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Schwedische Metal-Band Pain beim Metalcamp in Tolmin
Cecil, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons

Die schwedische Industrial-Metal-Institution PAIN meldet sich mit einem neuen Track zurück, der keine Zweifel daran lässt, wohin die Reise diesmal geht. Unter dem Label Reigning Phoenix Music ist der Song erschienen, begleitet von einem gleichzeitig veröffentlichten Musikvideo. Klanglich setzt das Stück auf einen kompakten, konfrontativen Aufbau: mahlende Gitarrenriffs treffen auf einen treibenden elektronischen Puls, während Peter Tägtgrens markante Stimme das Ganze zu einem Refrain führt, der förmlich danach verlangt, lautstark mitgegrölt zu werden. In gut drei Minuten verdichtet der Song die Verunsicherung und Gereiztheit der Gegenwart zu einer Art mechanisierter Trotzhaltung.

Ein Text über Misstrauen, Reizüberflutung und mediale Verwirrung

Inhaltlich zeichnet der Song das Bild einer Gesellschaft, die von politischer Inszenierung, gegenseitigem Misstrauen, Manipulation und widersprüchlichen Wahrheiten geprägt ist. Bilder von Verschwörungsdenken prallen auf Vorwürfe der Heuchelei und gezielter Spaltung – es entsteht das Gefühl, von Lärm umgeben zu sein, ohne noch zu wissen, wem oder was man eigentlich glauben soll. Statt einfacher Antworten bietet der Song vor allem eines: eine Art Ventil, eine unverblümte Weigerung, sich am allgemeinen Wahnsinn weiter zu beteiligen.

Vater und Sohn als eingespieltes kreatives Duo

Geschrieben wurde der Song gemeinsam von Peter Tägtgren und seinem Sohn Sebastian Tägtgren, der bei PAIN das Schlagzeug spielt. Die beiden arbeiten inzwischen seit einigen Jahren eng zusammen und bauen ihre kreative Partnerschaft mit diesem Stück weiter aus. Peter Tägtgren beschreibt seine Erwartungshaltung an die Reaktionen des Publikums mit einer gewissen Neugier: Er habe stets versucht, sich musikalisch nicht zu wiederholen, und rechne damit, dass viele Hörer sich fragen werden, was hier gerade passiert. Textlich schleudere er den Zuhörern seine ganz persönliche Sicht auf die Welt und auf die vergangenen zehn Jahre entgegen – mit der Aufforderung, sich festzuhalten und gleichzeitig bereit zu sein, dabei auch zu schmunzeln.

Fortsetzung nach dem neunten Studioalbum „I Am“

Der neue Song folgt auf das im Mai 2024 erschienene neunte Studioalbum der Band, „I Am“, das über Nuclear Blast veröffentlicht wurde und unter anderem den Überraschungserfolg „Party In My Head“ enthielt. Bereits auf jenem Album hatte Sebastian Tägtgren als Mitschreiber und Co-Produzent eine wachsende Rolle übernommen. Die neue Single reduziert das gewohnte PAIN-Klangrezept nun auf seine markantesten Bestandteile: einen wuchtigen Groove, eine provokante Botschaft und einen Hook, der sich nur schwer wieder aus dem Kopf verabschiedet.

Drei Jahrzehnte ohne feste Regeln

Seit knapp dreißig Jahren agiert PAIN, das ursprüngliche Soloprojekt von Peter Tägtgren, nach dem Grundsatz, sich keinen festen Genregrenzen zu unterwerfen. Schwerer Metal, elektronische Industrial-Elemente, eingängige Melodien und ein durchgehend schwarzer Humor verschmelzen zu einem Sound, der ebenso unmittelbar wie unberechenbar bleibt. Aus dem einstigen Nebenprojekt des Hypocrisy-Frontmanns ist über die Jahre eine feste Live-Formation geworden, zu der neben Peter und Sebastian Tägtgren auch Bassist Jonathan Olsson und Gitarrist Sebastian Svalland gehören.

Tourdaten

Für Dezember 2026 stehen bereits zwei Live-Termine in Großbritannien fest: Am 8. Dezember spielt PAIN im Electric Brixton in London, am 9. Dezember folgt ein Auftritt im O2 Ritz in Manchester. Zudem ist die Band für das Festival „Baden in Blut“ 2026 bestätigt.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Blabbermouth, The Moshville Times, GRIMM Gent, Myth Of Rock, Metal Addicts, BraveWords, Spielemagazin.de, Music Festival Wizard, Festivals United, Eventim, Wikipedia, laut.de

 

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