
Die niederländische Art-Rock-Band De Staat hat das offizielle Musikvideo zu ihrem neuen Song „The Underdog“ veröffentlicht. Der Track ist Teil des kommenden, selbstbetitelten siebten Studioalbums der Band und wurde zuvor bereits beim Festival Down The Rabbit Hole 2026 im niederländischen Beuningen im Rahmen des neuen Bühnenkonzepts „De Staat Becomes De Staat“ live gespielt.
Ein Comeback nach zweijähriger Pause
Nach einer zweijährigen kreativen Auszeit meldete sich die aus Nijmegen stammende Band im April mit der vieldiskutierten Single „THE KING“ zurück. Wie sich mittlerweile herausstellte, war dieser Song lediglich der Vorbote eines deutlich größeren Projekts: Am 18. September erscheint über V2 Records das siebte Studioalbum der Band, schlicht „DE STAAT“ betitelt – ein bewusster Rückgriff auf den eigenen Bandnamen, den die Musiker vor 25 Jahren wählten.
Macht, Manipulation und die Grenze zwischen Realität und Fiktion
Frontmann Torre Florim erläuterte in einer Stellungnahme, dass sich die Band über die Jahre immer wieder mit Themen wie Macht, Glauben und der zunehmend verschwimmenden Grenze zwischen Realität und Fiktion auseinandergesetzt habe. Die gegenwärtige Weltlage habe die Band nach seinen Worten noch tiefer auf diesen düsteren Pfad gezogen, sodass der einst gewählte Bandname plötzlich eine ganz neue, tiefere Bedeutung erhalte. Bereits die zweite Singleauskopplung „THE FIRE“ widmete sich mit treibenden Rhythmen und konfrontativen Texten explizit der wachsenden gesellschaftlichen Tendenz, globale Krisen aus sicherer Distanz zu beobachten, ohne aktiv zu handeln.
Ein multimediales Live-Spektakel
Begleitet wird die Albumveröffentlichung von einem aufwendigen konzeptuellen Bühnenprojekt namens „De Staat Becomes De Staat“, das die Band gemeinsam mit einem Team aus Regisseurinnen, audiovisuellen Künstlern, Lichtdesignerinnen und Tontechnikern entwickelt hat. Die Produktion verbindet klassische Liveperformance mit großflächiger konzeptueller Bühnengestaltung und soll die dystopischen Grundthemen des Albums zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis erweitern. Der Auftritt beim Festival in Beuningen, bei dem die Band trotz ihrer Heimspiel-Situation nicht auf der Hauptbühne, sondern im kleineren Teddy-Widder-Zelt spielte, galt als erster größerer Test dieses neuen Konzepts vor Publikum.
Theateraufführungen als besonderer Auftakt
Die offizielle Premiere des Konzepts ist für den 2. und 3. Oktober im ehrwürdigen Koninklijk Theater Carré in Amsterdam vorgesehen, bevor die Band im Anschluss auf eine ausgedehnte Europa- und Großbritannien-Tournee geht. Für die kreative Umsetzung der Show konnte die Band ein Team gewinnen, das zuvor bereits mit Künstlern wie Thom Yorke und Fred Again zusammengearbeitet hat, was auf ein besonders immersives Bühnenerlebnis hoffen lässt.
Von viralem Hit zu internationaler Anerkennung
De Staat wurde 2006 von Sänger und Gitarrist Torre Florim gegründet und erlangte insbesondere durch das 2015 viral gegangene Musikvideo zu „Witch Doctor“ internationale Bekanntheit weit über die niederländischen Landesgrenzen hinaus. Die Band spielte bereits auf großen Festivalbühnen wie SXSW, Glastonbury, Lowlands, Sziget, Boomtown, Pukkelpop und Deichbrand und tourte unter anderem mit den Rolling Stones, Muse und Biffy Clyro. Das neue Album folgt auf „Red, Yellow, Blue“ aus dem Jahr 2023 und markiert damit die siebte Studioveröffentlichung der Bandgeschichte.
Tourdaten
Im Rahmen der Tournee zu „De Staat Becomes De Staat“ sind unter anderem folgende Termine bestätigt: 25. September in Sint-Niklaas, 2. und 3. Oktober in Amsterdam, 27. Oktober in Heidelberg, 28. Oktober in Köln, 30. Oktober in Hamburg, 31. Oktober in Berlin, 1. November in Prag, 2. November in München, 4. November in Zürich, 5. November in Nyon, 6. November in Paris, 7. November in Brügge sowie 9. November in Bristol.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: The Line of Best Fit, FrontView Magazine, Soundsphere Magazine, Rockshot Magazine, Music-News.com, daMusic, Setlist.fm, Ticketmaster
