
Raph_PH, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons
Fans, die im vergangenen Jahr keine Karte für die Reunion-Tour von Oasis ergattern konnten, erhalten ab dem 11. September eine zweite Chance, die Band hautnah zu erleben. An diesem Tag startet der Dokumentarfilm über das Comeback von Liam und Noel Gallagher in ausgewählten Kinos, darunter auch in IMAX-Sälen. Der Film blickt zurück auf die Live-25-Tournee, die zu den meistbeachteten Konzertereignissen des vergangenen Jahres zählte und laut offiziellen Angaben zur Ticketnachfrage bei weitem nicht alle Interessenten bedienen konnte.
Ein Trailer voller alter Wunden
Der inzwischen veröffentlichte offizielle Trailer lässt keinen Zweifel daran, dass die Versöhnung der Brüder kein leichter Weg war. Liam Gallagher blickt darin auf das Ende der Band im Jahr 2009 zurück und macht unmissverständlich klar, dass ihm die damaligen Umstände bis heute missfallen. Die Szene bezieht sich auf den berüchtigten Streit in der Garderobe beim Festival Rock en Seine, bei dem Liam seinem Bruder eine Gitarre entgegenschleuderte und die Band damit faktisch beendete. Auch Noel Gallagher kommt im Trailer zu Wort und lässt erkennen, wie groß seine Zweifel vor der Rückkehr auf die Bühne tatsächlich waren. Er habe sich lange nicht vorstellen können, wieder gemeinsam mit Liam aufzutreten, und die Sorge sei real gewesen, dass die alten Spannungen erneut alles zum Einsturz bringen könnten.
Von der Probebühne bis zum Eröffnungskonzert
Die Doku begleitet den Weg der Band von den ersten gemeinsamen Proben bis zum Auftaktkonzert der Tournee im walisischen Cardiff, wo Liam die Shows später als eine Art Befreiung von alten Dämonen beschrieb. Neben Konzertmitschnitten enthält der Film auch das erste gemeinsame Interview der Brüder seit über 25 Jahren sowie Backstage-Material, das Einblicke in die Vorbereitung des Comebacks gewährt. Damit versteht sich der Film nicht nur als Konzertfilm, sondern als persönliche Aufarbeitung einer der bekanntesten Bandtrennungen der britischen Musikgeschichte.
Prominente Namen hinter der Kamera
Konzipiert und produziert wurde der Film von Steven Knight, der als Schöpfer der Serie „Peaky Blinders“ bekannt ist. Die Regie übernahmen Dylan Southern und Will Lovelace, die bereits mit einer Dokumentation über LCD Soundsystem Erfahrung im Musikfilm-Genre gesammelt haben. Produziert wurde das Projekt von Magna Studios und Sony Music Vision. Seine Weltpremiere feiert der Film beim Filmfestival in Venedig, ehe er regulär in die Kinos kommt.
Kinostart und anschließende Streaming-Auswertung
Nach dem Kinostart am 11. September soll der Film exklusiv bei Disney+ im internationalen Streaming verfügbar sein, während er in den USA zusätzlich auch über Hulu abrufbar sein wird. Damit setzt die Band auf eine zweistufige Auswertung, die zunächst das Kinoerlebnis in den Vordergrund stellt, bevor der Film einem breiteren Streaming-Publikum zugänglich gemacht wird.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Musikexpress, Rolling Stone, Billboard, NME, Variety, The Circle, ad-hoc-news.de
