den Bau von Schulen und die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Kolumbien. Erst im Oktober vergangenen Jahres war die Sängerin zudem einem Beirat eines gemeinsam von der FIFA und Global Citizen verwalteten Bildungsfonds beigetreten, dem unter anderem auch Serena Williams angehört.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Euronews, dpa, KSAT, Emirates 24|7, T-Online
