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D4vd interviewed for POVJOV

Narasi, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons

Neue Klage baut auf Erkenntnissen aus dem Strafverfahren auf

Die Eltern der im vergangenen Jahr getöteten 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez haben eine zivilrechtliche Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen den Musiker D4vd, bürgerlich David Anthony Burke, eingereicht. Die Klage wurde am 7. September beim Superior Court von Los Angeles County eingereicht, rund sechs Wochen nachdem ein Richter im Strafverfahren entschieden hatte, dass ausreichend Beweise für eine Hauptverhandlung wegen Mordes vorliegen. Die Mutter der Getöteten, Mercedes Martinez, und der Vater, Jesus Rivas, stützen sich in der rund zwanzigseitigen Klageschrift, die unter anderem von Rolling Stone eingesehen wurde, auf viele der Beweise, die bereits während der mehrtägigen Anhörung im Strafprozess vorgetragen worden waren.

Vorwürfe gegen Burke selbst

Der Klage zufolge soll Burke bereits im November 2023 eine sexuelle Beziehung zu Celeste Rivas Hernandez begonnen haben, als das Mädchen erst 13 Jahre alt war. Diese Beziehung habe bis zu ihrem Tod im April 2025 angedauert. Nach Darstellung der Klageschrift habe Burke arrangiert, dass die Jugendliche von Riverside County zu seinem Wohnsitz in den Hollywood Hills gebracht wurde, wo sie am 23. April 2025 getötet worden sei. Anschließend soll er ihren Leichnam zerstückelt haben, um Spuren des mutmaßlichen Missbrauchs zu verschleiern. Die sterblichen Überreste wurden erst am 8. September 2025 in einem Kofferraum seines Tesla auf einem Abschlepphof in Hollywood entdeckt.

Vorwurf der Fahrlässigkeit gegen die Mutter

Besonders bemerkenswert an der neuen Klage ist, dass sie sich nicht nur gegen Burke selbst, sondern auch gegen sein direktes Umfeld richtet. Als Mitbeklagte werden unter anderem seine Mutter, Colleen Burke, sowie sein Management und die ihn vertretende Künstleragentur genannt. Der Klageschrift zufolge fungierte Colleen Burke als persönliche Finanzverwalterin ihres Sohnes, war zeichnungsberechtigt auf seinen Konten, genehmigte und beglich Rechnungen und kontrollierte demnach den Geldfluss innerhalb seines geschäftlichen Umfelds. Die Kläger werfen ihr vor, durch die Finanzierung von Wohnarrangements, die Celeste Rivas Hernandez den Zugang zu Burke ermöglicht hätten, sowie durch die mindestens einmalige Beherbergung der Minderjährigen in ihrem eigenen Haus gemeinsam mit ihrem Sohn, eine Sorgfaltspflicht gegenüber dem Mädchen übernommen zu haben.

Weitere Beklagte im Umfeld des Musikers

Neben der Mutter zählen auch ein im Haushalt lebender Sicherheitsangestellter sowie Burkes Management-Unternehmen zu den Beklagten. Ihnen allen wird vorgeworfen, gewusst zu haben oder hätten wissen müssen, dass eine unangemessene Beziehung zwischen dem damals noch minderjährigen Musiker und der 13-Jährigen bestand, und dennoch nicht eingeschritten zu sein. Die Klage macht geltend, dass Personen aus Burkes Umfeld dazu beigetragen hätten, das Mädchen zu isolieren, und ihm bei Transport, Unterbringung und Absicherung behilflich gewesen seien. Gefordert werden Schadenersatz wegen widerrechtlicher Tötung, sexuellem Missbrauch einer Minderjährigen sowie Fahrlässigkeit.

Stand des Strafverfahrens

Im parallel laufenden Strafverfahren ist Burke, mittlerweile 21 Jahre alt, wegen Mordes unter erschwerenden Umständen angeklagt, darunter die Vorwürfe der Vorbereitung aus dem Hinterhalt, der Tötung aus finanziellem Interesse sowie der Tötung einer Zeugin in einem Ermittlungsverfahren. Hinzu kommen Anklagepunkte wegen fortgesetzten sexuellen Missbrauchs eines Kindes unter 14 Jahren sowie der Verstümmelung menschlicher Überreste. Burke hat sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig erklärt und sitzt ohne Aussicht auf Kaution in Untersuchungshaft. Der nächste Gerichtstermin, eine Status-Anhörung, ist für den 19. Oktober angesetzt. Die Eltern des Mädchens hatten zudem öffentlich gefordert, dass die Staatsanwaltschaft im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe beantragen solle.

Author: Franz Lemmler © 2026 Xenopolias.de

Quellen: Los Angeles Times, TMZ, KESQ

 

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