Tabercil, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons
Der überraschende Tod von Hayden Panettiere hat eine Kontroverse um die Kosmetikmarke Neutrogena neu entfacht. Die Schauspielerin, bekannt aus Serien wie „Heroes“ und „Nashville“, wurde am 16. August in einer Wohnung in Greenville, South Carolina, leblos aufgefunden und noch am selben Nachmittag für tot erklärt. Sie wurde 36 Jahre alt. Eine Obduktion wurde durchgeführt, die endgültige Todesursache steht laut den zuständigen Behörden noch aus.
Zehn Jahre als Werbegesicht
Panettiere war ab 2005 als Teenagerin über ein Jahrzehnt hinweg das Gesicht von Neutrogena und bewarb in zahlreichen TV- und Printkampagnen die Reinigungsprodukte und Gesichtsbürsten des Unternehmens. Die Partnerschaft endete jedoch abrupt, nachdem sie sich 2015 in der Talkshow „Live with Kelly and Michael“ öffentlich zu ihrer postpartalen Depression nach der Geburt ihrer Tochter geäußert hatte.
Vorwürfe wegen Moralklausel
In ihren im Frühjahr 2026 erschienenen Memoiren „This Is Me: A Reckoning“ sowie in mehreren Interviews zur Buchpromotion schilderte Panettiere, dass ihr Vertrag zwar nicht sofort beendet, im Folgejahr aber unter Berufung auf eine sogenannte Moralklausel nicht verlängert worden sei. Im Podcast „On Purpose“ von Jay Shetty berichtete sie, ausgerechnet dieser Grund für die Trennung sei für sie völlig unerwartet gewesen. Zehn Jahre lange Zusammenarbeit seien mit Schweigen beendet worden, niemand aus dem Unternehmen habe sich bei ihr gemeldet, was sie sehr getroffen habe. Sie beschrieb zudem, wie stark die Moralklauseln in jener Zeit ihr Leben als junge, von Paparazzi verfolgte Vertragsnehmerin geprägt hätten.
Reaktionen nach ihrem Tod
Nach Panettieres Tod griffen zahlreiche Fans in sozialen Netzwerken die älteren Aussagen wieder auf und forderten öffentlich einen Boykott der Marke. Neutrogena reagierte daraufhin mit einer Stellungnahme über Instagram, in der das Unternehmen erklärte, man sei sich bewusst, Panettiere in einer schwierigen Zeit das Gefühl fehlender Unterstützung vermittelt zu haben. Man würdigte zugleich ihren Mut, offen über ihre Erfahrungen gesprochen zu haben, und kündigte eine finanzielle Unterstützung für eine Organisation an, die sich für den Zugang von Frauen zu Hilfsangeboten bei postpartaler Depression einsetzt. Weitere Einzelheiten dazu wolle man zu gegebener Zeit mitteilen. Zu den ursprünglichen Vorwürfen rund um die Vertragsbeendigung selbst äußerte sich das Unternehmen bislang nicht direkt.
Autor: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Variety, CBC News, NBC News, TMZ, Fox Carolina, NZ Herald
