
Giada Conti, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons
System Of A Down können einen weiteren historischen Erfolg verbuchen: Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat dem Song „Chop Suey!“ nun offiziell den Diamant-Status verliehen. Grundlage dafür ist der zehnfache Platin-Status in den USA, der rechnerisch zehn Millionen Einheiten aus Verkäufen, Downloads und Streams entspricht. Für die kalifornische Band mit armenischen Wurzeln ist es die erste Single, die diese seltene Marke erreicht.
Ein Meilenstein passend zum Jubiläum
Die Auszeichnung kommt nicht von ungefähr: Das dazugehörige Album „Toxicity“ feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag. Bereits 2001 veröffentlicht, gilt die Platte bis heute als eines der prägendsten Werke des Metal-Genres überhaupt. Mit ihrer Mischung aus Aggressivität, komplexen Strukturen und eingängigen Melodiebögen setzte sich „Chop Suey!“ damals deutlich von der musikalischen Konkurrenz ab und avancierte im Lauf der Jahre zum bekanntesten Song der Band.
Seltene Gesellschaft im härteren Genre
Eine Diamant-Zertifizierung ist im Bereich Rock und Metal äußerst ungewöhnlich. Während die Gesamtliste der von der RIAA diamantzertifizierten Titel mehrere hundert Songs umfasst, stammen die allermeisten davon aus Pop, Hip-Hop oder Country. Nur eine Handvoll Titel aus dem härteren Spektrum haben es bislang auf diese Liste geschafft – darunter „Thunderstruck“ von AC/DC, „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana sowie „In The End“ von Linkin Park. „Chop Suey!“ reiht sich nun in diese exklusive Riege ein.
Streamingzahlen als treibende Kraft
Ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg sind die enormen Streamingzahlen des Songs. Bereits im Frühjahr 2026 überschritt „Chop Suey!“ die Marke von zwei Milliarden Lifetime-Streams und setzte sich damit weit vom übrigen Bandkatalog ab. Zum Vergleich: Der Titeltrack „Toxicity“ kommt auf rund 668 Millionen Wiedergaben, „B.Y.O.B.“ auf etwa 460 Millionen, während „Lonely Day“ und „Aerials“ jeweils bei ungefähr 375 Millionen liegen. Zur anhaltenden Popularität trugen unter anderem die Aufnahme des Songs in das Musikspiel „Rock Band 2“ sowie zahlreiche Platzierungen in Film- und Serientrailern über die Jahre hinweg bei.
Weitere Auszeichnungen für das Album Toxicity
Neben der Diamant-Single erhielt auch das Album selbst frische Zertifizierungen: „Toxicity“ wurde auf den siebenfachen Platin-Status hochgestuft, nachdem es zuvor sechsfach Platin innehatte. Der gleichnamige Titeltrack „Toxicity“ erreichte sechsfaches Platin, „Aerials“ vierfaches Platin, während „Prison Song“ eine reguläre Platin-Auszeichnung erhielt. Fünf weitere Songs des Albums – „ATWA“, „Deer Dance“, „Forest“, „Needles“ sowie „Psycho“ – wurden mit Gold ausgezeichnet. International summieren sich die Ehrungen für „Chop Suey!“ inzwischen auf zwei Gold- und fünfzehn Platin-Zertifizierungen aus verschiedenen Ländern.
Ein Song mit besonderer Entstehungsgeschichte
„Chop Suey!“ war die erste Singleauskopplung aus „Toxicity“ und erschien im August 2001. Der Song brachte der Band ihre erste Grammy-Nominierung in der Kategorie Best Metal Performance ein. Bemerkenswert ist auch die Entstehungsgeschichte: Ursprünglich trug der Titel den Arbeitsnamen „Suicide“, wurde jedoch vor der Veröffentlichung umbenannt – nach Aussage der Bandmitglieder nicht aufgrund von Druck seitens des Labels. In frühen Sekunden mancher Albumversionen ist noch die geflüsterte Ursprungszeile zu hören.
Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de
Quellen: Metal Injection, Metal Hammer, Nu-Metal Agenda, WRIF, WDHA FM, Wikipedia
