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Foto: Stefan Brending

Der öffentliche Schlagabtausch zwischen Peter Maffay und Gloria von Thurn und Taxis hat eine neue Wendung genommen. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview äußerte sich der Musiker erstmals ausführlicher zu einem Video, mit dem die Regensburger Schlossherrin seinen Auftritt bei den Schlossfestspielen nachgeahmt und ins Lächerliche gezogen hatte. Maffay machte dabei aus seiner persönlichen Einschätzung keinen Hehl: Er habe den Eindruck gehabt, dass bei der Entstehung der Aufnahme Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte. Eine unabhängige Bestätigung für diese Vermutung gibt es nicht, sie beruht ausschließlich auf seinem subjektiven Eindruck.

Der Ursprung des Streits auf Schloss St. Emmeram

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war Maffays Konzert am 16. Juli 2026 im Rahmen der Schlossfestspiele auf Schloss St. Emmeram in Regensburg, deren Schirmherrschaft traditionell bei Gloria von Thurn und Taxis liegt. Zu Beginn seines Auftritts bezeichnete der Sänger den Veranstaltungsort trotz seiner unbestrittenen Schönheit als belastet durch Äußerungen und Haltungen, die er und sein musikalisches Umfeld nicht teilten. Im Anschluss bekannte er sich ausdrücklich zum Grundgesetz, zur Würde des Menschen und zu einem friedlichen Miteinander. Radikale, rassistische und menschenverachtende Positionen lehnte er dabei unabhängig von ihrer politischen Herkunft ab, ganz gleich ob sie aus dem rechten, linken oder gesellschaftlich mittigen Lager stammten.

Hintergrund dieser deutlichen Positionierung sind die seit Jahren öffentlich diskutierten politischen Kontakte und Äußerungen der Fürstin, darunter ihre Nähe zur AfD und insbesondere zu deren Vorsitzender Alice Weidel.

Glorias Antwort und Maffays Reaktion

Wenige Wochen nach dem Konzert reagierte Gloria von Thurn und Taxis mit einem spöttischen Video auf Instagram, in dem sie Maffays damalige Botschaft parodierte. Im aktuellen Interview äußerte sich der Musiker nun erstmals konkret zu diesem Clip. Seine Einschätzung fiel knapp, aber pointiert aus: Mit ihrem Auftritt disqualifiziere sich die Fürstin aus seiner Sicht selbst. Zugleich habe er den Verdacht gehabt, dass bei der Aufnahme Alkohol im Spiel gewesen sein könnte.

Maffay verteidigt seine Haltung und will Schlussstrich ziehen

Seine ursprüngliche Positionierung in Regensburg verteidigte Maffay im Gespräch erneut nachdrücklich. Er habe an jenem Abend nicht für die Schirmherrin, sondern für sein Publikum gespielt. Seine Worte auf der Bühne seien Ausdruck derselben politischen und gesellschaftlichen Werte gewesen, für die er sich auch bei anderen Auftritten einsetze.

Eine weitere öffentliche Fortsetzung der Debatte hält der Musiker jedoch für wenig sinnvoll. Eine erneute Auseinandersetzung mit dem Thema sei schlicht unnötig und habe mit einer klaren inhaltlichen Beschäftigung mit der Situation nichts mehr zu tun, so seine Begründung. Er wolle es damit bewenden lassen, da ein weiteres Eingehen auf den Vorfall aus seiner Sicht keinen Mehrwert bringe. Eine öffentliche Stellungnahme von Gloria von Thurn und Taxis zu Maffays jüngster Aussage lag zunächst nicht vor.

Maffay 2027 gemeinsam mit Johannes Oerding auf großer Arena-Tour

Nach seiner offiziellen Abschiedstournee von den ganz großen Konzertreihen im Jahr 2024 kehrt Peter Maffay im kommenden Jahr überraschend noch einmal auf die Arena-Bühnen zurück. Gemeinsam mit Johannes Oerding veröffentlicht er im Oktober 2026 das Duett-Album „Nashville“, das die beiden Musiker im legendären Blackbird Studio in Nashville gemeinsam mit US-amerikanischen Musikerinnen und Musikern eingespielt haben. Im Frühjahr 2027 folgt die dazugehörige „Nashville Live“-Arena-Tournee. Bislang bestätigte Termine sind unter anderem der 15. April in Oberhausen, der 17. April in Berlin, der 18. April in Hamburg, der 19. April in Dortmund sowie der 21. April in München. Weitere Stationen sind unter anderem in Köln, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Stuttgart geplant.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: MSN, ms-aktuell.de, press24.net, Eventim, Barclays Arena, Concertvisions, Ticketstart

 

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