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Fontaines dc Glastonbury 2019 Williams Green
Simoncromptonreid, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Kaum eine Band hat das musikalische Bild Irlands in den vergangenen Jahren so geprägt wie das Dubliner Quintett Fontaines D.C. Was einst als Post-Punk-Geheimtipp begann, ist mittlerweile zu einem globalen Phänomen gewachsen, das eine ganze Generation von Musikfans anspricht. Nun steht der nächste große Schritt bevor: Am 16. Oktober 2026 erscheint über XL Recordings das fünfte Studioalbum der Band mit dem Titel „Dopamine Chamber“.

Von Dublin auf die großen Bühnen der Welt

Die Geschichte der Gruppe beginnt Mitte der 2010er-Jahre in Dublin, wo sich Sänger Grian Chatten, die Gitarristen Carlos O’Connell und Conor Curley, Bassist Conor Deegan III und Schlagzeuger Tom Coll während ihres Musikstudiums am BIMM Dublin kennenlernten. Seit der Bandgründung 2014 blieb die Besetzung unverändert. 2018 unterschrieb die Gruppe bei Partisan Records, ihr Debütalbum „Dogrel“ folgte 2019 und brachte ihr direkt Nominierungen für den Mercury Prize sowie den irischen Choice Music Prize ein. Mit dem 2020 erschienenen Nachfolger „A Hero’s Death“ gelang der Sprung in die britischen Top-Ten-Charts. Den endgültigen Durchbruch zu einer der größten Rockbands der Gegenwart brachte 2024 das vierte Album „Romance“: Es debütierte auf Platz zwei der britischen Albumcharts, wurde dort mittlerweile mit Platin ausgezeichnet und bescherte der Band ihren ersten Charteinstieg in den amerikanischen Billboard 200. Zwei Grammy-Nominierungen, der Titel „International Group of the Year“ bei den BRIT Awards 2025 sowie der Album-Preis der Rolling Stone UK Awards und des Choice Music Prize unterstreichen den Ausnahmestatus, den sich die Band mittlerweile erspielt hat.

„Dopamine Chamber“: Ein neues Kapitel voller Kontraste

Nach der Tour zu „Romance“ begann die Band bereits Anfang 2025 mit dem Schreiben neuer Songs. Bassist Conor Deegan beschrieb den Schaffensprozess damals als besonders intensiv, während Gitarrist Carlos O’Connell die Arbeit an frischem Material im Frühjahr 2026 als regelrecht beflügelnd bezeichnete. Produziert wurde das neue Werk erneut von James Ford, der bereits für „Romance“ verantwortlich zeichnete. Musikalisch entfernt sich die Band mit „Dopamine Chamber“ noch weiter von der gitarrenlastigen Klangsprache ihrer frühen Alben und wagt sich in atmosphärischere, elektronisch geprägte Gefilde vor.

Für die Texte ließ sich Frontmann Grian Chatten von Aufenthalten in Venedig, Wien und auf Sizilien inspirieren. Inhaltlich beschreibt er das Album als eine bewusste Abkehr von Hoffnung zugunsten einer schonungslosen Bestandsaufnahme: Während „Romance“ nach seiner Einschätzung noch mehrheitlich von menschlichen Emotionen getragen gewesen sei, verschiebe sich das Verhältnis auf dem neuen Album stärker in Richtung einer von Technologie und Entfremdung geprägten Wahrnehmung. Er habe das Album bewusst als eine Art Warnsignal konzipiert, das die Härte der Gegenwart ungeschönt widerspiegeln solle. Bassist Conor Deegan ergänzte, dass sich die Alben der Band seit jeher mit der Frage nach Zugehörigkeit und Ort auseinandersetzten. Das Album trägt insgesamt elf Titel, von denen bislang nur zwei offiziell bekannt sind: der Opener „Six Shot Morning“ sowie die bereits veröffentlichte Vorabsingle „Marianne“, zu der auch ein von Dave Meyers inszeniertes Musikvideo erschien.

Erste Kostproben aus dem neuen Songmaterial präsentierte die Band bereits im Sommer 2026 bei intimen Konzerten im spanischen Cádiz, bevor sie sich mit Auftritten bei den Festivals Reading, Leeds und Electric Picnic auf große Bühnen zurückmeldete.

Große Europatournee führt auch nach Berlin

Passend zum neuen Album hat die Band ihre bislang umfangreichste Headliner-Tournee angekündigt: 20 Termine in 14 Ländern führen Fontaines D.C. zwischen Oktober und November 2026 durch Europa und Großbritannien, überwiegend in großen Arenen. Den Auftakt macht die Band am 21. Oktober in Lissabon, bevor es unter anderem nach Madrid, Barcelona, Bologna, Belgrad, Prag und Łódź geht. Am 2. November macht die Tour in der Berliner Max-Schmeling-Halle Station, im Vorprogramm ist das irische Post-Punk-Duo Chalk zu erleben. Anschließend führt die Route weiter nach Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Amsterdam, Antwerpen und Paris, ehe im britischen Teil der Tournee Stationen in Liverpool, Manchester, Glasgow, Leeds, Birmingham und schließlich London anstehen, wo die Tour am 27. November in der O2 Arena endet.

Bemerkenswert ist zudem das soziale Engagement rund um die Konzerte: Pro verkauftem Ticket geht ein Euro an die Hilfsorganisation War Child UK, die sich für den Schutz, die Bildung und die Rechte von Kindern einsetzt, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind.

Tourdaten Deutschland/Europa 2026 (Auszug)

  1. Oktober – Lissabon, MEO Arena
  2. Oktober – Madrid, Movistar Arena
  3. Oktober – Barcelona, Sant Jordi Club
  4. Oktober – Bologna, Unipol Arena
  5. Oktober – Belgrad, Hangar Stage 1
  6. Oktober – Prag, Sportovní hala Fortuna
  7. Oktober – Łódź, Atlas Arena
  8. November – Berlin, Max-Schmeling-Halle
  9. November – Stockholm, Hovet
  10. November – Oslo, Oslo Spektrum
  11. November – Kopenhagen, Royal Arena
  12. November – Amsterdam, Ziggo Dome
  13. November – Antwerpen, AFAS Dome
  14. November – Paris, Accor Arena
  15. November – Liverpool, M&S Bank Arena
  16. November – Manchester, AO Arena
  17. November – Glasgow, OVO Hydro
  18. November – Leeds, First Direct Arena
  19. November – Birmingham, Utilita Arena
  20. November – London, The O2 Arena

Der Vorverkauf für das Berliner Konzert startete am 1. September 2026 um 11 Uhr exklusiv über den Artist-Presale, der reguläre Ticketverkauf begann zwei Tage später.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Wikipedia, Bandcamp, Stereogum, NME, Coup de Main Magazine, Consequence, Side-Line, Loft Concerts, Visions, Louder, DIY Magazine, jenesaispop.com, t-online.de, Max-Schmeling-Halle Veranstaltungskalender

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