
Valerie Albert, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>,via Wikimedia Commons
Der Münchner Olympiapark verwandelt sich in diesem Jahr über einen deutlich längeren Zeitraum als gewohnt in eine Festivalbühne. Wo sich das Superbloom bislang auf ein klassisches Wochenende beschränkte, erstreckt sich die Ausgabe 2026 nun über fünf Tage. Grund für die Umstellung ist der laufende Umbau des Olympiastadions, das dem Festival bislang als zentrale Spielstätte diente und in dieser Form aktuell nicht zur Verfügung steht.
Zwei Phasen, ein neues Konzept
Die Veranstalter haben das Programm deshalb in zwei Abschnitte aufgeteilt. Den Auftakt bilden die sogenannten Experience Days am Samstag und Sonntag, die von mittags bis in den späten Abend hinein Musik, Kulinarik, Talkformate, Comedy und verschiedene Erlebnisbereiche auf mehreren Bühnen im Olympiapark bündeln. Im Anschluss folgen drei eigenständige Konzertabende unter der Woche, bei denen jeweils ein Headliner im Mittelpunkt steht, ergänzt durch Support-Acts. Ursprünglich war sogar eine komplette Festivalwoche mit sieben Tagen geplant. Zwei zusätzliche Konzerttermine mussten die Veranstalter jedoch aus produktionstechnischen Gründen wieder streichen, wodurch die zunächst angekündigten Auftritte einiger Künstler entfallen. Betroffene Ticketinhaber erhalten ihr Geld automatisch zurückerstattet, ein anderer Act rückt dafür in den Zeitplan des Wochenendes nach.
Neue Bereiche im Olympiapark
Da das Olympiastadion als Spielstätte wegfällt, haben die Organisatoren das gesamte Veranstaltungsgelände neu geordnet. Die Festivaldirektorin erklärte dazu sinngemäß, dass die Umstrukturierung nötig geworden sei, um sämtliche Inhalte trotz des fehlenden Stadions bestmöglich unterzubringen, ohne dabei die besondere Atmosphäre des Festivals zu verlieren. Konkret bedeutet das neue Bühnenflächen und veränderte Wegeführungen innerhalb des Olympiaparks, während der See und die zentrale Lage als bekannte Anlaufpunkte erhalten bleiben.
Neue Ticketkategorie mit Exklusivbereich
Auch beim Ticketing gibt es Neuerungen. Erstmals bietet das Festival ein sogenanntes Zusatzpaket an, das Zugang zu einem abgetrennten, bühnennahen Bereich ermöglicht. Diese Option war für die Wochenendtermine bereits vor Beginn des Festivals ausverkauft. Daneben bleibt das gestaffelte Preissystem bestehen: Tagestickets für die Experience Days starten am Samstag bei rund 89 Euro und am Sonntag bei rund 94 Euro, während die einzelnen Konzertabende unter der Woche zwischen etwa 75 und 99 Euro kosten. Für Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren gibt es an den Wochenendtagen vergünstigte Tickets für rund 49 Euro. Für Kinder – am Samstag ab sechs, am Sonntag ab zehn Jahren – existiert ein streng limitiertes Kinderticket für 24 Euro.
Prominent besetztes Line-up
Musikalisch setzt das Festival 2026 auf eine Mischung aus internationalen und nationalen Namen. An den Experience Days treten unter anderem Kygo, Zara Larsson, Tom Odell und Tash Sultana auf, ergänzt um deutschsprachige Acts. An den Konzertabenden stehen unter anderem Lorde, Sombr und Lewis Capaldi im Fokus, jeweils mit eigenem Rahmenprogramm. Für den erwarteten Besucherandrang gehen die Veranstalter am Samstag von rund 10.000 und am Sonntag von rund 20.000 Gästen aus.
Aktuelle Termine
Die Experience Days finden am 29. und 30. August jeweils von 12 bis 23 Uhr statt. Die Superbloom Concerts folgen am 31. August, 1. September und 2. September, mit Beginn am frühen Abend und einem Ende gegen 22 Uhr.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Rolling Stone, in München, Festival Experience, easy-co.de
